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Leserbrief zum Thema „Wolf“

19.4.2020 Schermbeck. "Die einseitigen Aussagen und Artikel in der RP zum Thema „Jetzt zwei Wölfe im Wolfsgebiet Schermbeck“ stimmen doch sehr bedenklich", schreibt Johannes Ebbert aus Schermbeck.

.Und weiter heißt es in seinem Leserbrief:
So regt sich Herr Malzbender als Vorsitzender des NABU-Wesel auf, dass ein Video mit jagenden Wölfen in die Öffentlichkeit gelangte.
Er sollte einmal bedenken, dass in Zukunft solche Szenarien von Kindern live auf einer Wiese mit Kühen, Ponys oder Schafen gesehen werden könnten.
Das wird nämlich dann der Fall sein, wenn dieses Wolfspaar sich vermehrt und ein Rudel gründet.
Das Wolfsrudel würde dann auch nicht mehr angestrengt hinter einem Hirsch herjagen, sondern auf die Wiesen zu den Kühen, Ponys u. Schafen gehen wenn der Hunger sie treibt.
Dabei würden sicher auch Weidetiere durch Zäune getrieben, die sie in ihrer Todesangst locker überrennen werden, um dann auf Straßen vor Autos zu laufen.
Der Zeitungsartikel in der Rheinischen Post mit den Kommentaren des Dinslakener Regisseurs Adnan Köse und dem selbsternannten Wolfsflüsterer Herrn De Bruin gibt weiter zum Nachdenken Anlass.
Hier wird über den Inhalt des Videos gesagt, dass die Wölfe doch möglicherweise nur mit dem Hirsch spielen wollten. Man weiß nicht, ob der Hirsch die wilde Hatz als Spiel aufgefasst hat.
Herr Adnan ist Regisseur und Herr De Bruin hält sich sog. Hybriden-Wölfe. Diese sind vom Wesen her dem Haushund nah und nicht mit wilden, echten Wölfen vergleichbar.
Diese Verniedlichung eines Raubtieres geht voll daneben und ist gefährlich. Außerdem widerspricht sie der Meinung von echten Experten, hier von Wildforschern, Jägern und Forstbeamten.
Läuft man vor einem Raubtier davon, das gerade seinen Jagdinstinkten folgt, dann will das nicht spielen. Es will fangen, töten und fressen!
Als Krönung gibt es dann noch den Zeitungsartikel der RP mit der Stellungnahme des LANUV.
Dort wird wie immer alles verharmlost und man ist immer noch nicht bereit, das Wolfsmanagement als gescheitert zu erklären. Jetzt will man erst einmal in Ruhe per „Monitoring“ erkunden, ob beide Wölfe wirklich zusammen sind. Für die Weideviehhalter wird sich nichts ändern und sollte sich etwas ändern, so will man sie davon in Kenntnis setzen.
Diese Aussagen sind unglaubwürdig und täuschend.
Man hat solange gewartet, bis die Wölfin „Gloria“ einen Partner gefunden hat, mit dem sie jetzt ein Rudel gründen wird.
Gerüchten zur Folge geben geschädigte Weideviehhalter schon eigene DNA-Proben in Auftrag, weil dem LANUV nicht mehr getraut wird.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz sollte sich daran erinnern, wofür es geschaffen wurde. Von Verbraucherschutz ist im Moment nicht viel zu bemerken.
Was um Gottes Willen ist so falsch und schwer daran, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen.
Dieses Raubtier gehört nicht unter Naturschutz gestellt! Wenn Füchse zum Schädling oder überzählig werden, so werden auch sie der Natur „entnommen“.
Hier tun sich die Bundes- und Landesregierung als Gesetzgeber unerklärlich schwer.
Sollte sich das Wolfspaar in Schermbeck zu einem Rudel entwickeln, muss Abhilfe geschaffen werden. Dieses geht nicht ohne die Jägerschaft und einen vernünftigen gesetzlichen Rahmen.
Wird das nicht bald geregelt, ist in Zukunft keine Kuh, kein Pony und kein Schaf mehr auf der Wiese. Dann wird es auch keine Deichbeweidung am Rhein mehr geben.
Das ist mit Sicherheit so nicht gewollt, will man doch von der Stallhaltung weg und zurück zur Freilandhaltung.
Hier ist nur zu raten:
Liebe Entscheider, kommt schnell zu einem Ergebnis, das für beide Seiten zufriedenstellend ist, für die Tierhalter und für die Naturfreunde.
Sollte man nicht schnell zu einem Ergebnis kommen, könnte das zur Selbstjustiz führen. Das kann keiner wollen.
Ein Wolfsrudel passt mit Sicherheit nicht in unser dichtbesiedeltes Nordrhein-Westfalen und würde mehr Schaden als Freude anrichten.

Johannes Ebbert
Schermbeck, 19.04.2020

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