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„Lasst uns zieh‘n zu den Quellen des Lebens“  

29.6.2018 Schermbeck. "Wer ins kalte Wasser springt, taucht in ein Meer voller Möglichkeiten" Diesen Ausspruch haben die Abiturientinnen und Abiturienten für ihre Abschlussgottesdienst gewählt.

Es ist ihnen zu wünschen, dass sie sich dieses auf ihrem weiteren Lebensweg immer wieder deutlich machen.
Längst reicht die Treppe zur Ludgeruskirche an der Erler Straße für das Gruppenfoto nicht mehr aus. Es werden in jedem Jahr mehr junge Damen und Herren die ihren Abschluss an der Gesamtschule Schermbeck absolvieren. In diesem Jahr sind es 100 Schüler die nun ihre "Reifeprüfung" in der Tasche haben.

 


Die Festrede des Schulleiters Norbert Hohmann

Abiturfeier 2018 - Abillennium 199X – Die 90er gehen, die 00er bleiben

 Heute ist es endlich so weit! 13 Jahre Schule haben ihren wohlverdienten Abschluss gefunden! Das Abitur, der höchste Schulabschluss in Deutschland, haben 100 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Schermbeck geschafft.

Dazu möchte ich Ihnen, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, im Namen der gesamten Schulgemeinde ganz herzlich gratulieren.

Die 100 ist eine bemerkenswerte Zahl für uns. Vor genau 10 Jahren habe ich mich – da konnten wir noch bei Schult in Östrich feiern – über die erstmalig 50 Absolventen gefreut. Und heute sind es erstmalig 100.

Das diesjährige Abitur war, neben dem immer üblichen Nervenkitzel für alle Beteiligten, besonders aufregend: Die Klausuren in Mathematik stellten in diesem Jahr eine besondere Herausforderung dar und führten zu zahlreichen Prüfungen im 1. bis 3. Abiturfach. Ich bin stolz, dass un-sere Schülerinnen und Schüler diese mit Umsicht und Zielstrebigkeit gemeistert haben und Ihre Ergebnisse sich wirklich sehen lassen können: Der Abiturdurchschnitt beträgt bemerkenswerte 2,55, wobei wir auch in diesem Jahr herausragende Einzelleistungen testieren können. Wem Sie dazu gratulieren dürfen, eröffnen wir Ihnen im Laufe des Abends.

Sie, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, sind vor 9 oder 3 Jahren auf unsere Schule gekommen; voller Neugier auf das Unbekannte (unsere Schule), voller Erwartungen. Und nun, nach Befriedigung der Neugier, in dem Glauben, alles Notwendige gelernt zu haben, verlassen Sie uns. Sie gehen mit einem Motto, das wohldurchdacht, historisch und philo-sophisch fundiert ist und den Nachweis Ihrer erworbenen Reife doku-mentiert: „Abillennium 199X – Die 90er gehen, die 00er bleiben.“

Abillennium 199X– Das Abitur einer Generation, die noch aus dem letz-ten Jahrtausend stammt. Aber unsere Abiturientia ist natürlich nicht von gestern, sondern innovativ, geistreich und kreativ.

