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Lippeverband plant zwei Maßnahmen in Schermbeck

8.11.2018 Schermbeck. Zwei Baumaßnahmen, die der Lippeverband derzeit in Schermbeck plant, sollen voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte 2019 in die Realisierung gehen. An der Maassenstraße könnte dann auf einer rund 4,5 Hektar großen Fläche eine Auenlandschaft mit einer vielfältigen Bepflanzung entstehen. Für die Mündung des Schermbe-cker Mühlenbachs in die Lippe ist eine naturnahe Umgestaltung vor-gesehen. Beide Projekte sind noch im Genehmigungsverfahren.
„Die Maßnahmen dienen der gesetzlich vorgegebenen ökolo-gischen Verbesserung der Lip-pe“, erläutert Projektleiter Wolf Debus. „Durch gezielte Entwick-lung von Auenflächen in Frei-räumen schaffen wir aber auch Flächen, in die Hochwasser kon-trolliert abfließen kann. So könn-ten langfristig Hochwasserspitzen in regelmäßig betroffenen Berei-chen abgemildert werden.“ Mit den beiden Renaturierungen ginge also keineswegs eine Ver-schlechterung des Hochwasser-schutzes einher.
Gestaltung einer Auenfläche an der Maassenstraße
An der Maassenstraße entsteht im östlichen Bereich eine tiefergelegte Auenfläche – ähnlich einer Wanne. Durch eine zuführende Rinne dient sie bei Hochwasser als „Parkplatz“ für das Wasser der Lippe. Verschiedene Baum- und Weichholzarten bieten Fledermäusen, Vögeln und Insekten hier zukünftig einen wertvollen Lebensraum. Steht das Wasser in der Aue, nutzen Fische solche seitlichen Flach-wasserbereiche gerne als Laich-orte. Die Fläche gehört zum Teil einem Privatunternehmen sowie dem Kreis Wesel. Mit der Maßnahme verbunden, ist auch eine Entfernung von Steinschüttungen am Lippe-Ufer. Die Uferzone kann sich dann wieder natürlicher entwickeln. Die so entstehenden unterschiedlich tiefen Wasserzonen bieten Tieren und Pflanzen vielfältige Lebenswelten. Für die Genehmigung ist die Bezirksregierung Düsseldorf zuständig. Die Baumaßnahme dauert voraussichtlich sieben Monate. Über die konkreten Daten und weitere Hintergründe informiert der Lippeverband vor Baubeginn nach erteilter Genehmigung.
Mündungsrenaturierung des Schermbecker Mühlenbachs
Der Schermbecker Mühlenbach – westliche der Maassenstraße – trifft bislang sehr gerade und mit einem steilen Gefälle auf die Lippe. Der Lippeverband möchte nun den Mündungsbereich des Mühlenbachs naturnäher gestal-ten und hierzu verlängern und aufweiten. Betrachtet man diesen Bereich auf einer Karte, wäre der Zufluss dann nicht mehr wie ein senkrechter Strich, sondern wie eine geschwungene Linie mit einem Trichter am Ende geformt. Auch hier ist das Ziel, dass sich Arten- und Strukturvielfalt in die-sem Uferbereich der Lippe deut-lich verbessern. Besonderes Augenmerk liegt auf der Fisch-durchlässigkeit des Gewässers – also auf einer für Fische gut durchschwimmbaren Umgebung. Die Maßnahme am Schermbe-cker Mühlenbach soll voraussichtlich nach der Auenentwicklung an der Maassenstraße beginnen. Für die Genehmigung ist der Kreis Wesel zuständig. Die Baumaßnahme dauert voraussichtlich neun Monate. Über die konkreten Daten und weitere Hintergründe informiert der Lippeverband nach erteilter Genehmigung.
Programm „Lebendig Lippe“ und Hochwasserschutz
Die Renaturierungsmaßnahmen laufen innerhalb des Programms „Lebendige Lippe“, das der Lip-peverband im Auftrag des Lan-des NRW umsetzt. Bei allen Maßnahmen, die der Lippever-band am Gewässer durchführt, werden die Auswirkungen auf den Hochwasserschutz ausführlich berechnet und geprüft. Eine Genehmigung der zuständigen Behörden erfolgt nur, wenn sich die Maßnahmen nachweislich nicht negativ auf den Hochwas-serschutz auswirken. Vielmehr sollen Hochwasserspitzen in bewohnten Bereichen durch das Schaffen von Rückhaltsflächen in Freibereichen abgemildert wer-den.

Hintergrund: Programm „Lebendige Lippe“
Die Lippe ist ein 220 Kilometer langer Nebenfluss des Rheins. Sie entspringt in Bad Lippspringe und mündet in Wesel in den Rhein. Auf der rund 147 Kilome-ter langen Strecke zwischen Lip-pborg und Wesel fließt die Lippe durch das Gebiet des Lippeverbandes. Hier hat das Land NRW die Unterhaltung und den Ausbau des Flusses an den Lippeverband übertragen.
Der Lippeverband übernimmt neben der allgemeinen Pflicht der Gewässerunterhaltung auch die Umsetzung der Wasserrahmen-richtlinie an der Lippe. Hierzu hat der Lippeverband im Jahre 2013 das Programm „Lebendige Lippe“ für seinen Zuständigkeitsbereich aufgelegt und neben der Fortset-zung der bestehenden Projekte mehrere neue Projekte begonnen.
Das übergeordnete Ziel ist die langfristige Verbesserung und Wiederherstellung eines intakten Fluss-Auen-Ökosystems mit einer Erhaltung und Entwicklung von fluss- und auentypischen Strukturen und Lebensgemeinschaften. Für das Landesgewässer Lippe werden zu 100 % Landesmittel eingesetzt.

 

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