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12.8.2015 Kreis Wesel (pd). Seit langem schon beschäftigen sich die GRÜNEN im Kreis Wesel mit den vielfältigen Aspekten der landwirtschaftlichen Entwicklung. Im Rahmen ihrer lockeren Veranstaltungsreihe „GRÜNE vor Ort" besuchten nun Mitglieder der GRÜNEN Kreistagsfraktion und des GRÜNEN Kreisvorstandes am letzten Samstag den Hof von Landwirt Cappell-Höpken in Hünxe-Drevenack.


Dabei wurde eine Vielzahl von Themen angesprochen, die den Landwirten wie auch den Politikern „unter den Nägeln brennen".
Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer darin, dass der Kreis Wesel auch weiterhin eine bäuerliche Landwirtschaft unterstützen muss. Sie sei unentbehrlich für die qualitativ gute Ernährung der Bevölkerung in der Region.
Die Teilnehmer sprachen sich gegen den ruinösen Druck auf die Lebensmittelpreise aus. Dies schade nicht nur der Landwirtschaft, sondern auch dem qualitätsbewussten Verbraucher. Ulrike Trick, GRÜNE Kreistagsabgeordnete, meint dazu: „Gute und gesunde Lebensmittel haben auch ihren Preis. Wer auf Niedrigstpreise setzt, riskiert, eine qualitativ fragwürdige Ware zu erhalten." er Druck auf die Lebensmittelpreise bedroht die Existenz von immer mehr landwirtschaftlichen Betrieben. Hubert Kück, Vorsitzender der GRÜNEN Kreistagsfraktion, betont: „Diese schon seit Jahren andauernde Entwicklung sehe ich mit großer Sorge. Die Tendenz zur großindustriellen Landwirtschaft ist ungebrochen, vor allem kleinbäuerliche Familienbetriebe, die Arbeits- und Ausbildungsplätze bieten, können sich nicht mehr über Wasser halten. Wenn wir Qualität statt Masse wollen, muss der Umdenkungsprozess in Sachen Nahrungsmittelproduktion eine noch deutlich größere Resonanz finden."
Eine weitere Konsequenz aus den Dumping-Preisen sei, wie die Gesprächsteilnehmer beklagten, dass so viele Lebensmittel weggeworfen werden.


















Vor dem Hintergrund der kontroversen öffentlichen Debatte über eine artgerechte Tierhaltung wurde auch kritisch über die industrielle Viehhaltung wie z.B. Putenfabriken oder Hähnchenfabriken gesprochen, wobei die unterschiedlichen Einschätzungen sachlich ausgetauscht wurden.
Holger Schoel, GRÜNER Kreisverbandssprecher, sprach einen weiteren Punkt an: „Der Einsatz des Unkrautvernichters Glyphosat ist hochproblematisch und damit auch die Verwendung von Sojaschrot im Futter der Kühe zur Leistungssteigerung bei der Milchproduktion. Sojapflanzen aus Übersee werden in der Regel gentechnisch verändert, damit sie dem intensiven Einsatz von Glyphosat standhalten können.
Da dieses Mittel in Verdacht steht, krebserregend zu sein, sollte es nach Ansicht der Grünen keine Verwendung mehr bei uns finden und bei Futtermittelimporten ausgeschlossen sein.
Angesprochen wurde ebenfalls das Reizthema Gülle. Auch in der bäuerlichen Landwirtschaft fällt aufgrund der Haltungsbedingungen oft mehr Gülle an als die Fläche braucht. Hier gilt es im Austausch mit Nachbarbetrieben „Gülletourismus" zu vermeiden und ein grundwasserverträgliches Güllemanagement zu betreiben. Einigkeit bestand darin, dass Importe von Gülle aus den Niederlanden nicht erwünscht sind.
Grundlage für eine gesunde Nahrungsmittelproduktion sind u.a. gute Böden und sauberes Grundwasser. Die bäuerliche Landwirtschaft im Kreis Wesel arbeitet auf dieser Basis und sollte daher in ihrem Fortbestand gesichert werden.

 

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