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Zumba-Tanzen um Raubtiere zu retten

14.9.2017 Schermbeck. Lukas Seland aus Schermebck hat ein Herz für große, wilde Katzen.Deswegen unterstützt er das Projekt „pantheraafrica“ in Südafrika.

 

Mehr als drei Monate half er als Volunteer – also freiwillig – bei einem südafrikanischen Projekt mit, das Löwen, Tiger, Panter und andere Raubtiere artgerecht hält, um es vor dem touristischen Abschießen zu retten.
„Bevor ich meine Ausbildung beim Finanzamt antrete, wollte ich unbedingt noch einmal etwas völlig anderes machen. So entschied ich mich nach langer Suche für das Projekt „pantheraafrica“ in der Nähe von Stanfort in Südafrika. Zunächst war ich drei Monate am Stück dort und nach einigen Wochen zuhause noch einmal vier Wochen. Und ich werde wieder hinfliegen!“, erzählt Lukas Seland. der beim Tanzclub-Grün-Weiß Schermbeck Workshops in Salsa, Merengue & Bachata gibt, mit großer Leidenschaft für das Projekt und für die Tiere.


Wenn er dann wieder hingfliegt möchte er Geld mitnehmen und hat sich dafür etwas einfallen lassen. Um möglichst viel Spenden zu sammeln, die für die Aufzucht und Pflege der Raubtiere bei panthera-africa benötigt werden, bietet der passionierte Tänzer am 28. Oktober von 16.30 bis 19.30 Uhr einen Zumba-Workshop an. Für (mindestens) fünf Euro Eintritt können interessierte Tänzerinnen und Tänzer sich dem Zumba "hingeben". In der Sporthalle der Gemeinschaftsgrundschule wird es bei Getränken und Snacks, auch jede Menge Informationen und Fotos zum Projekt geben. „Als Tanztrainer und Zumbalehrer habe ich die Möglichkeit, diesen Workshop anzubieten und hoffe, dass viele Leute mitmachen und so den „big cats“ helfen.“


Wichtig war ihm, einen Park zu finden, der keinen „Abschieß-Tourismus“ fördert. Die sogenannten „Breed fort he bullet“-Tiere (für die Kugel gezüchtet) leben oft in großen Gruppen und werden den Touristen, die entsprechend zahlen, zum Abschuss vorgelegt. „Das hat noch nicht einmal etwas mit Jagen zu tun, denn die Tiere sind ja Menschen gewöhnt“, empört sich Lukas Seland. In lediglich sieben so genannten Sanctuarys in ganz Südafrika wird nach anderen Kriterien gearbeitet. So ist auch das Kuscheln mit Jungtieren bei "panthera-africa" nicht vorgesehen. „Das ist nur ein Marketing-Instrument der Farmen, um möglichst viele Touristen zu erreichen. Für die Tiere ist es Stress pur“, so der erfahren Volunteer. Dazu kommt, dass kein Tier verkauft wird und keine Interaktion mit den Tieren stattfindet. „Wir haben auch Gäste, die gegen Eintritt durch unsere Anlagen spazieren, um die Tiere zu sehen. Aber wenn keines aus den Sträuchern oder Höhlen hervorkommt, dann ist das eben so.“


Lukas Seland möchte die Zeit bei den wilden Tieren nicht missen: „Es hat mir so viel gegeben, die Tiere sind zutraulich, aber dennoch wild. Auch wenn sie natürlich nicht in der freien Wildbahn leben. Die Menschen auf der Station sind sehr freundlich und die Arbeit hat von früh bis spät Spaß gemacht. Das ist einfach unbeschreiblich. Als ich zum zweiten Mal dorthin kam, hat mich der kleine weiße Löwe erkannt, das konnten wir an seinem Verhalten spüren – das war unglaublich schön.“ Der 24jährige könnte wohl noch Stunden erzählen, so viel gibt es zu berichten über das Leben mit den Raubkatzen, die nur eingezäunt eine Chance aufs Überleben haben. Zu viele Menschen gibt es, die ihnen nach dem Leben trachten ...

 

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