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19.10.2015 Schermbeck-Weselerwald (geg). Im Atelier der Gruppe Nebelhorn treffen sich seit dem JAhr 1995 behinderte und nichtbehinderte Menschen, um künstlerisch zu arbeiten. Seit 1997 hat die Gruppe ihre Heimat auf dem Gelände des Lühlerheims. Seitdem die Gruppe besteht, ist das Thema Macht und (sexuelle) Gewalt ein immer wiederkehrendes Motiv der Arbeiten.

Innerhalb der vertrauten und familiären Gemeinschaft des Ateliers haben Menschen unterschiedlicher Altersgruppen einen freien Raum schaffen können, in dem sie ihre oft traumatischen Erfahrungen in unterschiedlichen Lebensbereichen (z. B. in Familie und Institutionen des Gesundheitswesens) mit beeindruckender künstlerischer Freiheit darstellen konnten.
In einer Ausstellung mit dem Thema „Macht-Missbrauch" zeigen Zeichnungen, Bilder, Collagen, Assemblagen, Skulpturen, Fotoarbeiten und Rauminstallationen die Auseinandersetzungen der Menschen mit diesem Thema.
Für die Arbeiten bis zur Ausstellung habe er ein Jahr angesetzt. Aber: „Wir haben lange gebraucht, bis die Beteiligten so weit waren, sich öffnen zu können", erzählt der künstlerische Leiter und Geschäftsführer der Gruppe Nebelhorn, Raul Avellaneda.
Vom 30.10. bis zum 6.12. ist die Ausstellung in der „cubus kunsthalle" in Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Straße 64 zu sehen. Eröffnet wird sie am Donnerstag, den 29.10.2015 um 19 Uhr.
Begrüßung und Eröffnung durch Raul Avellaneda
Volker Mosblech MdB und Bürgermeister der Stadt Duisburg
Martina Hoffmann-Badache, Staatssekretärin im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
Gertrud Servos, Stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland
Bei diesem multimedialem Projekt haben Betroffene die Möglichkeit erhalten, ihre traumatisierenden Erfahrungen, die nicht unbedingt nur sexueller Natur sondern auch machtmissbräuchlicher Natur sind, offen zu artikulieren. Der künstlerische Leiter der Gruppe erklärt: "Durch das Arbeiten behinderter und nichtbehinderter Teilnehmer auf einer gemeinsamen Erfahrungsebene im geschützten Raum des Ateliers, wird die angestrebte Inklusion in besonderem Maße verwirklicht". Aber: „Wir sind noch lange nicht fertig", sagt er. Nach dem Ende der Ausstellung die durch die Kämpgen Stiftung, der Gold Krämer Stiftung und der Regionalen Kulturförderung des Landschaftsverbandes Rheinland finanziert wird, werden die Arbeiten fortgesetzt.
















Als einen Glücksfall bezeichnet der Künstler mit peruanischen Wurzeln den Kontakt zu Ursula Enders, der Leiterin des Vereins Zartbitter in Köln. Seit dem Sommer diesen Jahres kooperiert die Gruppe Nebelhorn mit dem Zartbitter-Projekt „Sichere Orte schaffen". Seit mehr als 20 Jahren arbeitet Ursula Enders zur Problematik von Macht-Missbrauch und sexuellem Missbrauch in Institutionen
Enders habe sich nach der Besichtigung des Ateliers begeistert gezeigt. „Dieses Atelier ist ein sicherer Ort" habe sie gesagt und schreibt in einem Rundschreiben:" Die Atmosphäre des Ateliers voller Kunstwerke und unendlich liebevoll zusammengetragenen Kuriositäten wird getragen von einem sehr offenen und zugleich respektvollen Umgang untereinander. Sie vermittelt das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit, das die Auseinandersetzung mit harten Themen ermöglicht und zugleichRaum für Kreativität, Fröhlichkeit und Lebendigkeit schafft.
Die Arbeiten der Gruppe stellen zum Teil mit schonungsloser Klarheit Macht-Missbrauch in Abhängigkeitsverhältnissen dar – zum Beispiel in Form von sexueller Gewalt, gewalttätigen Behandlungsmethoden in der Psychiatrie, psychischer Gewalt in der Kirche. Andere Arbeiten vermitteln insbesondere einen Eindruck über die Stärken und Ressourcen von Betroffenen. Eine solch intensive Auseinandersetzung mit der Problematik des Macht-Missbrauchs ist nur im Rahmen einer geschützten Gruppe, an einem sicheren Ort möglich."
In dem vom Landesjugendamt Rheinland geförderten Modellversuch entwickelt Zartbitter gemeinsam mit Jugendlichen mit und ohne Behinderung Präventionsmaterialien gegen sexuelle Gewalt.
Ursula Enders hat für diese Ausstellung ein spannendes Rahmenprogramm mit Vortragsabenden und einem Theaterstück zum Thema zusammen gestellt. Die Organisatoren hoffen dass die Ausstellung von interessierten Laien und Fachkräften für einen intensiven Dialog genutzt wird.

Nähres zum Verein Nebelhorn eV und dem Rahmenprogramm finden Sie unter http://www.nebelhorn.org/

 

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