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Gahlener sind sauer über die Informationspolitik des LANUV

20.9.2017 Gahlen (geg). Der Wolf ist in Schermbeck angekommen, das ist mittlerweile sicher. Und er kommt auch der Wohnbebauung ungewöhnlich nahe.

Erst kürzlich hat er Schafe in einer Entfernung von etwa 150 Metern vom Spielplatz Niewerth in Gahlen gerissen. Insgesamt sind 34 Tiere- Eckhard Vornbrock hat es genau dokumentiert- innerhalb eines halben Jahres dem Wolf zum Opfer gefallen.
Das und die Tatsache, dass der LANUV die Dinge zu verharmlosen scheint, macht die Betroffenen sauer. Und nicht nur die. Auch Bürgermeister Mike Rexforth hat kein Verständnis dafür, dass er als erster Bürger der Gemeinde nicht von der Behörde informiert wurde, dass Schermbeck in NRW das erste bestätigte Wolfsgebiet ist. Er wolle zeitnah mit der Behörde Kontakt aufnehmen. Der stellvertretende Sprecher der Schafzüchter im Kreis Kleve und Wesel, Jens Holtkamp wünschte dafür sichtlich frustriert viel Glück und:“ Das LANUV braucht eine Gehirnwäsche aus Düsseldorf.“  Dort ist das Schermbecker Problem mittlerweile angekommen. Donnerstagmittag hat sich Dr. Heinrich Bottermann Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen telefonisch beim Bürgermeister über den Sachstand erkundigt.


Der Gahlener Heimatverein und die Schafzüchter machen jetzt mobil und hatten Interessierte am Mittwochnachmittag zu Gesprächen auf den Spielplatz eingeladen. Etwa 60 Bürger kamen. Jens Holtkanp war einer derjenigen der seinem Ärger lauthals Luft machte und deutliche Worte sprach. Dass ein wilder Hund vom LANUV für Bisse verantwortlich gemacht worden oder in Erwägung gezogen würde, diene für ihn nur zur Beruhigung der Bevölkerung, denn er weiß: „Der Hund ist für den Wolf ein Konkurrent, der würde die Nähe des Raubtieres gar nicht überleben“.
Der Wolf sei kein Flüchter, sondern ein Jäger. Deswegen zeige er spontan auch keine Angst vor Menschen, was eine junge Mutter beim Spaziergang mit ihrem Kind und zwei Hunden in Damm feststellen musste. Sie hat das Tier gleich zweimal gesehen. Es sei nicht weggelaufen, sondern habe sie beobachtet, woraufhin sie sich in anderer Richtung fortbewegt habe. „Sichtkontakt hat es auch mit anderen Menschen bereits gegeben,“ weiß der Heimatvereinsvorsitzende Jürgen Höchst
Die umtriebigen Gahlener Bürger möchten von den zuständigen Behörden ernst genommen und nicht immer beruhigt werden. „Der Wolf ist hier, aber der gehört hier nicht hin“, so Jürgen Höchst. Die geschaffene Kulturlandschaft sei aufgrund der dichten Wohnbebauung für einen Wolf eher ungeeignet. Nicht wohl ist den Gahlener bei dem Wissen um die Population, die recht schnell voranschreite. Und er sei kein Freund von Aktionismus, aber es könne nicht die Lösung sein Spielplätze und Sportanlagen zum Schutz der Kinder einzäunen zu müssen. „Wie hoch soll der Zaun denn sein, im Zoo lebt das Tier hinter 8m hohen Mauern“, so Höchst.


„Tiere, egal ob Schaf oder Kuh, die mit dem Wolf in Berührung kommen, sind im Freien verängstigt“, so Jens Holtkamp. Mit den Tieren könne man nicht mehr arbeiten, das sei ein Aspekt der überhaupt nicht zur Sprache käme. Es ginge hier nicht um die Entschädigung der gerissenen Schafe, sondern auch um das Wohl der freilaufenden Herden auf den Weiden.
Eine merkwürdige Situation habe Hobbyzüchterin Christiane Rittman erlebt, als sie auf eigene Rechnung ein totes Tier im Krefelder Institut untersuchen lassen wollte. Mit dem LANUV habe das Institut Kontakt daraufhin aufgenommen mit dem Ergebnis, dass sich das Umweltinstitut dazwischengeschaltet und entschieden hat, ohne mit Christiane Rittmann darüber zu sprechen, den Auftrag und die Kosten der Untersuchung zu übernehmen. „Das war schon ziemlich übergriffig“, sagte Christiane Rittmann. Zumal das Untersuchungsergebnis, das das LANUV dann an sie weiterleitete, nicht korrekt gewesen sei. Das sei für Eckhard Vornbrock die Initialzündung gewesen Buch zu führen, berichtete er. Über gerissene Tiere und Sichtkontakte. Auch um zu klären, ob es sich nicht um zwei Wölfe handeln könnte, die diesseits und jenseits von Lippe und Kanal unterwegs sind.
Die Betroffenen empfahlen am Mittwoch: “Macht Euch schlau und schreibt den LANUV an und bittet um Informationen wie Ihr Euch schützen könnt, vielleicht werden die dann ja mal wach“.
Wer eindeutig einen Wolf sieht, sollte das dem Heimatverein Gahlen per email mitteilen.

