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Die Gemeinde möchte ins Ecarsharing einsteigen

3.12.2018 Schermbeck. Hamminkeln macht es vor: Am Rathaus stehen mehrere Elektroautos bereit, die von der Stadtverwaltung, von Gewerbetreibenden und von den Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden können.
Gewerbetreibende reservieren entweder feste Blöcke, oder sie buchen Stundenkontingente, mit denen sie die E-Autos flexibel nutzen können. Bürgerinnen und Bürger können einzelne Stunden oder sogar ein ganzes Wochenende buchen. Drei Fahrzeuge sind dort zu bestimmten Zeiten für die Stadtverwaltung geblockt.

Die Energiegenossenschaft beschloss im Sommer sich dem Trend anzuschließen und in die Elektromobilität einzusteigen. Angeschafft werden soll ein Renault Zoe, der von allen anderen Fahrzeugen im Vergleich die kürzesten Ladezeiten hat. Das Fahrzeug schafft etwa 300 Kilometer und soll hier zu bestimmten Zeiten auch für die Bürger nutzbar sein.
Auch im Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzeptes der Gemeinde wird unter anderem im Bereich Mobilität vorgeschlagen, ein Carsharing -Modell zu etablieren. Mit rund 40 Prozent macht der Verkehrssektor in Schermbeck den größten Teil der lokal erzeugten CO2-Emissionen aus. Um bis zum Jahr 2030 rund 25 Prozent weniger Treibhausgase zu emittieren (Ziel im Klimaschutzkonzept), muss sich nicht nur das Mobilitätsverhalten an sich ändern, sondern auch die Art der eingesetzten Antriebsarten. Um hier mit gutem Beispiel voranzugehen und einen ersten lokalen Impuls zur Verkehrswende zu setzten, hat sich die Verwaltung mit der Umstellung der bisherigen konventionellen Dienstwagen auf effiziente Elektroautos auseinandergesetzt. Dadurch, dass der Kauf und das Leasing kommunal betriebener Elektroautos mit 40 Prozent gefördert werden, haben sich bereits einige NRW -Kommunen auf den Weg gemacht und ihre konventionellen Dienstwagen ersetzt. Auch aus aktuellem Anlass, vor dem Hintergrund drohender Dieselfahrverbote auf Teilen der Autobahn 40 und der Stadt Essen, was beispielsweise die Erreichbarkeit des Regionalverbandes Ruhr (RVR) massiv einschränken würde, sollten zukunftsfähige Mobilitätsalternativen geschaffen werden.
Die Ökobilanz des Elektroautos steht und fällt mit der Herstellungsform des Stromes, mit der das Fahrzeug geladen wird. Stammt dieser zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien, emittiert das Elektroauto im Betrieb auch keine klimaschädlichen Treibhausgase. Im Vertrag zu den von Innogy aufgestellten Ladesäulen in Schermbeck heißt es: „Innogy versorgt die Ladeinfrastruktur mit Strom aus nachweislich erneuerbaren Energiequellen (im Regelfall mittels eines zertifizierten Grünstrom -Liefervertrags nachweisbar) und beliefert alle interessierten Endkunden diskriminierungsfrei mit Strom
Neben der „Sauberkeit“ des aufgeladenen Stromes, bildet der Herstellungsprozess der Batterie eines Elektroautos einen weiteren kritischen Punkt. Zum einen ist sie sehr energieintensiv und zum anderen kommen seltene Rohstoffe wie Kobalt und Lithium zum Einsatz. Der Abbau der Rohstoffe findet größtenteils unter sehr schlechten Bedingungen in Chile und Teilen Afrikas statt.
Dem gegenüber steht ein immer effizienter werdendes Batterierecycling. Laut Renault werden aktuell bereits 80 bis 90 Prozent der Batteriebestandteile wiederverwertet. Im französischen Flins hat der Autokonzern ein Zentrum eingerichtet, welches sich ausschließlich dem Recycling gebrauchter Batterien widmet. Ein Elektroantrieb stellt im Vergleich zu einem konventionellen Verbrennungsantrieb eine relativ einfache Technik dar, was sich in der Anzahl der Fahrzeugbestandteile widerspiegelt. Das Elektroauto besteht aus einem Drittel weniger Teilen als ein vergleichbarer konventioneller PKW mit Verbrennungsmotor.
Das E-Carsharing wird von Innogy zur Verfügung gestellt und verwaltet. Das Elektroauto wird zu den Verwaltungszeiten (z.B. Montag bis Donnerstag von 8:00 – 16:00 Uhr, Freitag von 8:00 12:00) für Dienstfahrten der Verwaltung blockiert. Zu allen anderen Zeiten kann das Elektroauto von den Bürgerinnen und Bürgern für private Fahrten gebucht werden.
Das Aufladen findet an der Innogy - Ladestation auf dem Rathaus Parkplatz statt.
Der Haupt- und Finanzaussschuss wird sich am Mittwoch (5.12.) in seiner öffentlichen Sitzung ab 16 Uhr mit dem Thema auseinandersetzen.

 

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