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Mein Präsident

Hömma, Guste! Watt is eintlich dein Präsident? - Mainze den vonne Borussia oder den von Schalke? - Ne. Ich mein den von uns allen. Datt is doch den Steinmeier, der seine Frau die Niere gegeben hat, ruft Guste ausse Küche. Wieso tusse datt fragen?


Na ja, sach ich. Gündogan un Özill wissen datt nich so genau. Die hamm sich mit den Erdowahn getroffen, disen Autokraten. Wieso Autokran, fragt Guste mittn Staubsauger inne Hand. - Ne, sach ich, „Autokraht“. Datt is so ein inne Politick, der alles machen kann watta will. Zum Ballspiel: Zeitungen platt machen, Gegner in datt Gefängnis werfen lassen und Schornalisten, die ihn nich huldigen tun. Er kann inn Ausland Wahlkampf machen un unsere Äinschi als Nazi beschimpfen. All datt kann der machen. - Du mainz, datt ist son kleiner Hitler? - Na ja, nich ganz. Der Erdowahn hat ja schließlich keine Juden vergast. Dattse die Armenier, also fast datt ganze Volk durch n Hungermarsch inn Tod getrieben ham, datt hat ja nich der Erdowahn gemacht, sondern datt war lange vor ihn. Deswegen stimmt datt auch nich, meint der Autokraht vonn Bosporus. Boh glaubse! Bei den krisse echt einn anne Pimpanellen, wie mein Omma gesacht hätte. - Un watt hat datt gezz mit unsern Özill zu tun und Gündogan? - Na ja, sach ich, hasse datt nich mitgekricht, datt die sich mit den Erdowahn getroffen ham und den ein Trickoh geschenkt mit die Aufschrift „Für mein lieben Präsident“? Ich dachte, die Äinschi, die ma mit die Jungs inne Kabine war, wo die alle halbnackich warn, wär die liebe Kanzlerin von die. - Na ja, datt auch. Abba die meinn, Erdowahn wär doch auch ihr Präsident.
Du kenns doch den Willi von Gelsenkirchen-Erle, fraacht mich Guste. - Klar, sach ich. Der spielt doch gezz bei die Borussen aussem östlichen Ruhrgebiet. Stell dich ma vor, sacht Guste, der würd gezz den Tönnies als „mein lieber Präsident“ bezeichnen. Ich glaub, der krichte ganz schön watt zu hörn vonne Fänns ausse Dormunda Südtribühne. - Datt kann gar nich passiern, sach ich. Der krichte von sein Berater, watt sein Vatta is, ganz schön watt hinta die Löffel. - Abba die ham doch auch Berater, die beiden Jungs vonne Nationalmannschaft. Die kriegn im Unterschied von den Willi sein Papa dafür noch ordentliche Millionen. Vielleicht is da ja auch datt Problem. Die ham bestimmt den Jungs gesacht: Geh da ma hin zu den Erdowahn, datt macht sich gut. Da kriegn wir ordentlich Kohle. Un da ham die gar nich drüber nachgedacht, datt datt nich geht, son Kerl inn Wahlkampf zu unterstützen. Sie meinn, datt sie kein Wahlkampf für den machen tun, weil sie ja kein Wahlkamp machen wolln. Sie kämpfen ja nur aufn Platz un für ihre Kohle.
Un in Übrigen stehn sie ja auch für die Werte von DFB. - Un watt is datt? - Na ja, sich nich in Politick einmischen un in Kattah Fußball spieln, abba nich kucken, datt da für die WM beim Bau Menschen versklavt werden un so watt allet. Abba datt is bei die Regierung mit den Außenhandel ja nich viel anders. Datt geht nach dem Motto: „Der Rubel rollt, wenn der Saudi Panzer holt.“ Immerhin machen die Jungs von Jogi auch son Werbeschpott von wegen: Wir sind für alle Hautfarben un für Integrazijohn. Der Jogi is ja als Bundestrainer nach dem Bundespräsident un der Bundeskanzlerin der 3. Mann im Staat, meinen manche.
Ich mein, meint Guste ausse Küche, wenn die Fänns im Stadion Flagge zeigen tun in schwarz-gelb oder königsblau, dann sollten datt die Jungs vonne Nazionaalmannschaft datt auch. Bin ma geschpannt, ob der Özill irgendwann ma unserer Nationalhümmne die Ehre erweisen tut und se mitsingt mit „Einigkeit un Recht un Freiheit.“ Wenn son Autokrahn von Bosporus schon Höflichkeit vadient, dann doch ganz bestimmt unsere demokratischen Werte. Auf die kannze echt stolz sein un nich nur auf die eigenen Tore, die du schießen tus. Abba gezz muss ich malochen. Also bis neulich. Un „Glück auf!“
Klaus Knebel (Honermann)

 

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