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Mehr als 20 Stunden am Einsatzort

24.11.2018 Erle (geg). Als am Mittwochabend der Brandmelder um 23.47 Uhr die Einsatzkräfte der Raesfelder Feuerwehr alarmierte, hatten diese bereits einen arbeitsreichen Tag hinter sich.

Zumindest die, die nicht im Schichtdienst arbeiten. Also ging es nicht in die warmen Federn, sondern geschwind zum Gerätehaus und rein in die Einsatzklamotten. Beide Löschzüge fuhren mit 46 Mann zur Brandstelle. Als sie das Ausmaß des Scheunenbrandes sahen, wurde direkt der Löschzug Rhade nachalarmiert.
„Das Organisieren geht recht fix und dauert wenige Minuten“, so der Leiter der Feuerwehr, Andre' Szczesny. „Wir sind ein eingespieltes Team – die meisten verfügen über jahrelange Erfahrung“ ergänzt Klaus Witzisk. Ein Einsatzwagen wurde mit Hilfsmittel für einen Unfall zur Seite gestellt. „Im Falle eines weiteren Einsatzes wäre dieser dann besetzt und zur nächsten Einsatzstelle geschickt worden.“ Die Sicherheit des Ortes wurde auch in diesem Fall für keinen Moment aus den Augen gelassen.
Klaus Witzisk hat einen eigenen Betrieb und musste die Abfläufe des nächsten Tages kurzerhand umstellen als klar war, dass der Einsatz auch in den nächsten Tag hinein nötig war. So erging es auch Andreas Pass von Pass Möbelbau, oder Werner Nagel von Gartenbau Nagel. Die Hilfeleistung steht also offensichtlich nach Möglichkeit hinter den Belangen des eigenen Betriebes an.
Aber zurück zum nächtlichen Einsatz. Der THW wurde zur Hilfe gerufen „Der ist technisch besser ausgerüstet“, berichtet Andre'Szczesny. In diesem Fall half der Hilfsdienst mit einer Lichtanlage aus, so dass es dort am Alten Postweg taghell war. Ausserdem wurde der Schlauchwagen der Feuerwehr Borken angefordert, denn die nächste Löschwasserversorgung war 3km entfernt. Zunächst wurde auf drei Tankwagen zurückgegriffen.
Das Organisieren des Einsatzortes geht sehr schnell, das ständige Trainieren von Abläufen zahlt sich da aus, berichten die Feuerwehrmänner. Atemschutz war an der Brandstelle gefordert, so dass die Feuerwehrleute zu ihrem eigenen Gewicht noch 30kg Einsatzkleidung zusätzlich zu tragen hatten. In der Nacht als die meisten Menschen schliefen.


Glücklicherweise, so berichteten v.l. Andre Szczesny und Jörg Wachtmeister, die beiden stellvertrenden Leiter der Raesfelder Feuerwehr, haben sie einen Caterer im Löschzug, der neben der Versorgung der Einsatzstelle bei länger andauernden Einsätzen auch die Versorgung der Kameraden im Blick hat. Hunger und Durst konnten also beliebig gestiltt werden. Andre' Szczesny berichtet, dass aber auch die Hilfsbereitschaft der örtlichen Bäckereien im Ort groß sei. Wenn die Feurwehr  während eines Einsatzes anruft und nach belegten Brötchen rufe, bekämen sie diese auch. Mit allem was dazu gehört.
Einige der Einsatzkräfte informierten gestern Morgen ihren Arbeitgeber und baten um einen freien Tag, um die Löscharbeiten an der Scheune fortsetzen zu können. Jörg Wachtmeister und Andre' Szczesny berichten, dass es grundsätzlich kein Problem sei, die Leute für einen Einsatz arbeitsfrei zu bekommen. Nicht ganz so viel Verständnis gebe es aber hier und da bei sogenannten  Brandmeldereinsätzen. Oft sei es so, dass sich die Kräfte in Bewegung setzen, unterwegs aber bereits Entwarnung erhielten. Das käme bei so manchem Arbeitgeber nicht so gut an. Aber: “Wir wissen das meist erst, wenn wir schon unterwegs sind, für uns heißt das, dass es einen Brand gibt, also fahren wir raus“, so Szczesny.
Am frühen Donnerstagabend konnten die Leute dann von der Brandstelle Alter Postweg abrücken. Dann mussten die Fahrzeuge noch gereinigt und für nachfolgende  Einsätze startklar gemacht werden.  Die meisten fielen nach 20 Stunden anstrengender Arbeit, nach der Dusche völlig fertig ins Bett. Aber als heute Morgen der Brandmelder um 7.32 Uhr ging, waren alle wieder an Bord, die einen ein bisschen mehr -die anderen etwas weniger blass - aber alle voll motiviert. Die Brandstelle an der Scheune der Reithalle Gröninger hatte sich an einer Stelle noch einmal entzündet.
Andre` Szczesny sagt:
Großes Lob und Anerkennung an die Einsatzkräfte nach dem langatmigen Einsatz. Professionelles Zusammenarbeiten der einzelnen Einheiten. Perfektes Durchhaltevermögen der Feuerwehrleute bei dem kräftezehrenden Einsatz.
Morgen früh muss die Feuerwehr ein letztes Mal zur der Einsatzstelle um die restlichen noch an der EST verbliebenen Schläuche aufzunehmen die für Nachlöscharbeiten dort geblieben sind. Somit hat dieser Großbrand insgesamt 23 Stunden Einsatzeit "verschlungen". Danke auch an die Arbeitgeber der Einsatzkräfte, die ihre Mitarbeiter dafür immer wieder freistellen, um für die Bürger der Gemeinde Raesfeld stets zur Stelle sein zu können.

Die Polizei geht übrigens von einer Brandstiftung aus. Geschätzter Sachschaden 90.000 Euro
Wie gut, dass es die ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr und der weiteren Hilfsdienste gibt, die ihre (Frei)Zeit opfern, damit wir sicher schlafen können.

 

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