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Workshop „Innovation“ in der Jugendherberge Haltern 

12.10.2018 Schermbeck (pd). Seit 2014 Jahren kooperiert der VDI-Arbeitskreis Jugend und Technik des Emscher Lippe Bezirksvereins mit der Gesamtschule Schermbeck. Im Rahmen des Projektes „Technik und Innovation“ soll den Schülerinnen und Schülern die Notwendigkeit stetiger Innovation und die damit verbundenen Themen näher gebracht werden. Dazu werden im theoretischen Teil die notwendigen Kenntnisse nähergebracht, die dann auch im praktischen Teil zur Lösung der Aufgaben genutzt werden können.

Der Projektkurs „Technik und Innovation“ der Jahrgangsstufe Q2 der Gesamtschule Schermbeck war bereits zum vierten Mal bei dem Workshop „Innovation“ in der Jugendherberge Haltern dabei. In der 2-tägigen Veranstaltung wurden Grundlagen des aus fünf Blöcken bestehenden Theorieteils vermittelt.

In dem noch ausstehenden Praxisteil werden den Schülerinnen und Schülern durch die Firmen Aufgaben gestellt, die dann in Kooperation mit den Ansprechpartnern zu lösen sind. Abschließend sind die Ergebnisse in einer von den Schülerinnen und Schülern erstellten und moderierten Präsentation vor Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern, Firmen und Presse vorzustellen. In diesem Projektjahr sind die Firmen Marmorkontor und Daurex aus Schermbeck beteiligt.

Die Organisation des Theorie- und Praxisteils erfolgt durch den Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Der Projektkurs der Gesamtschule Schermbeck besteht aus 9 Schüler/- innen, die von ihrer Lehrerin Katja Vollmark betreut werden. Die VDI-Ingenieure Ulrich Mahlfeld und Klaus Poloszyk haben den Aufenthalt in der JH Haltern ermöglicht und waren auch als Präsentatoren tätig. Ergänzt wurde das Team durch Frau Dr. Kirch-Verfuß (Firma Wissenswert).

Durch die Wahl des Tagungsortes wurde für alle Beteiligten ein angenehmes Umfeld geschaffen. Losgelöst vom Schulstress konnten die Veranstaltungen in entspannter Atmosphäre durchgeführt werden. Es zeigte sich auch, dass durch die gemeinsamen Aktivitäten die gesamte Gruppe einen viel stärkeren Zusammenhalt hatte, als das üblicherweise bei den Veranstaltungen in der Schule der Fall ist. Daneben war noch Zeit, den Tag Revue passieren zu lassen und über die Themen zu diskutieren und nachzudenken. Verborgene Fähigkeiten konnten die Teilnehmer zudem durch das eigenständige Beziehen der Betten und das besenreine Hinterlassen der Zimmer zeigen.

In den drei Veranstaltungen wurden den Schülerinnen und Schülern Inhalte des Innovationsprozesses mit Projektplanung, Recherche/ Wissen und Patente sowie Kreativitätstechniken vermittelt. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung ist den Schülerinnen und Schülern die Notwendigkeit von Innovationen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen nähergebracht worden. Komplettiert wird die Veranstaltungsreihe durch den noch ausstehenden Theorieteil Projektmanagement. Im Rahmen des Innovationsprozess ist den Schülerinnen und Schülern die Ablaufkette zur Ideenfindung und die Auswahl der Ideen erläutert worden. Dazu gehörte z.B. auch eine Übung „Vergleich Notebook vs. Tablet“ mit Bewertung nach objektiven Kriterien und nicht nach Bauchgefühl. Es zeigte sich, dass bei der Übung zur Projektplanung mit dem Projekt „Bestellung einer Torte beim Bäcker“ auch schon Fehler gemacht werden können und nicht nur bei dem allseits bekannten Großprojekt „Berliner Flughafen“. Dabei kamen die drei Kernpunkte der Planung wie Termine, Qualität und Kosten zur Sprache.

Bei dem Thema Wissen/ Recherche ist den Schülerinnen und Schülern der Unterschied zwischen Wissen und Information erklärt worden. Auch wurde aufgezeigt, mit welchen Mitteln man sich im Internet verlässliche Informationen kostenfrei oder kostenpflichtig beschaffen kann. Daneben konnten sich alle den Aufbau eines Patentes anschauen sowie die entsprechenden Rahmenbedingungen für die Patenterstellung erläutern lassen.

Der Vortrag „Kreativitätstechniken“ brachte wieder einmal eine lockere und ausgelassene Stimmung in die Gruppe. Hier lag der Fokus auf verschiedenen Techniken wie Brain Writing, Kopfstand-Methode sowie dem morphologischen Kasten. Bei den verschiedenen Übungen war das kreative und lustige Krimischreiben mithilfe des morphologischen Kastens ein Highlight.

Die Schüler nutzten dann nach den Veranstaltungen die Gelegenheit, sich durch die erfahrenen Ingenieure Ulrich Mahlfeld und Klaus Poloszyk Informationen über mögliche technische Berufe und das Berufsbild Ingenieur einzuholen bzw. Einblicke in das Arbeitsleben zu erhalten.

Insgesamt war der Aufenthalt in der JH Haltern nach Ansicht aller Beteiligten ein voller Erfolg und sollte auch für künftige Projektkurse weitergeführt werden.

Klaus Poloszyk (VDI)

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