“Nach `lieben` ist `helfen' das schönste Zeitwort der Welt."

15.3.2017 Gahlen (geg). Der Vorsitzende des Heimatvereines Gahlen - Jürgen Höchst begrüßte anlässlich der Jahreshauptversammlung die 80 anwesenden Mitglieder`, im rappelvollen Saal des Cafe Holtkamp, mit einem Zitat von Bertha Suttner:“Nach  `lieben' ist helfen' das schönste Zeitwort der Welt."

Da die Aufgabe des Heimatvereines darin bestehe, mitzuhelfen, das Dorf lebens-und liebenswert zu erhalten, passe dieses Zitat sehr gut zu dem Gahlener Verein.
Auf ein ereignisreiches Jahr blickte der Heimatverein Gahlen an diesem Abend zurück Dabei handelte es sich um gesellschaftliche, aber auch um viele Arbeitseinsätze die das Dorf Gahlen. lebens- und liebenswert gestalten.
Tom Weber berichtete unter anderem auch von Graffiti Schmierereien auf Bänken die beseitigt wurden, von der Beleuchtung des Ehrenmales welche installiert wurde, vom Mühlenteichumfeld welches „in Schuss“ gehalten wird, von vielen Arbeiten am Museum „Olle Schuer“, das Mühlrad wurde abgedampft, Storchennester mit neuem Nistmaterial ausgestattet und die Steganlage am Mühlenteich erneuert. Fahrradtouren wurden durchgeführt und mit vielen Besucher bei den traditonellen Festen wie „Panhas am Schwenkmast“, dem Tennenfest oder dem Lippebräutag und beim Nikolausumzug die Geselligkeit mit den Bürgern gepflegt.


Ein dickes Lob erhielt der Verein von Bürgermeister Mike Rexforth der wisse, wie er sagte, dass die Mitglieder des Vereins einiges an Projekten übernehmen, die eigentlich die Gemeinde erledigen müsste. „Hier in Gahlen laufend die Uhren anders, offensichtlich ist es so, dass die Menschen je älter sie werden, umso aktiver würden, “ sagte er. Und: “Ich bin gern hier“Auch Rexforth blickte kurz auf das vergangene Jahr in dem unglaublich viel passiert sei. Er ließ seinen Ärger darüber durchblicken, dass das Projekt Radweg nach Kirchhellen immer noch nicht vom Tisch sei. „Es ist frustrierend, dass die Bürokratie die Realisierung bremst“. Rexforth wolle jetzt mal Rabatz schlagen, er habe einen „Brandbrief“ an Straßen NRW geschrieben und hoffe, dass Bewegung in die Angelegenheit komme. 
Der Bürgermeister warb auch um das Projekt Glasfaser, welches im Ort realisiert werden kann, wenn die Gahlener mitziehen. Der Plan sei auf Dauer ganz Gahlen zu versorgen. Das gelinge aber sicher nicht im ersten Schritt, bat er um Verständnis
Ausserdem werde derzeit daran gearbeitet weiteren Wohnraum für Familien zur Verfügung zu stellen. "Wir hoffen dass wir noch in diesem Jahr die ersten Planungen auf den Weg bringen können“, berichtete Rexforth aus dem Rathaus.


An diesem Abend nahm Jürgen Höchst auch Ehrungen für eine 25jährige Mitgleischaft vor, wobei nicht alle zu Ehrenden anwesend waren.
Die Silbernadeln erhielten: Ursula Große- Frintrup, Lore Höchst, Günter Sander, Irmtraud Lichtenberg- Schult, Renate Eschenröder, Helga Sander, Albon Walbrodt, Hans-Werner Winck, Elvira Grefer, Erhard Kleinsteinberg, Veronika Keller, Ewald Rutert, Johann Rademacher. Heinrich Endemann, Margret Hetkamp, Guste Heethey, Friedrich W. Benninghoven, Wilhelm Hemmert-Pottmann, Hilfe Benninghoven, Henriette Kleinespel, Heinz Marten, Eleonore Bauer, Willi Kölbl, Jürgen Höchst, Reiner Beckmann, Rolf Heckermann, Walter Nuyken, Horst Sgodda, Wilhelm Steinkamp.
Die goldene Ehrennadel für 50jährige Vereinstreue erhielt Waltraud Biedermann.
Ein bedeutender Schritt in der Geschichte des Vereines war an diesem Abend, auch den schon lange in der Schublade liegenden Wunsch aus dem Heimatverein einen Heimatverein eV zu machen. Damit verbunden war auch eine Satzungsänderung - die alte aus dem Jahr 1950 war schon zwar recht vorausschauend - wie Jürgen Höchst berichtete, aber doch ein wenig an gegebene Verhältnisse angepasst werden musste. Der Vorschlag des Vorstandes – die Änderungen wurden verlesen und zur Diskussion gestellt- wurde einstimmig befürwortet.


Auch in diesem Jahr ist einiges los im Vereinsleben. Viele Projekte stehen auf der Agenda. Das ist zum einen der Umzug der Stellmacherei in die „Olle Schuer“, die Beleuchtung der Kanalbrücke oder auch die Erneuerung des Teichwehres. Angedacht, aber noch nicht spruchreif ist auch ein Dorfgemeinschaftshaus für das Dorf Gahlen. Und die 700 Mitglieder (derzeit 674) voll zu bekommen, das ist ein weiteres Ziel für dieses Jahr. 
Die Kinder freuen sich derzeit über die Errichtung von zwei Toren auf dem Spielplatz am Niewerth. Diese hat Frank Mahnke gesponsert. Die Toren sollen am 1. April mit einem kleinen Fest eingeweiht werden.