An einige besondere Ereignisse und technische Innovationen, die zum Ende des letzten Jahrtausends die Welt geprägt haben und bis heute prä-gen, möchte ich Sie gerne erinnern, damit Sie wissen, was unsere Abitu-rientinnen und Abiturienten mit ihrem Motto ausdrücken wollen:
• zu Politik und Wirtschaft:
o Nelson Mandela wird nach dem Ende der Apartheit Präsident in Südafrika – ein Symbol der Freiheit und des Kampfes gegen Rassismus, an das das Mauerteil auf unserem Schulhof täglich erinnert und uns Verpflichtung ist.
o Putin kam in Russland an die Macht. Und die WM kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Despot versucht, seinen Machtanspruch zu zementieren und zu erweitern.
o Der Euro wurde eingeführt; meiner Meinung nach ein wichtiger Schritt zu einem einigen und friedvollen Europa, das sich zzt. leider in egoistische und nationalistische Streitigkeiten und Konflikte begibt.
• die technischen Innovationen, die uns aus heutiger Sicht ggf. schmunzeln lassen, die aber für unser modernes Leben eine Basis bildeten:
o PCs werden zunehmend auch in Privathaushalten genutzt.
o Tintenstrahldrucker werden erschwinglich und lösen die Nadel-drucker ab.
o Mit einem Modem kann man sich ins World Wide Web einwäh-len.
o Mobiltelefone finden Verbreitung. Die SMS wird dadurch ein viel genutztes Kommunikationsmedium.
o Die Angst vor dem Millennium-Bug: Aufgrund der Probleme wurden im Vorfeld des Jahreswechsels 1999/2000 Katastro-phenszenarien vorhergesagt, dass durch diesen Fehler Compu-terabstürze in großem Maß erfolgen würden. Es gab Stimmen in den Medien, die Szenarien apokalyptischen Ausmaßes mit weltweiten Computerzusammenbrüchen prognostizierten.

Ist Ihnen eigentlich beim Motto aufgefallen, wie flexibel unsere Abituri-entia mit mathematischen Termini operiert? (Die Begeisterung für die Mathematik zeigte sich darum auch in den vielen mündlichen Prüfungen in diesem Fach.)

• Da ist die „00“ im Motto: Die Zahl Null ist die Anzahl der Elemente in einer leeren Ansammlung von Objekten, mathematisch gesprochen die Kardinalität der leeren Menge. Die Null ist das neutrale Element bezüglich der Addition. Die Zahl Null ist gerade. Gemeint sind ergo die Millenniums, die nach ihnen geboren sind; sie haben aber die historische Zeitenwende – leider – verpasst. Doch diese können auf Sie, die Generation aus dem letzten Jahr-tausend, stolz sein – wie wir.
Natürlich ist die Bezeichnung „00“ nicht despektierlich gemeint, sondern im Abiturmotto ein Symbol für das Millennium.
Eine weitere Konnotation drängt sich auf: James Bond, der Dop-pelnullagent der Queen mit den ganz besonderen Fähigkeiten – und diese attestiert eine gereifte Generation ihren Nachfolgern.

• 199X – X, die Variable in der Mathematik schlechthin, eine Größe, die verschiedeneWerte annehmen kann. Sie steht für die Variabili-tät, Flexibilität, Wandlungsfähigkeit und Bereitschaft zur Innovati-on unserer Abiturientia, sodass es ihr in Zukunft nicht ergehen wird wie Herrn Keuner, einer Figur von Bertolt Brecht: „Ein Mann, der Herrn K. lange nicht gesehen hatte, begrüßte ihn mit den Worten: ‚Sie haben sich gar nicht verändert.‘ Oh!‘, sagte Herr K. und erbleichte.“ Der Schrecken, der Herrn K. ereilt, ist der Schrecken über den Stillstand, der im Kopf stattfindet, über die Bequemlichkeit des Denkens in immer gleichen Schemata, über die Wiederholung der immer gleichen Denkabläufe ohne Offenheit für das Leben. Eine reife Erkenntnis unserer Schülerinnen und Schüler!

Ergo: Ein weise gewähltes Motto, das Ihre ganzheitliche Bildung beweist.

Ich möchte aber – neben dem Lob für Sie – nicht vergessen, Sie – liebe Abiturientinnen und Abiturienten – an die Menschen zu erinnern und denen zu danken, die Ihnen immer wieder, ohne zu resignieren, mit Rat und Tat zur Seite standen:

• Da sind zuerst Ihre Eltern zu nennen, deren Nerven in all den Jahren Ihrer Schulzeit sicher oft genug strapaziert wurden.
• Dann, damit es nicht in Vergessenheit gerät, die Klassenlehrerinnen und – lehrer in der Grundschule und der Sekundarstufe I, die Sie un-ermüdlich unterstützt haben, damit Sie ihr schulisches Ziel erreichen.
• Weiterhin: Alle Lehrerinnen und Lehrer, die in den 13 Jahren aus-dauernd beigetragen haben, sowohl Wissen als auch verantwortliches Handeln zu vermitteln.
• Und, in den letzten drei Jahren für Sie besonders wichtig: Ihre Bera-tungslehrerin, Frau Pöll, Ihr Beratungslehrer, Herr Weber und Ihr Abteilungsleiter, Herr Trost.

