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Eine Heimat in Schermbeck zu finden…

Von Elke Langenbrink
13.5.2020 Schermbeck. …darauf hofften viele Flüchtlinge, die 2015 in unser Land kamen. Leider sieht die Realität anders aus. Am Beispiel einer syrischen Familie zeigen sich die Schwierigkeiten.

Die Familie kam 2015 nach Schermbeck und wohnte zunächst im Ecco Hotel. Bereits 2016 erhielt sie eine Aufenthaltsgenehmigung. Zurzeit wohnt sie in einer Wohnung, die von der Gemeinde Schermbeck angemietet worden ist und als Übergangswohnheim gilt.
Jetzt hat der Hausbesitzer den Mietvertrag mit der Gemeinde nicht verlängert, weil er eine anderweitige Nutzung der Immobilie beabsichtigt. Die 6-köpfige Familie soll bis zum 30.06.2020 die Wohnung verlassen. Weder der Caritas noch der Familie selbst ist es gelungen, eine den Bedürfnissen angemessene Wohnung in Schermbeck zu finden. Aber auch in Marl, Dorsten und Gladbeck blieb die Suche bisher ergebnislos. Die ablehnenden Antworten variierten zwischen „zu klein“ „schon vergeben“ oder gar keiner Antwort. Einmal soll auch gesagt worden sein, man wolle keine Flüchtlinge haben.
Der Vater der Familie hat sobald es ihm erlaubt war, eine Arbeit aufgenommen und arbeitet nun seit Jahren in unbefristeter Anstellung bei einer großen Dorstener Firma.
Die Mutter besucht einen Sprachkurs, der jüngste Sohn der Familie ist dort auch in der Kinderbetreuung.
Die anderen 2 Söhne besuchen die Grundschule. Die 16 jährige Tochter besucht die Gesamtschule hier in Schermbeck und erfüllt nach Aussagen des Schulleiters alle Voraussetzungen in die Oberstufe zu kommen und das Abitur zu machen. Sie möchte Kidnerärztin werden-
Die Familie gilt nach Aussagen der Caritas, die die Flüchtlingsbetreuung in Schermbeck macht, als gut integriert. Trotzdem scheint es in dieser Gemeinde keinen Platz für diese 6 Menschen zu geben. Dies wäre dann die dritte Flüchtlingsfamilie, die nach unserer Kenntnis Schermbeck verlassen muss, weil kein angemessener Wohnraum zur Verfügung steht. Dies ist umso bedauerlicher, wenn man sieht, welche Entwicklung die Kinder in den letzten Jahren gemacht haben und dies nicht zuletzt auf Grund der Bemühungen von Kindergärten und Schulen.
Die gleiche Notlage kann aber auch Alleinerziehende, Rentner oder Hartz 4 Empfänger treffen, denn Schermbeck mangelt es an öffentlich geförderten Wohnungen, die erschwinglich sind und vorurteilsfrei vermietet werden..
Wir, von Aufstehen gegen Rassismus Schermbeck appellieren an alle Vermierter*innen dafür einzustehen, dass Schermbeck nicht nur bei AfD-Gegenprotest „bunt“ ist.
Sondern hier Gemeinschaft und Solidarität selbstverständlich für jeden Menschen, gleich welcher Herkunft, Hautfarbe, religiöser Gesinnung, oder sexueller Orientierung weltoffen handelt.
Wenn Sie mehr über die syrische Familie und ihre Flucht wissen möchten, lesen Sie im Anhang das Interview mit Lana, der 16 jährigen Tochter.
Erschienen am 07.10.2016 Quelle:schermbeck-grenzenlos
https://www.schermbeck-grenzenlos.de/index.php/aktuelles/4504-serie-die-fluechtlinge-unter-uns-wer-sind-sie-zum-beispiel-lana

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