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Cremare informierte im voll besetzten Saal Ramirez

29.8.2019 Schermbeck (geg). Voll war der Ramirez Saal zur Informationsveranstaltung der Firma Cremare Tierkrematorien GmbH am Mittwochabend, der von Hella Sinnhuber moderiert wurde.


Die Firma Cremare plant ein Großtierkrematorium am Hufenkampweg zu bauen. Geschäftsführer Eric Bulteux freute sich über das große Interesse und stellte das Unternehmen vor. Tierkrematorien sind ursprünglich von Tierärzten gegründet worden, deren Alltag auch die Euthanasie der Tiere ist und damit auch das damit verbundene Leid der Tierbesitzer. „Das Thema ist nie ein einfaches Thema gewesen und es hat zehn Jahre gedauert, bis das erste Tierkrematorium im Jahr 2005 in Wesel eröffnet wurde“, so Bulteux. Der Schermbecker Standort solle den in Wesel entlasten, berichtete der Geschäftsführer. Eine Erweiterung in Wesel wäre dort aus Planungs- und baurechtlichen Gründen nicht möglich. Pferdebesitzer die heute bereits ihr Pferd kremieren lassen möchten, müssen dafür ins benachbarte Ausland fahren.


„Das Grundstück zu kaufen, bevor die Planung eingereicht war, war eine Auflage der Gemeinde,“ so Bulteux auf Nachfrage. Er sei sich des unternehmerischen Risikos bewusst.
Ein Besucher zeigte sich überzeugt, dass mit dem Bau eine „Marke“ geschaffen würde, die nicht erforderlich sei. Applaus erhielt er für diese Aussage nicht. 
Architekt Brilo musste sich die Frage gefallen lassen, wie sich die Planung mit seiner Tätigkeit als Ratsmitglied vereinbaren ließe. „Mein Beruf ist Architekt und an den Beratungen und Entscheidungen bin ich aus Befangenheit nicht beteiligt“, betonte Johannes Brilo. Das entstehende Gebäude soll ein wenig an die Pferdehaltung erinnern, Anregungen habe er sich dabei bei dem Pferdekrematorium Westerhout/NL geholt.

Geschäftsführer Eric Bulteaux verdeutlichte, dass es bei dem Unternehmen nicht um eine Tierkadaverbeseitigungsanlage handele, die einen industriellen Zweck verfolge. Auch würden nur seuchenfreie Tiere kremiert. Es sei davon auszugehen, dass drei bis fünf Pferde pro Woche kremiert würden. Die allerdings kämen dann aus ganz Deutschland. Nach der Wirtschaftlichkeit gefragt, sprach Bulteaux von Synergieeffekten, die zwischen dem Standort Wesel und Schermbeck entstehen würden. Die Angestelten arbeiten dann an beiden Standorten.
Aus Sicht vieler Anlieger gehört ein solches Großtierkrematorium nicht an den Hufenkampweg. AnwohnerInnen und Beschäftigte im direkten Umfeld befürchten zum Beispiel bei Störfällen besonders hohe Imissionswerte und vermehrte Geruchsbelästigungen. Ausserdem auch den Verfall des Grundstückswertes.

"Störfälle kann es geben, wie bei jedem anderen Gerät auch, aber wenn der Ofen aus ist gibt es auch keine austretenden Gase, die Anlage ist automatisch gesteuert", so Ingenieur Michael Hintze. Die Bedenken der Immissionsbelastungen versuchte Hintzen mit statistischen Ergebnissen auszuräumen, die nicht aus den Untersuchungen eines Krematoriums stammen, was ihm jedoch nicht gelang. Hier sollen für den nächsten Infoabend der Gemeinde am 16.9. Messwerte nachgeliefert werden. Aber: Die Anforderungen der EU wären sehr streng. Der Transport der Tiere erfolge in einen extra dafür gebauten Hänger, geöffnet würde dieser erst im Gebäude. Auch für den Hänger gebe es Hygienevorschriften die einzuhalten sind. Hintzen betonte, dass es keine Geruchsbelästigung gebe, wie es Anwohner befürchteten. Die Höhe des Schornsteines, die ebenfalls für Sorgen sorgt,  sei gesetzlich geregelt. Und: “Die Nähe der Wohnbebauung kann ich nicht als Problem erkennen“, so Hintzen.


Anja Palinger, Tierärztin und Mitarbeiterin von Cremare machte in ihrem Beitrag, die emotionale Bedeutung der würdevollen Bestattung deutlich. Ein Angebot welches Tierbesitzer gern und dankbar  annehmen.  Auch Cremaremitarbeiter und Reitsportler Martin Tepass verdeutlichte, dass Pferde für viele Menschen viel mehr als ein Hobby sind. „Sie sind Familienmitglieder“, sagte er.

 


Interessenten sind zum am 31.8. von 10 bis 13 Uhr zum Tag der offenen Tür nach Wesel, An der Lackfabrik 8 eingeladen. Hier ist ein Blick hinter die Kulissen möglich. Und auch das Schermbecker Projekt wird dort vorgestellt.

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