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Einblicke in den Untergrund: Neue Grundwassermessstellen in Schermbeck

12.5.2020 Schermbeck. In ihrem Wasserwerk in Dorsten nutzt die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft bekanntlich Grundwasser um daraus Trinkwasser herzustellen

Zu den wesentlichen Prozessen im Vorfeld gehört zu wissen, wo sich das Grundwasser bildet, in welcher Tiefe es liegt und wie es durch das Gestein strömt. Es wird regelmäßig beobachtet, wie sich die Grundwasserstände über die Zeit entwickeln und auch, wie es um die Qualität des Wassers bestellt ist. Aus diesen Gründen betreibt unser Wasserversorger ein umfangreiches Messstellennetz mit insgesamt 850 Messstellen. Gesammelte Daten werden dokumentiert und bewertet. Jetzt hat RWW weiter aufgerüstet, um den Blick in den Untergrund zu verbessern. Denn fünf neue Messstellen sind in Schermbeck parallel zum Buschhausener Weg hinzugekommen. Sie befinden sich nordwestlich der Brunnengalerie Holsterhausen, auf die das Grundwasser zuströmt. RWW-Hydrogeologin und Projektleiterin Theresa Pöhling erläutert, welche Ziele RWW mit den neuen Grundwassermessstellen verfolgt: „Wir möchten weitere Erkenntnisse über den hydrogeologischen Aufbau des Untergrunds erhalten. Im Vordergrund stehen Fragen zur Mächtigkeit und Schutzwirkung des Bottroper Mergels und wie sich in Zukunft die Wasserzusammensetzung des Grundwassers im Anstrom zur Brunnengalerie entwickeln wird.“


Die Messstellen wurden im Abstand von fünf Metern in einer Reihe errichtet. Die jeweils zwei Meter langen Filterrohre sitzen dabei in unterschiedlichen Tiefen. 17 Meter tief und damit im oberen Grundwasserleiter oberhalb des Bottroper Mergels befindet sich die flachste Grundwassermessstelle. Die anderen liegen unterhalb des Mergels in den Halterner Sanden, aus denen die Holsterhausener Brunnen Wasser fördern. Die tiefste Messstelle ist 99 Meter tief und erreicht die Sohle der Halterner Sande.

Ein weiteres Ziel neben den Erkenntnissen zur örtlichen Geologie und des Strömungsfeldes des Grundwassers, ist der Blick auf die Nitratsituation. „Durch die räumliche Nähe der Messstellen, aber der unterschiedlich tief sitzenden Filter, lässt sich Grundwasser aus verschiedenen Tiefen quasi an nur einem Standort beproben und somit eine vertikale Zonierung im Grundwasserleiter untersuchen“, so Pöhling zu den Vorteilen dieser Messstelle. Zusammen mit der Ruhr-Universität Bochum werden nun anhand von Sedimentproben, die beim Bohren genommen wurden, und Wasserproben das Alter des Wassers, die Nitratentwicklung und das verbliebene Nitratabbaupotenzial im Förderhorizont sowie die Schutzwirkung des Bottroper Mergels untersucht und analysiert. Die Grundwasserstände werden per Funk übertragen und bei RWW im Brunnen- und Messstellenmanagementsystem ausgewertet.

Trotz hoher Anforderungen an die Ausführungsqualität konnte RWW die Bohrmaßnahme nach knapp vier Wochen beenden. Zur Überprüfung der Arbeiten folgen abschließend noch einige Messreihen sowie eine Kamerabefahrung.

 

Vom Wasserwerk in Dorsten-Holsterhausen versorgt RWW die Menschen und Betriebe in den Kommunen Dorsten und Gladbeck sowie in Teilen Schermbecks, Oberhausens und Bottrops und in Raesfeld-Erle. Neben der Brunnengalerie in Holsterhausen betreibt RWW auch eine in der Üfter Mark. Die insgesamt 64 Brunnen fördern aus 80 bis 120 Meter Tiefe. Das geförderte Grundwasser hat bereits eine sehr gute Qualität. Es müssen lediglich Eisen und Mangan entfernt werden.

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