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Gedenken an die Reichsprogromnacht

12.11.2017 Schermbeck (geg). Das Gedenken an die Reichsprogromnacht ist in jedem Jahr ein wichtiges Thema in der Gesamtschule Schermbeck.

Auch in diesem Jahr haben die beiden Geschichtsleistungskurse der Q2 mit 42 Schülern, sich mit dem Thema auseinandergesetzt und Inhalte für die Gedenkfeier zusammen getragen. Die jüdische Gemeinde sei auch ein Teil der Gemeinde Schermbeck, es gebe sie nur nicht mehr. „Es ist wichtig, das den Schülern präsent zu machen“, so die Organisatorin Anna Zerhusen. „Wir hatten noch nie so umfangreiche Referate“ freute sie sich über das Engagement der Schüler.


Michael Rubinstein Geschäftsführer des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden stellte erfreut fest: "Das hier ist mehr als ein Gedenken. Das ist eine aktive Auseinandersetzung mit den Ereignissen des Jahres 1938".
Deutliche Worte sprach Schulleiter Norbert Hohmann zur Begrüßung. Unter anderem: “Menschen mit rassisstischem Gedankengut sitzen in unseren Parlamenten. Wir aber sind eine Schule gegen Rassismus und trauen uns, etwas dagegen zu sagen“.
Der stellvertretende Bürgermeister Engelbert Bikowski drückte seine Freude über das Engagement der Schüler aus, denn ihn überfiele angesichts der Geschehnisse in der Welt das kalte Grausen.


Michael Rubinstein berichtete, dass in der BRD noch 100.000 Juden lebten, 16.200 Menschen in NRW. Er sorge sich über eine Entwicklung: “Wir reden über- aber nicht miteinander, das ist mit ein Grund, dass der Frieden in der Welt bröckelt.“ Rubinstein betonte, das ein Gedenken nicht genug sei. Er freue sich darüber das an dieser Schule durch die Auseinandersetzung mit dem Thema, dem Grauen und der Entmenschlichung ein Gesicht gegeben werde.


Rubinstein sei überzeugt, wie er betonte, dass die BRD die Kraft habe, die derzeitigen Probleme zu überstehen. Denn, so sein Appell besonders an die Schüler/innen : “Wir dürfen frei denken, das war früher anders“. Und: “Ihr habt die Chance zu erkennen, was Ihr als aktive Gesellschaft gegen Ausgrenzung und Unterdrückung unternehmen könnt.“

 


Die Schüler der Leistungskurse haben in akribischer Kleinarbeit das Leben der jüdischen Menschen in Schermbeck und deren Verfolgung zusammen getragen. Auch das Schicksal der ausgewanderten Marga Randall war Thema der Vorträge von Janis Ihnen, Till David-Spickermann, Finn Jungenkrüger, Nathalie Baumeister, Jona David-Spickermann, Julian Mülders, Lena Beemelmanns, die das schreckliche Schicksal der jüdischen Menschen in Schermbeck für kurze Zeit in die Aula der Gesamtschule holen.

 


Marlis Fengels las das Kapitel der Progromnacht aus ihrem Buch „Die Schönenbecker“. Obwohl ein Roman, kamen die Geschehnisse des Romans dem tatsächlichen Geschehen in Schermbeck doch ganz nah.
Im Anschluss an die Gedenkstunde gingen die Beteiligten zum jüdischen Friedhof, um dort Steine abzulegen und Kerzen zu entzünden. Üebr die Geschichte des jüdischen Friedhofs berichteten Hannah Wegner, Alicia Theis und Joline Rosendahl.

 

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