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Der Einsatz im Betrieb gegen ein Bett und Verpflegung.

19.11.2018 Dämmerwald (geg). Am vergangenen Wochenende wurde auf dem Hof „Appelbongert“ in Dämmerwald „gewwooft.“

16 Frauen und Männer aus ganz Deutschland verbrachten hier ihr Wintertreffen und krempelten ordentlich die Ärmel hoch.
Obwohl Jonas aus Lüneburg krempelte nicht. Er wwoofte ohne T-Shirt oder Pullover. „Ich möchte mich abhärten“, lacht er, greift zur Schüppe und hebt weiter den Graben für den Herdenschutzzaun aus, der an diesem Morgen errichtet wird. Angesichts der herrschenden Temperaturen konnte man da beim Anblick schon Frostbeulen bekommen.

Gewwooft der wwoofen hört sich merkwürdig an? Stimmt. Aber so nennen die Mitglieder der Organisation WWOOF Deutschland ihre Aktivitäten. WWOOF ist ein weltweites Netzwerk, das von der Idee getragen wird Menschen zusammenzubringen, die einen naturverbundenen Lebensstil auf dem Land führen – oder aktiv kennen lernen wollen. Das Prinzip: Der Einsatz im Betrieb im Tausch gegen ein Bett und Verpflegung.
Celine aus Köln ist Sozialarbeiterin und nahm das Wintertreffen zum Anlass, sich das „wwoofen“ mal anzuschauen. Im nächsten Jahr möchte sie eine berufliche Auszeit nehmen, durchs Land reisen und Erfahrungen auf unterschiedlichen Höfen sammeln. Ihre Motivation: “Nach einem Leben in der Großstand verspüre ich Sehnsucht nach dem Landleben“, so die junge Dame, die in der Nähe von Münster aufgewachsen ist. Ihr erster Eindruck: “Es ist super und macht auf jeden Fall Spaß“.


Der Hof der Familie Becker-Ufermann ist seit 2015 Mitglied der Organisation. „Das ist eine große Erleichterung für uns“, sagt Jutta Becker-Ufermann, die irgendwann das Gefühl gehabt habe, die Arbeit auf dem großen Hof mit der Familie allein nicht mehr bewältigen zu können. Die einen bleiben zwei Wochen die anderen einen Monat, oder zwei. Solange sie möchten, eben. „Wir hatten einen jungen Mann hier, der hat seine Zeit verlängert, weil er das Essen, das mein Mann mittags kochte, so lecker fand,“ erzählt die Krauterfachfrau.
Es sind Studenten die kommen, die nebenbei etwas lernen möchten, oder auch Menschen die für kurze Zeit den Bürostuhl mit der Mistgabel tauschen, und auch die, die die Lebensarbeitszeit hinter sich haben. Und sie kommen aus der ganzen Welt in den Dämmerwald. Für das Leben der Familie sei das eine große Bereicherung, denn sie lernten dadurch auch andere Lebensgewohnheiten und Kulturen kennen, berichtet Jutta Becker-Ufermann.
Teresa kommt aus Mainz und ist Lehrerin. Sie kennt die Organisation durch ihren Lebensgefährten, der ebenfalls „WWOOFER“ ist, und ist jetzt selbst dabei. „Das ist ein toller Ausgleich zum Job in der Schule,“ sagte sie begeistert. Und sie schwärmt „Der Sonnenaufgang heute Morgen hier über den weiten und von Raureif benetzten Felder, das war unglaublich schön.“


Von Freitag- bis Sonntagnachmittag wurde- solange es hell war- auf dem Hof Appelbongert „gewwooft“. Ein Herdenschutzzaun wurde gezogen und auf der Streuobstwiese Apfelbäume gesetzt. Außerdem sollte das Gehege der Minischweine vergrößert und Holz gespalten werden.
Für Frank Mindermann, dem Betreuer der „WWOOFER“ ist das eine Tätigkeit die er mit Leidenschaft ausfüllt. „ Die Menschen zusammenbringen aber natürlich auch selbst mit anpacken ist für mich ein Lebensinhalt auf den ich nicht mehr verzichten möchte.
Übrigens: Es werden immer neue „WWOFER“ gesucht. Infos gibt es auf der Internetseite: www.wwoof.de

 

Info:
WWOOF ist ein weltweites Netzwerk, das von der Idee getragen wird Menschen zusammenzubringen, die einen naturverbundenen Lebensstil auf dem Land führen – oder aktiv kennen lernen wollen.
Als Mitglied von WWOOF-Deutschland erhalten die Aktiven Zugang zu den Kontaktdaten der über WWOOF-Höfe. Der Aufenthalt in einem Betrieb muss selbst organisiert werden. www.wwoof.de

 

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