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Sängerfahrt des MGV begeisterte23.9.2011 Schermbeck (pd). Day of Song, Chorfestival in Obrighoven, große nationale Chorereignisse. Herbstkonzert, Pfingstkonzert, Singen im Altenheim, bald ein Heimatabend und dann das vorweihnachtliche Konzert, das sind einige der eher lokalen Veranstaltungen. Und immer trug der MGV „Eintracht" mit Begeisterung und Elan aktiv bei. Bei so vielen Einsätzen kann man nur dann erfolgreich sein, wenn auch das Vereinsleben und der Gruppengeist stimmen. So legt denn Uli Becker, der Vorstandschef, besonderen Wert auf einen Ausgleich. Das Sommerfest, das „Dicke.-Bohnen-Essen" gehören dazu und eben auch die jährliche Sängerfahrt. In diesem Jahr hatte sich das Organisationsteam etwas ganz besonderes ausgedacht und vor Antritt der Fahrt, alles persönlich geprüft und in Augenschein genommen.
Und so konnte es am Freitag, dem 9. September, morgens für 64 Aktive und Passive und ihre Ehefrauen unbeschwert losgehen. Ein bequemer Reisebus nahm die Truppe auf und steuerte zunächst in der Tradition der letzten Jahre ein Landgasthaus im Westerwald an. Frühstück muss sein und das gibt es dort schmackhaft und reichhaltig. Ebenso traditionell bedankt sich der Chor, sehr zur Freude der Bedienung und der zufällig anwesenden anderen Gäste, bei der Wirtin mit einem ersten Ständchen. Robert Prachts „Morgenrot" darf dabei nicht fehlen. Schließlich gehört es fest zum Repertoire und es lässt sich so herrlich schmettern. Nächstes Ziel war das hessische Staatsbad Schlangenbad am Südrand des Taunus. Dort hatte Petrus dann ein Einsehen und die Sonne begleitete die Reisenden auf ihrem Weg. Den Bier gewohnten Niederrheinern schmeckte plötzlich wieder der Wein und wie von Geisterhand arrangiert, traf man dort auf dem Marktplatz auf den Grillstand des Verkehrsvereins. Wie gut dass der MGV geübter Experte in der Weinherstellung geworden ist: „Aus der Traube in die Tonne, aus der Tonne in das Fass" klang es zum Dank. Nach einem verdienten Päus'chen dann als Höhepunkt des Tages der „gemütliche Abend" mit allen im Schlangenbader Hof. Und dazu darf der zweite Chorleiter nicht fehlen. Lieder und Akkordeon sind fester Bestandteil eines jeden harmonischen Vereinsfestes des MGV.
Wer spät ins Bett kommt muss zum Ausgleich früh aufstehen, vor allem wenn Fremdenführer durch die Mainzer Altstadt führen, in der der Dom seinen besonderen Platz hat. Danach brauchten alle wieder etwas Mumm, um den weiteren ereignisreichen Tag zu bestehen und wo gibt es den besser als im Schloss Johannisberg. Die Aussicht war prächtig und der leckere Rheinwein mundete schon wieder. Wer Ausflüge organisiert, weiß, dass man am folgenden Morgen keine weiten Wege oder gar Besichtigungen einplanen sollte. So genossen die Schermbecker eine Schifffahrt nach St. Goarshausen und ließen den romantischen Rhein auf dem sicheren Mitteldeck an sich vorbeiziehen. Nun ein Männergesangverein wäre kein Männergesangverein, wenn dieser nicht beim Auftauchen der sagenumwobenen Loreley das Akkordeon ausgepackt und Lieder angestimmt hätten. Ungewöhnlich war dabei nur die Rollenverteilung: Lieder vom Mitteldeck und der Applaus kam postwendend vom Oberdeck.
Besonders Peter Kubik wird sich an die Fahrt erinnern. Norwegische Sänger sprachen ihn an. Man tauschte Adressen und suchte den Kontakt. Die Stimmung war allseits prächtig. Da störte es auch kaum, dass in St. Goarshausen auf dem Weg zum Mittagessen ein gewaltiger Gewitterschauer einsetzte und herunterprasselte. Text und Fotos: Dr. Wolfgang Kimpenhaus |