Ihnen gilt auch mein besonderer Dank!

Ich bin sicher, dass Sie an unserer Schule in 9 bzw. 3 Jahren das Rüstzeug erworben haben, um im Studium und im Beruf Ihre Frau und Ihren Mann zu stehen. Dann haben wir den zentralen Auftrag, den der Staat der Institution Schule für die gymnasiale Oberstufe gegeben hat, erfüllt: Erziehung zur Selbstständigkeit in sozialer Verantwortung.

Zur Selbstständigkeit in sozialer Verantwortung gehört unabdingbar die Fähigkeit, Autoritäten kritisch zu hinterfragen, vermeintlich einfache Rezepte auf ihre Relevanz zu überprüfen. Das hat Immanuel Kant als wichtigster Philosoph der Aufklärung in Europa schon vor über 200 Jah-ren (1784) treffend formuliert: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstan-des zu bedienen!“
In diesem Sinne: Seien Sie mutig!



Das Abitur haben bestanden:
Jennifer Amos
Birgül Arik
Nathalie Baumeister
Lena Beemelmans
Niklas Behr
Florian Beil
Maryan Sybil Benninghoff
Selina Benten
Johanna Berning
Alissa Blanke
Elisabeth Böckenhoff
Jasper Theodor Maria Böckenhoff
Vivian-Celine Bondzau
Annalena Brokemper
Jule Buschmann
Jona David-Spickermann
Till David-Spickermann
Madeleine Diederichs
Til Drescher
Anna Lena Eckert
Amelie Eilers
Kathrin Eversmann
Anna Lea Flade
Merle Fleischer
Friederike Fliegner
Nadja Gnodtke
Till Goeke
Maksim Aleksejevic Golowata
Marie Grätz
Friederike Anna Halfmann
David Joshua Hamann
Marvin Oliver Harjung
Oliver Hendrik Hemmert
Timon Hildebrandt
Nico Hülsmann
Tim Hutmacher
Janis Ihnen
Sina Jöhren
Levin Jördens
Tim Josten
Finn Jungenkrüger
Ismet-Talha Kaynak
Nils Klose
Pauline Klümper
Philip Laiquddin
Marie Lenuck
Franziska Ulrike Linneweber
Jana Loick
Fadol Maatouk
Elena Sophie Marienbohm
Patrick Mattes
Dilara Melek
Claudius Alexander Mertes
Jana Christina Mies
Julian Mülders
Julia Müller
Florian Paus
Lisa Marie Pfeiffer
Jasper Plester
Raivis Purgailis
Kimberly Rademacher
Sina Rautenstrauch
Katharina Rekers
Anneli Risthaus
Aylin Roeschke
Joline Rosendahl
Johanna Schlagenwerth
Eric Schlie
Jan Schnitzler
Pia Schoel
Julian Scholten
Julia Schröder
Célin Stefanie Schumacher
Lea Schumann
Anica Schwabe
Tom Schwerthöffer
Fabian Michael Friedrich Spörlein
Mike Springer
Angelika Stauch
Sophia-Katharina Lena Strehl
Leonie Tammen
Christoph Tempelmann
Alicia Theis
Nele Tönsen
Ali Cem Topalak
Marie Underberg
Niklas Underberg
Jannis Roman von Blanckenburg
Mara Sophie Waschilewski
Vanessa Weber
Torben Alexander Weffers
Hannah Wegner
Sophie Leonie Weidner
Sam Werner
Juliane Weßel
Alicia Wölki
Sarah Wölki
Mara Würzinger
Oguzhan Yilmaz
Wer durchgezählt hat- ja es fehlt ein Name. Diese Person wollte nicht genannt werden.

 

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