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In Schermbeck wird wie am Fließband "Mundschmuck" genäht

28.3.2020 Schermbeck (geg). Die Idee Mundschutz zu nähen nahm die Grundschullehrerin Katrin Laaß von ihren Kollegium in Hünxe gern auf.

Das war vor zwei Wochen. Da der Vater einer Kollegin im Seniorenheim in Hünxe lebt, wurde Katrin Laaß nach der ersten "Rutsche"  gefragt, ob sie auch dieses mit dem begehrten Textil versorgen könne. Sie konnte.
Und so verbreitete sich der Schneidervirus in Windeseile wie der Coronavirus immer weiter, als sie bei Facebook in die Runde fragte, ob jemand mitnähen würde/könne. Mittlerweile wurden viele Frauen infiziert und versorgen mit ihr Arztpraxen, die Caritas, Schulen oder Seniorenheime mit dem gewünschten Stöffchen "Made in Schermbeck". Kontakt haben die Damen über Facebook, alle Fäden laufen bei Katrin Laaß zusammen, die eine eigene Gruppe dafür gegründet hat. Dort werden nötige Imfos ausgetauscht. „Wir haben bereits ein kleines Netzwerk“, freut sich die Grundschullehrerin, die berichtet, dass sie schon immer gern genäht habe und ihre Freizeit  oft dazu nutzt. Warum also nicht für einen Guten Zweck.

Begeistert ist sie, dass sich so viele Frauen eingeklinkt haben und unermüdlich die Nähmaschine rattern lassen. Auch mit Stoffspenden werden die Damen bedacht, damit keine Anfrage ins Leere laufen muss. Ihre Mutter biegt die Drähte zurecht, eine Nachbarin bügelt. „Es läuft“, freut sich die junge Mutter von zwei Kindern.
Renate Hartwig, eine der Näherinnen aus Gahlen sagt: “Aussergewöhnliche Zeiten brauchen besondere Maßnahmen. Es macht Freude mit einem kleinen Aufwand in der Krisenzeit anderen helfen zu können. Wenn man zu Hause rumsitzen muss, kann man auch nähen, das ist das mindeste, auch wenn es in der Essecke stattfindet. Das gibt ein gutes Gefühl“.
Aktiv ist auch eine Frauengruppe in der KFD. Diese nähen ebenfalls für unterschiedliche Einrichtungen.
Und während des Gesprächs klingelt es an der Tür, eine Bekannte steht dort mit einer defekten Nähmaschine in der Hand. Darum kümmert sich dann der Ehemann von Katrin Laaß, damit die Produktion nicht unterbrochen wird. 
Aus aktuellem und nicht sehr erfreulichen Anlass hat sich Katrin Laaß heute entschlossen ihre genähten Stöffchen nicht mehr Mundschutz oder Atemschutzmaske , sondern „Mundschmuck“ zu nennen. Damit sei dann ganz klar definiert, dass es sich nicht um ein medizinisches Produkt handele, sagt sie.

 

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