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Straßen.NRW: Verkehrszentrale rechnet mit wenig Staus vor dem Brückentag

18.5.2020 Leverkusen (straßen.nrw). Für das anstehende lange Wochenende rechnen die Verkehrsexperten von Straßen.NRW mit vergleichsweise entspanntem Reiseverkehr.

Noch immer läuft der Verkehr auf den NRW-Autobahnen weitgehend staufrei: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie führen dazu, dass derzeit auf vielen Strecken das Verkehrsaufkommen reduziert ist – nach einem Rückgang um mehr als 70 Prozent zu Beginn der Kontaktbeschränkungen bis zu etwa 30 Prozent weniger Anfang Mai.

Regulär gehören die Tage vor Feiertagen wie Christi Himmelfahrt oder vor dem Pfingstwochenende zu den staureichsten Tagen in der gesamten Bundesrepublik. Alleine in NRW staute sich der Verkehr im vergangenen Jahr am Mittwoch (29.5.) vor dem Feiertag auf einer Länge von deutlich über 500 Kilometer. Für das Straßen.NRW-Baustellenmanagement bedeutet dies, dass ausgenommen von Notmaßnahmen an diesen Tagen keine Tagesbaustellen auf den staureichen Strecken eingeplant werden dürfen. „In diesem Jahr können wir die Planungen entspannter angehen, weil wir mir insgesamt weniger Verkehr rechnen“, sagt Dr. Jan Lohoff, Leiter der Stabsstelle Baustellenmanagement in der Straßen.NRW-Verkehrszentrale. Die sonst übliche Beschränkung, vor dem Feiertag keine Tagesbaustellen einzurichten, ist derzeit aufgehoben. Auch, um in der verkehrsärmeren Zeit so viele Maßnahmen wie mögliche abzuarbeiten.

Doch auch wenn der Verkehr derzeit entspannt läuft, gibt es Unsicherheiten in der Prognose. Schon die Ankündigung der wegfallenden Quarantäne für Einreisende aus den Niederlanden könnte dafür sorgen, dass mehr Menschen einen Ausflug in das Nachbarland einplanen. „Eine genaue Vorhersage ist schwierig“, sagt Lohoff.

Damit der Verkehr in der Grenzregion möglichst störungsfrei fließen kann, erarbeitet die Straßen.NRW-Verkehrszentrale in der Regel gemeinsam mit der niederländischen Straßen- und Wasserbaubehörde Rijkswaterstaat Routenempfehlungen zu den beliebtesten Zielen. So werden auch den Reisenden aus NRW frühzeitig Baumaßnahmen, Staurisiken oder auch Autobahnsperrungen im Nachbarland bekannt gegeben. Das sogenannte regionale CrossBorderManagement (rCBM) hat sich in den vergangenen Jahren bewährt. Auch wenn es in diesem Jahr auf keiner Seite Meldungen gab, die Absprachen zu Umleitungsstrecken können jederzeit situativ aktiviert werden. „Wenn es zum Beispiel einen Unfall gegeben hat, informieren uns die Kollegen aus den Niederlanden und wir können unsere Verkehrssteuerung entsprechend anpassen.“

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