icon 157358 960 720 +49 02853 9120965 

mail 512info@schermbeck-grenzenlos.de

Anzeige:
Schermbeck Ansprechende, frisch renovierte Gewerbe-/Büroräume zu vermieten

Weiterlesen ...

suchen

21.10.2015 Schermbeck. Gudrun Gerwien schrieb ihre Gedanken zur Flüchtlingsthematik: Bin ich Deutsch oder bin ich Mensch? Oder bin ich kein Mensch weil ich Deutsch bin?

Sind es Flüchtlinge oder sind es Menschen?
Oder sind es keine Menschen weil sie geflohen sind?
Sind Völker nicht immer gewandert? Vor Krieg und Bedrohung, Hunger und Not?
Wenn ich in die Augen der Flüchtlingskinder schaue, habe ich keine Fragen mehr, nur einen einzigen Wunsch: Mensch zu sein. Nichts anderes.

Und überhaupt: Wie berechnet man den Wert eines Menschen:
Länge x Breite x Höhe? Gibt es Bonuspunkte zum Beispiel für das Glück in Deutschland geboren zu sein? Für die richtige Religion? Für die richtige Hautfarbe?

Wer maßt sich an, besser als andere zu sein? Wer bestimmt, wer das größere Recht hat Hilfe zu bekommen? Wo bringen sich die ein, die klagen, in Deutschland gibt es genug Leid? Wo helfen sie? Was tun sie persönlich um Perspektiven für diese Menschen zu schaffen? Vor allen Dingen, wieso rümpfen genau jene die Nase, wenn auf der Parkbank ein Obdachloser schläft, als wäre er Abschaum? Wer hat je einen zu sich eingeladen?

Es ist schwer in diesen für alle schwierigen Zeiten sich zu positionieren. Oder vielleicht doch nicht? Vielleicht wenn wir weniger Deutsch und dafür mehr Mensch sind? Vielleicht wenn wir Menschen kommen sehen statt Flüchtlinge?

In Afrika legte mir einmal eine Frau ihr sterbendes Baby in die Arme. Wir sahen uns in die Augen. Und was ich sah, war weder ihre dunkle Haut noch ihre Religion. Ich sah die Angst einer Mutter um ihr sterbendes Kind. Und als wir das Baby in ein Krankenhaus brachten, weinte ich mit ihr, betete ich mit ihr. Und dieses Kind war kein Mensch zweiter Klasse, mit weniger Anrechten auf Leben, es war einfach ein Baby. Es ist gesund geworden. Und wenn ich es heute in einer unbeschreiblichen Fröhlichkeit herumhüpfen sehe, sehe ich wieder weder die dunkle Haut noch die Religion. Ich sehe ein Menschenkind.

Darum nochmal: Ist es wirklich schwer, in diesen für alle schwierigen Zeiten sich zu positionieren? Wohl nur dann, wenn wir vergessen, dass wir Menschen sind.

Free Joomla! template by Age Themes

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen