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Die beste Medizin: Lachen!

Von Julian Schäpertöns
23.8.2017 Schermbeck. Herzhaftes Gelächter breitet sich an einem Nachmittag im evangelischen Gemeindezentrum an der Kempkesstege aus.

Knapp 20 Mitglieder des Netzwerk Schermbeck haben sich hier getroffen, um gemeinsam zu lachen – und das ganz ohne Grund. Es wird laut und lang gelacht. Fängt einer an, dann verbreitet sich das Lachen wie ein Virus im ganzen Raum – und steckt die anderen an.
Unter der Anleitung von Übungsleiterin Kerstin Andres kamen die Netzwerker zu einem Lachyoga-Seminar zusammen. „Denn Lachen ist bekanntlich die beste Medizin“,sagt Kerstin Andres, die vor mehr als zwei Jahren eine Fortbildung in Sachen Lachyoga gemacht hat und seitdem Menschen mit ihrem Lachen ansteckt.


Diese Form des Yogas ist eine Kombination aus Lach- und Atemübungen, die ihren Ursprung in Mumbai (Bombay) hat. Die Technik des Lachyoga hat ihren Ursprung in den Selbstversuchen des Wissenschaftsjournalisten Norman Cousins. Weltweit verbreitet wurde Lachyoga von Madan Kataria, einem praktischen Arzt und Yogalehrer aus Mumbai. Er verband Yogatechniken mit Lachübungen und entwickelte daraus eine Methode, die Menschen zum Lachen bringen soll. Inspiriert und unterstützt wird er von seiner Frau Madhuri. Kataria gründete 1995 den ersten Lachclub in Indien – 2010 gab es weltweit mehr als 6000 Clubs[2][3]. An jedem ersten Sonntag im Mai feiert die Lachyoga-Bewegung den Weltlachtag. Um 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit treffen sich Lachyoga-Freunde auf der ganzen Welt, um für eine Minute ein globales Gelächter für den Weltfrieden in den Himmel zu schicken. Lachyoga wird teilweise auch außerhalb von Lachclubs praktiziert – in Unternehmen, Fitness-Centern, Yoga-Studios, Zentren für Senioren, Schulen, Hochschulen, Universitäten, Kindergärten, Gefängnissen, Kliniken und Selbsthilfegruppen. (Quelle wikipedia)


Hätten Sie es geahnt? „Bis zu 400 Mal lachen Kinder am Tag“, erzählt Kerstin Andres den Teilnehmern zu Beginn. Auf die Frage, wie es bei den Erwachsenen ist, beginnen die anwesenden
Kursbesucher zu schätzen. „Auf jeden Fall weniger. Kinder sind unbedachter“, ist sich eine Frau sicher. Stimmt. Frauen lachen im Schnitt 30 Mal am Tag. Und die Männer? „Die haben nichts zu lachen“, scherzt ein männlicher Teilnehmer. In der Tat sind es durchschnittlich nur 15 Mal am Tag. Dabei bringt regelmäßiges Lachen zahlreiche positive Effekte mit sich.
So werden zum Beispiel die Muskeln entspannt, es werden Glückshormone ausgeschüttet und die Atmung wird angeregt.Aber auch der Blutdruck kann reguliert werden, die Verdauung angeregt und die Konzentration wird gefördert.
Doch bevor es mit dem Lachyoga losgehen kann, muss Kerstin Andres auch über die Risiken aufklären. Nach einer Bauch-OP, einem Bandscheibenvorfall und bei einer Harninkontinenz sollte man nicht aktiv mitmachen. „Und wenn man neue Zähne hat“, witzelt ein Teilnehmer. Dann kann es endlich losgehen. „Achtet auf den Blickkontakt. Jeder, der uns anlacht, ist mit seinem Lachen willkommen“, erklärt Kerstin Andres. „Und ganz wichtig: Viel trinken!“


Die Teilnehmer wuseln durch den Raum, suchen Augenkontakt und begrüßen sich gegenseitig. Nach 30 Sekunden ist die erste Übung vorbei und die Teilnehmer stellen sich wieder im Kreis auf und klatschen zusammen. Weiter wird in verschiedenen Szenarien in kindlicher Verspieltheit gemeinsam gelacht. Es werden zusammen Vokale gelacht, "Hihihi, hahaha" aber auch jeder für sich alleine - fünf Minuten am Stück. Ganz hemmungslos und ungeniert. Zwischendurch immer wiederAtemübungen und gemeinsames Klatschen.
Am Ende: eine gemeinsame Entspannungsübung. „Ich fühl mich total gelöst. Alle Muskeln wurden aktiviert und die gute Laune kam von ganz alleine“, schlussfolgert Teilnehmerin Karin Klosterköther nach dem Kurs. Auch die anderen Teilnehmer gehen gut gelaunt und befreit nach Hause. Übungsleiterin Kerstin Andres ist zufrieden: „Es braucht viel Überwindung mit fremden Menschen zusammen einfach ohne Grund loszulachen. Aber alle Teilnehmer haben super mitgemacht. Man muss es einfach ausprobieren.“

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