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Emscher-Umbau nützt auch dem Niederrhein

6.8.2018 Niederrhein (pd). . Was hat die neue Emschermündung zwischen Dinslaken und Voerde mit dem Hafen Emmelsum südlich von Wesel zu tun? Auf den ersten Blick gar nichts, denn dazwischen liegen rund sechs Kilometer Luftlinie entlang des Rheins – und die Grenze zwischen Emscherregion und Lipperegion. Tatsächlich aber gleicht die im Bau befindliche Emschermündung mit ihren ausgedehnten Flächen den Verlust an Hochwasserrückhalteraum durch die Hafenerweiterung Emmelsum aus.
Kürzlich abgeschlossene Verträge zwischen dem Land NRW, der Emschergenossenschaft und der DeltaPort GmbH & Co. KG als Betreiber des Emmelsumer Hafens drücken das in konkreten Zahlen aus: Durch die Hafenerweiterung mit Verlängerung und Ausbau von Kaianlagen gehen genau 693.820 Kubikmeter an so genanntem Retentionsraum verloren. Damit ist der Rückhalteraum gemeint, in den der Rhein im Falle eines großen Hochwassers ausufern kann. Auf der anderen Seite werden durch den Emscher-Umbau an der Mündung 1.222.400 Kubikmeter Retentionsraum gewonnen. Durch Verträge mit beiden Seiten ver-knüpft das Land NRW nun den Verlust auf der einen und den Zuwachs auf der anderen Seite und gestattet vor diesem Hintergrund den Hafenausbau.
Allerdings erhält DeltaPort diesen Ausgleich nicht „geschenkt“: Im Gegenzug hat sich das Unternehmen gegenüber der Bezirksregierung Düsseldorf verpflichtet, linksrheinisch Flächen zu erwerben, mit denen der „Polder Orsoy“, ein rheinnahes Senkungsgebiet nordöstlich von Rheinberg, erweitert werden soll. Dadurch wird der Retentionsraum am Rhein insgesamt vergrößert.
„Für uns als Wasserwirtschaftler ist es absolut naheliegend und sinnvoll, dass solche Synergieeffekte aus dem Emscher-Umbau für die Infrastruktur in der ganzen Region genutzt werden“, so Dr. Emanuel Grün, Technischer Vorstand der Emschergenossenschaft. „Hier entsteht eine Win-Win-Situation für alle Seiten und letztlich auch für die Menschen in der Region, die sowohl einen besseren Hochwasserschutz am Rhein als auch Arbeitsplätze durch den Hafen bekommen – und natürlich bald eine saubere Emscher mit einem bemerkenswerten Mündungsdelta“.
Auch DeltaPort-Geschäftsführer Andreas Stolte ist mit der Vereinbarung zufrieden:
„Die Erweiterung des Hafens Emmelsum bringt Wertschöpfung in die Region und schafft viele Arbeitsplätze. Darüber hinaus leistet der Hafen einen großen Beitrag zur dringend notwendigen Verkehrsverlagerung von LKW-Verkehren zur Entzerrung des Verkehrsinfarktes in NRW. Im Rahmen der Klimabilanz dient der Hafen Emmelsum der nachhaltigen Senkung schädlicher Emissionen durch Verkehrsverlagerung des Schwerverkehrs auf die ökologischen Verkehrsträger Binnenschifffahrt und Bahn. Somit freuen wir uns, diese so wichtige Entwicklung für die Region Niederrhein nun auf den Weg bringen zu können“. .“

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