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Die Firma Nottenkämper geht an die Öffentlichkeit

17.11.2017 Gahlen (geg). Im Zeitraum 2010 bis 2013 sind laut Anklage der Staatsanwaltschaft am Landgericht Bochum, mindestens 30.000 t mit Ölpellets angereicherter Abfall auf der Deponie Mühlenberg Süd der Firma Nottenkämper, illegal entsorgt worden.

Zum ersten Mal traten die Geschäftsführer Pia Nottenkämper und Thomas Eckerth an die Öffentlichkeit-schilderten den Sachverhalt, wie sie ihn erleb(t)en.
Die wichtigste Nachricht vorweg: Laut Gutachten geht von dem versenkten Abfall für die Umwelt keine Gefahr aus.
Warum sie so lange geschwiegen haben: “Wir sind Zeugen und durften im laufenden Verfahren nichts sagen“, erklärte Pia Nottenkämper. Der Inhalt des Pressetermins und des Nachbarschaftsdialogs am Donnerstag, sei im Vorfeld mit dem Staatsanwalt und dem Richter verhandelt worden.
Ein Vorwurf ging aus dem Haus Nottenkämper an die lokalen Politiker. „Wir haben das eine oder andere vertrauliche Gespräch geführt, doch von den Schermbecker Politkern hat nicht einer bei uns angefragt“, so Thomas Eckerth. Auch wären durch Medien teilweise falsche Informationen veröffentlicht worden.
Dass es trotz der durchgeführten Kontrollen gelungen sei, der Deponie diesen Giftmüll unterzuschieben, können die Betreiber immer noch nicht fassen. Denn das angelieferte Material müsse deklariert sein, es würden Sicht -und auch engmaschige Bodenkontrollen, durch die Firma Nottenkämper und auch von Kontrollbehörden durchgeführt. „Hier war eine Menge an krimineller Energie im Spiel, das kann nur einem gelingen der unser System ganz genau kennt, das war eine Räuberpistole hoch 10,“ berichtete der technische Leiter und Geschäftsführer Thomas Eckerth.


„Wir waren fassungslos und wie vom Donner gerührt. als die Staatsanwaltschaft mit ihrem Aufgebot an bewaffneter Polizei bei uns auf dem Hof stand“, so Pia Nottenkämper. Aber von Anfang an hätten sie eng mit dem Staatsanwalt zusammengearbeitet, um die Sache aufzuklären. Mehrere Tage wären die Beamten vor Ort gewesen, hätten sich jeden Arbeitsschritt aus eigener Perspektive angesehen, jeden Arbeiter mehr als eine Stunde verhört.
Der beschuldigte Ingo L. sei ein Abfallmakler, habe von der Firma Nottenkämper ein Gehalt bezogen und Prokura gehabt. Im Prozess gibt es drei weitere Mitangeklagte, darunter einer auch aus Schermbeck.
Für die restlose Aufklärung sei es natürlich nicht von Vorteil, dass sich der Beschuldigte, nachdem der Richter dem Hauptangeklagten das zu erwartende Strafmaß von vier Jahren plus der Summe X mitgeteilt habe, abgetaucht sei.
Den Standort der Mülldeponie bezeichnet Thomas Eckerth aufgrund der Bodenbeschaffenheit als eines der sichersten Deponiestandorte im Bundesgebiet.


Die kleinen Ölpellets- Eckerth verglich sie mit den Lakritz Katzenpfötchen-  wie sie auf dem Foto links dokumentiert sind, haben die Suchenden nicht gefunden. Wohl aber kartoffelgroße Klumpen aus Siebsand, Aktivkohlefilter und andere mineralische Abfälle, unter denen die Pellets gemischt waren.
Der von der Firma Nottenkämper bezahlte, aber von den Aufsichtsbehörden wie Bundes- und Landesumweltministerium, der Bezirksregierung Düsseldorf und dem Kreis Wesel beauftragte Gutachter Ulrich Lieser, kam nach umfangreichen Untersuchungen zu dem Schluss, dass das Material im Mühlenberg Süd keine Gefahr für die Umwelt sei. Liesen empfahl den betroffenen Teil der Deponie schnellstmöglich zu verschließen und die regelmäßige Abfuhr des Sickerwassers, was nach Auskunft der Deponiebetreiber seit Jahrzehnten täglich geschieht. In diesem Sickerwasser des Mühlenbergs war in den belastenden Stoffen lediglich der Anteil der genehmigten Abfälle zu finden. Auch gebe es keine Ausgasungen und eine Selbstentzündung hält Lieser für ausgeschlossen. Er empfiehlt allerdings das Grundwassermonotoring auszuweiten und das Sickerwasser weiterhin zu beproben.

 

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