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Spuck’s aus“ –  Gesamtschule Schermbeck sammelte positive Botschaften

7.6.2018 Schermbeck. Jährlich zum Weltnichtrauchertag lädt die NRW-Landesinitiative „Leben ohne Qualm“ zu einer Gemeinschaftsaktion für das Nichtrauchen ein. Die Gesamtschule Schermbeck und die Drogenberatungsstelle Wesel unterstützten die Aktion: Am 30.05.2018 trafen sich in der großen Pause auf dem Schulhof Schüler/innen der Klassen 6, aber auch 5,7 und 8, um an der Aktion „Spuck’s aus!“ teilzunehmen: In ca. 1 Meter langen Riesenzigaretten wurden Sprüche und Botschaften zu den Vorteilen des Nichtrauchens von Schülern der Oberstufe eingesammelt, die die Schüler/innen vorher auf da-für vorgesehene Kärtchen geschrieben haben. Für die noch auszuwählenden besten Sprüche gibt es kleine Gewinne.

Seit 1987 wird der Weltnichtrauchertag von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) genutzt, um weltweit auf die Gefahren des Rauchens und die Machenschaften der Tabakindustrie aufmerksam zu machen.


Der diesjährige Weltnichtrauchertag widmet sich dem Thema „Tabakkonsum und Herzerkrankun-gen“. Tabakkonsum ist in Deutschland für etwa 35.000 Herz-Kreislauf-Todesfälle jährlich verant-wortlich. Das ist mehr als das Zehnfache der Verkehrstoten im Jahr 2015.
Darüber hinaus nehmen die Deutsche Krebshilfe und das Aktionsbündnis Nichtrauchen e. V. mit dem Slogan „Pass auf, an wen Du Dein Herz verlierst“ Bezug auf die Gefahr, von Zigaretten und anderen Rauchprodukten abhängig zu werden und nicht mehr davon loszukommen.
Insbesondere bei Jugendlichen ist die Förderung einer kritischen Haltung gegenüber Tabak- und anderen Rauchprodukten unverzichtbar.
Kollegium und Schüler/innen-Schaft der Gesamtschule Schermbeck wollen durch regelmäßige Projekte und Aktionen ebenfalls den Trend und die positive Haltung zu Nichtrauchen stärken. So ist für das kommende Schuljahr der Aufbau des Klarsicht-Parcours der BZgA geplant und natürlich wieder die Teilnahme möglichst vieler Klassen am Wettbewerb „Be smart- don`t start“ und den Mitmach-Aktionen der Landesinitiative „Leben ohne Qualm“



Zur Sache:
Die Zahl der rauchenden Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren sank seit 2001 (27,5%) um mehr als zwei Drittel und erreichte 2016 einen Tiefststand (7,4%). Auch bei den 18- bis 25-Jährigen ist die Zahl der Rauchenden mit 26,1% im Jahr 2016 deutlich niedriger als in der Vergangenheit: 2008 rauchten von ihnen noch 43,1%.*
Der Tabakindustrie ist jedoch weiterhin daran gelegen, durch Werbung, gezieltes Marketing und die Einführung neuer Produkte junge Raucher/innen zu gewinnen. Entwickelt wurden z.B. die nur scheinbar „gesünderen“ elektronischen Produkte wie E-Zigaretten und E-Shishas/Wasserpfeifen.** Die Suchtvorbeugung warnt, da die Produkte geeignet sind, Jugendlichen den Einstieg auch ins Tabakrauchen zu erleichtern.
Etwa drei von zehn Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren haben schon einmal Wasserpfeife geraucht (27,3 %). Etwa jeder achte Jugendliche hat schon einmal eine E-Zigarette (12,1 %) und etwa jeder siebte Jugendliche eine E-Shisha (13,5 %) ausprobiert. Haupt- und Realschüler/innen greifen verhältnismäßig häufiger zu E-Zigaretten und E-Shisha als Schüler/innen anderer Schulformen. Das Flair des Wasserpfeife-Rauchens hat sich besonders in Jugendkulturen mit Migrationshintergrund Türkei/Asien etabliert.***


Um insbesondere Kinder und Jugendliche zu schützen und darin zu stärken, den Werbeversprechungen und den Verführungen im Freundeskreis zu widerstehen, setzen Politik und Gesundheitsförderung weiterhin auf ein bisher recht wirksames Bündel aus verschiedensten Präventionsmaßnahmen. Hierzu gehören gesetzgeberische Maßnahmen wie Nichtraucher- und Jugendschutz, Steuererhöhungen und Werbeverbote ebenso wie schulische Kampagnen, Projekte und Ausstiegshilfen.
So trat z.B. im Zuge der Umsetzung der EU-Tabakproduktrichtlinie am 01. April 2016 eine Änderung des Jugendschutzgesetzes in Kraft. Tabakfreie Shishas, E-Produkte und die dazugehörigen Behältnisse wurden ins Gesetz (§10) aufgenommen. Für sämtliche Rauchprodukte gilt seitdem: Kein Verkauf an Jugendliche unter 18 Jahre. Auch der Konsum ist erst ab 18 Jahre erlaubt. Schulen und Jugendeinrichtungen handeln seitdem mit mehr Rechtssicherheit.
Außerdem klären seit Mai 2016 Bilder auf den Zigarettenschachteln die Rauchenden unsanft auf.

 

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