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Rotkäppchens Erbe

3.12.2018 Kreis Wesel (pd). Egal ob Kohleausstieg, die Luftverschmutzung durch Diesel - die aktuellen Debatten zum Thema Umweltschutz, strapazieren das umweltbewusste Gemüt der Bürger und Bürgerinnen im Land. Der Frust über die Bevorzugung wirtschaftlicher Interessen gegenüber jenen der Natur, schlägt schnell weite Kreise.
Doch sobald die Natur dem eigenen Haus und Hof zu nahe kommt, verschwindet das Umweltbewusstsein augenscheinlich in der zweiten Reihe.
Die Bemühung nach dem Schutz der Natur, gilt als selbstverständlich und gehört zum guten Ton im Alltag vieler Menschen. Darum sollte es auch selbstverständlich sein, den Wolf willkommen zu heißen und ihn als eine Bestätigung für den sorgsamen Umgang mit unserer Heimat zu deuten. Auf der anderen Seite, sorgen sich hiesige Landwirtschaftsbetriebe selbstverständlich um ihr Hab und Gut. Für sie stellt das Raubtier eine unkontrollierte Bedrohung der eigenen Existenz dar. Anstatt sich von politischer Seite aus ernsthaft Gedanken darüber zu machen, wie die Wirtschaft der Region mit der Anwesenheit des Tieres vereinbart werden kann, wird es von Anfang an, wie zu Rotkäppchens Zeiten verteufelt und abgestoßen. So wird der scheue Fleischfresser als „verhaltensauffällig“ gebrandmarkt, weil er anstatt niederrheinischen Spargel zu stechen, lieber ein Schaf reißt. Für dieses wohl artfremde Verhalten soll der Wolf unter dem schmeichelhaften Begriff der „Entnahme“ zur Tötung freigegeben werden
DIE LINKE. im Kreistag Wesel appelliert an alle Beteiligten, einen kühlen Kopf zu bewahren und keine voreiligen Entschlüsse zu fassen. Sie begrüßt den Vorschlag einer bundesweiten Regulierung im Schadensfall. Sollten Landwirte unter der Anwesenheit des Wolfes leiden, sollen sie sich auf die Hilfe durch den Staat verlassen können. Gerissene Nutztiere und zerstörtes Eigentum müssen von den zuständigen Behörden ausgeglichen werden. Dem Staat würde durch diese Maßnahme kein Bankrott drohen. Im Gegenzug darf der Wolf nicht voreilig auf der Abschussliste der Jäger und Jägerinnen landen. Das Tier muss unter strenger Beobachtung stehen und im Falle von wirklich gefährlichen „Verhaltensauffälligkeiten“ auch „entnommen“ werden dürfen. Der Wolf verlangt uns viel an politischer Diskussion unter Einbeziehung aller relevanten Interessen ab. Doch das sollte es uns wert sein.

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