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Jetzt schnell digitalen Fernunterricht ermöglichen und Eltern entlasten

14.5.2020 Schermbeck. Pressemitteilung der Bürgerinitiative „Zwei Grundschulen für Schermbeck“ Die Bürgerinitiative „Zwei Grundschulen für Schermbeck“ hat ein weiteres, dieses Mal initiierendes Bürgerbegehren zur Prüfung bei der Gemeinde eingereicht.

Schwerpunkt: Die Digitalisierung der Grundschulen und Ausstattung aller Schüler mit Endgeräten. Angesichts der Coronakrise sei es jetzt wichtig, umgehend digitalen Fernunterricht zu ermöglichen, so die Bürgerinitiative.

Weiter schreibt die Initiative: „Wir leiden derzeit alle unter dem Shutdown – insbesondere Schulkinder und ihre Eltern. Die Perspektive ist, dass wir möglicherweise noch mindestens 18 Monate oder gar jahrelang Einschränkungen erdulden müssen – bis ein wirksamer Impfstoff gegen das Coronavirus weltweit einsetzbar ist. In dieser Situation bringt es aus Sicht der Bürgerinitiative nichts, über ein rund 23 Millionen Euro teures Bildungszentrum für Schermbeck nachzudenken, das vielleicht in ein paar Jahren realisiert wäre, aber die Gemeinde über viele Jahrzehnte verschulden würde – mit finanziellen Folgen wie höheren Grundsteuern für alle Bürger.

Jetzt digitalen Unterricht ermöglichen, denn Corona begleitet uns noch eine Weile. Das ist die neue Forderung der Bürgerinitiative „Zwei Grundschulen für Schermbeck“. Foto: AdobeStock/Bürgerinitiative

 

Es reicht auch nicht ein Unterrichtstag pro Woche, wie ihn der Grundschulverbund derzeit am Hauptstandort durchführt. Wir müssen vielmehr jetzt schnellstmöglich digitalen Fernunterricht an beiden Standorten ermöglichen und Eltern deutlich entlasten. Die Idee des Bürgerbegehrens daher: Beide Grundschulen sind jetzt umgehend zu digitalisieren, wobei hierzu angesichts vorhandener Glasfasertechnologie nicht mehr viele Schritte notwendig sind, und alle Lehrer sowie Schüler mit der notwendigen Technik sowie einem Endgerät wie einem Tablet oder einem Notebook auszustatten, um Homeschooling so schnell wie möglich einheitlich realisieren zu können.

Kosten dafür? Es gibt mit dem Digitalpakt Schule ein fünf Milliarden Euro schweres Förderprogramm des Bundes. Nur rufen die Kommunen kaum Geld ab – auch Schermbeck nicht. Warum? Das fragen sich die Initiatoren des Bürgerbegehrens auch und würden es gerne ändern, um so schnell wie es geht digitalen Fernunterricht in Schermbeck an den Grundschulen zu ermöglichen.

Die Coronakrise hat alles verändert: Es bringt die Schermbecker jetzt aktuell nicht weiter, auch mit Blick auf die vielen Kapazitäten von Abrahamhaus über Gemeindezentrum bis hin zu Dorfgemeinschaftshaus und dem geplanten soziokulturellen Zentrum der Caritas im alten Rathaus, weitere Räumlichkeiten für VHS-Kurse und Vereine zu fordern. Bei der jüngsten Ratssitzung übten denn auch CDU, Grüne, BfB und der parteilose Thomas Heiske Kritik an dem Bürgerbegehren von drei PARTEI-Mitgliedern, das der Rat angesichts der Coronakrise in einen Ratsbürgerentscheid umwandelte. Zwei Fraktionen hatten die Initiatoren zuvor erfolglos gebeten, ihr Begehren zurückzunehmen.

Rund 23 Millionen Euro Kosten sind in Zeiten von Corona, in denen viele Bürger um ihre Existenz bangen, nicht im Ansatz vermittelbar. Die Bürgerinitiative Zwei Grundschulen für Schermbeck plädiert daher dafür, jetzt zunächst das Naheliegende und wirklich Hilfreiche zu tun und die Probleme der Coronakrise anzugehen, um Schülern zu helfen und Eltern zu entlasten. Über ein weiteres Bildungszentrum, wenn es dafür tatsächlich Bedarf geben sollte, kann nach Ansicht der Bürgerinitiative in zwei, drei Jahren noch einmal neu nachgedacht werden, wenn die Coronakrise und deren wirtschaftliche Folgen hoffentlich überstanden sind.“

 

 

 

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