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Polizei bietet Pedelec Beratung ohne Voranmeldung an

29.12.2017 Wesel (ots) - Viele haben eins zu Weihnachten bekommen. Viele werden sich nach den Feiertagen eins kaufen: Ein Pedelec oder E-Bike. Mittlerweile haben diese Räder Kultstatus.

Doch die Kreispolizeibehörde Wesel sieht diesem Trend mit Besorgnis entgegen, da die Zahl der Unfälle gestiegen ist.
Daher führt die Verkehrsunfallprävention in der Zeit vom 3. bis zum 5. Januar 2018, jeweils von 09.00 - 16.00 Uhr, eine Beratung rund ums Pedelec und E-Bike durch.
Hier erhalten Sie wertvolle Tipps zum sicheren Umgang mit dem Pedelec und können sich über die Neuerungen für Radfahrer im Straßenverkehrsrecht informieren. Dabei haben die Teilnehmer auch die Möglichkeit, auf einem Pedelec-Simulator zu trainieren.
Die Beratung richtet sich insbesondere an Menschen, die sich zukünftig ein Pedelec zulegen wollen. Doch auch erfahrene Pedelec-Fahrer haben die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Geschicklichkeit zu verbessern.
Eine Beratung zu jeder vollen Stunde ohne Voranmeldung kann bei der Verkehrsunfallprävention der Kreispolizeibehörde Wesel, 46483 Wesel, Schillstraße 46, kostenlos in Anspruch genommen werden.
Für Rückfragen ist die Verkehrsunfallprävention unter der Telefonnummer 0281 107-3222 zu erreichen.

Die Augsburger Allgemeine hat die amtlichen Zahlen für 2016 veröffentlicht.
Die Polizei registrierte deutschlandweit 3901 Pedelec-Unfälle «mit Personenschaden», 62 Menschen starben. Im Mittel forderte somit gut jeder 62. solche Pedelec-Unfall ein Todesopfer. Keiner war jünger als 45, 57 waren 65 und älter.

Fahrradunfälle gingen dagegen seltener tödlich aus. Im Schnitt starb bei jedem 234. Radunfall mit Personenschaden ein Mensch - 331 Tote bei einer Gesamtzahl von 77 373 solchen Unfällen. «Wir haben für drei volle Jahre von 2014 bis 2016 inzwischen genaue Unfallzahlen», sagt Allianz-Unfallforscher Kubitzki. «Und da wird statistisch deutlich, dass im Vergleich zum herkömmlichen Rad die Pedelecs auffällig sind.»

Das bedeutet nicht unbedingt, dass solche Elektroräder generell unfallträchtiger wären als Fahrräder. Aber wenn es zu einem Unfall kommt, sind die Folgen häufiger schwer. «Das Pedelec bringt ein höheres Verletzungsrisiko mit sich als das Fahrrad», sagt Stephanie Krone, Sprecherin des Fahrradclubs ADFC. «Das liegt an der größeren Verletzungsanfälligkeit seiner meist älteren Nutzer und nicht daran, dass sie mehr Unfälle haben.»

Die erhöhte Gefahr sei nicht allein dadurch zu erklären, dass hauptsächlich Senioren auf Pedelecs steigen, argumentiert dagegen Allianz-Unfallforscher Kubitzki. «Pedelecs erreichen eine höhere Geschwindigkeit und weisen fahrdynamische Besonderheiten auf, zum Beispiel beim Anfahren und Abbremsen, die sich von einem herkömmlichen Fahrrad unterscheiden.»

ADFC-Fahrsicherheitstrainer Peter Beckmann meint, dass Pedelecs häufig von älteren Menschen gekauft würden, die sehr lange nicht Fahrrad gefahren seien. Fahrsicherheitstrainings speziell für Senioren sind nicht sonderlich populär. «Wir haben letztes Jahr gemeinsam mit dem Sozialverband VdK 22 Fahrsicherheitstrainings angeboten, aber davon konnten wir nur eines durchführen», berichtet Beckmann. Für die übrigen Veranstaltungen meldeten sich nicht genügend Interessenten.

Unfallforscher Kubitzki appelliert trotzdem: «Das sollte man sorgfältig üben, die Verkehrswachten oder auch die Polizei bieten Sicherheitstrainings an. Und es sollte ein Radhelm aufgesetzt werden.»
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Pedelec-Fahrer leben gefährlich - vor allem ältere - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Pedelec-Fahrer-leben-gefaehrlich-vor-allem-aeltere-id42149491.html

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