Die Liste:
Risse von Wildtieren und Schafen im Raum Hünxe, Schermbeck, Kirchhellen, die  bekannt sind:
14. April 2018 Schermbeck-Bricht , Tiefer Weg
3 Nolana-Schafe gerissen
2 verletzt (später eingeschläfert aufgrund der Verletzungen)
1 verschwunden
Wolfsberater informiert
Dokumentation durchgeführt (Photos, Vermessung usw.),
DNA Proben durch LANUV bestätigt Wolf am 30.05.2018

28. April 2018 Schermbeck Gahlen Elsenweg
1 Milchschaf Lamm gerissen, nur noch 1 Vorderlauf vorhanden
Rücksprache mit Jägern, evtl. Hund, deshalb LANUV nicht informiert

14. Juli 2018 Schermbeck Gahlen, Meesenmühlenweg
1 Milchschaf gerissen
komplett ausgeweidet, beide Hinterläufe abgetrennt, 1 Hinterlauf verschwunden, dieser wurde ca. 1 Woche später 4 km entfernt gefunden
Jäger und Wolfsberater informiert
Dokumentation (Photos, Vermessung usw.) ,
DNA Proben durch LANUV bestätigt Hund am 26.08.2018
2. Probe sollte untersucht werden, war aber aufgrund der Qualität nicht möglich

20.07.2018 Schermbeck Gahlen, Kuhweg
1 Hirschkalb gerissen, Kehlbiss, ausgeweidet
Jäger informiert Wolfsberater
Dokumentation (Photos, Vermessung usw.),
DNA Proben durch LANUV bestätigt Wolf am 29.08.2018

9. August Schermbeck Gahlen, Elsenweg
1 Kamerunschaf gerissen, Kopf verschleppt
Jäger und Wolfsberater informiert
Dokumentation(Photos, Vermessung usw.) ,
DNA Proben durch LANUV bestätigt Wolf am 03.09.2018

19.08.2018 Schermbeck Gahlen, Kirchstraße 135 m entfernt vom Kinderspielplatz
2 Schafe gerissen Uhrzeit 17.00 – 18.00 Uhr
Jäger und Wolfsberater informiert
Dokumentation (Photos, Vermessung usw.),
DNA Proben durch LANUV bestätigt Wolf am 10.09.2018

28.08.2018 Schermbeck Gahlen, Elsenweg
5 Milchschafe gerissen alle wiesen einen Kehlbiss auf, bei einem Schaf war der Vorderlauf heraus gerissen, ein weiteres von hinten aufgebrochen, die übrigen drei wiesen „nur“ den Kehlbiss auf
2 Milchschafe verletzt am Hals, tierärztlich versorgt
LANUV informiert,
Dokumentation (Photos, Vermessung usw.),
DNA Proben durch LANUV bestätigt Wolf am 11.09.2018

29.08.2018 Schermbeck Gahlen, Heisterkampstraße
2 Kamerunschafe beide Kehlbiss, 1 aufgebrochen
Jäger und Wolfsberater informiert,
Dokumentation (Photos, Vermessung usw.),
DNA Proben durch LANUV bestätigt Wolf am 11.09.2018

30.08.2018 Schermbeck Gahlen, Kirchstraße 135 m entfernt vom Kinderspielplatz
1 Schaf gerissen, Kehlbiss
Jäger und Wolfsberater informiert
Dokumentation (Photos, Vermessung usw.),
DNA Proben durch LANUV noch kein Ergebnis der DNA

01.09.2018 Hünxe, Wilhelmstraße
1 Schaf gerissen, 1 Hinterlauf abgetrennt
Jäger und Wolfsberater informiert
Dokumentation (Photos, Vermessung usw.),
DNA Proben durch LANUV noch kein Ergebnis der DNA

10.09.2018 Schermbeck Damm
1 Reh gerissen, Kopf abgetrennt, Innereien fehlen
15.09.2018 Bottrop Kirchhellen Hofwiese
2 Schafe gerissen
2 Schafe verletzt
Jäger und Wolfsberater informiert
Dokumentation (Photos, Vermessung usw.),
DNA Proben durch LANUV noch kein Ergebnis der DNA

18.09.2018 Hünxe Hardtbergweg
2 Schafe gerissen
Wolfsberater informiert
DNA Proben durch LANUV noch kein Ergebnis der DNA

 

 

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