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"Mann, Mann, Mann, dieser Ort ist ein Irrenhaus"

5.3.2018 Schermbeck. Die Aula der Gesamtschule wurde an zwei Abenden zu einer Station einer „Geschlossenen Anstalt“. Unter der Regie von Anna Zerhusen und Safiye Aydin präsentierte die Theater AG der Q2 "Einer flog über das Kuckucksnest“


Ken Kesey (1935-2001) veröffentlichte 1962 den Roman „Einer flog über das Kuckucksnest“, der in der Verfilmung mit Jack Nicholson (1975) weltberühmt wurde: Randal Patric McMurphy, ein Kleinkrimineller, schafft es dem Arbeitslager zu entgehen und sich als Psychopath auszugeben. Er wird in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen und ist geschockt von den Zuständen dort, besonders von den Patienten, deren Willen gebrochen scheint. Schnell wird er zum tonangebenden Gruppenmitglied, das den Klinikalltag unter der willkürlichen Herrschaft von Oberschwester Ratched kräftig aufmischt.


Aus vier vorgeschlagenen Theaterstücken, wie zum Beispiel die moderne Fassung von Goethes Faust oder Kafkas Verwandlung wählte die Q2 bereits vor den Ferien, dieses Thema. Das eigentlich bedrückende Theaterstück über Macht und Rebellion war allen unbekannt. „Die intensive Auseinandersetzung und die Darstellung des Themas hat uns als Gruppe zusammenwachsen lassen“, erzählte Johanna Berning. Tom Schwerthöfer ergänzt ganz begeistert über diese Herausforderung das Stück mit Tiefgang auch „leichtfüßig“ aufzuführen: “ Wir konnten Charaktere darstellen die mit unserem eigenen gar nichts zu tun haben“.


Die Inszenierung auf der Bühne zeigte sich fesselnd, erschütternd und erheiternd zugleich. Die Schauspieler selbst, die nebenbei auch noch abiwirksame Klausuren schrieben,  faszinierten mit ihrer Präsenz und ihrer enormen darstellerischen Leistung, sie zeigten dass sie auch über sich hinauswachsen können.
Am Ende standen (natürlich) „standing ovations“ für die Truppe auf, vor und hinter der Bühne, die von den „Ärztinnen“ Dr. Anna Zurhausen und Dr Safiye Aydin“ in der psychiatrischen Klinik der Gesamtschule Schermbeck therapiert wurden. „Am Anfang stand die Auswahl der Bewohner und des Pflegepersonals der Klinik“, berichteten sie. 16 Doppelstunden waren für die Therapie vorgesehen, recht schnell sei aber deutlich geworden, dass das nicht ausreiche. Die Bewohner der Klinik mussten auch Weihnachtsferien opfern und hier und da Verabredungen mit Freunden absagen“.  Nicht nur die Zeit habe sich als Problem herausgestellt, sondern auch spontane Umbesetzungen wegen Krankheit kurz vor der Aufführung brachten die Patienten und Therapeuten zum Schwitzen. Die Generalprobe habe am Donnerstag 15 Stunden bis nach 24 Uhr gedauert. „Aber es hat sich gelohnt“, freuten sich die Ärztinnen.


Die Frage nach dem Oberirren der Aufführung, die am Anfang des Stückes stand beantwortete Mc Murphy Darsteller Til Drescher zum Schluss. „Die Oberirren sind sie liebe Frau Zerhusen und liebe Frau Aydin, weil sie sich darauf eingelassen haben, mit uns dieses Theaterstück zu erarbeiten“.

Die Fotos:
https://schermbeck-grenzenlos.de/index.php/fotos/einer-flog-uebers-kuckucksnest-fotos-gaby-eggert

 

 

 

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