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Wird die Schermbecker Rettungswache verlegt?

4.12.2018 Kreis Wesel (pd-geg).Für reichlich Zündstoff sorgt der Entwurf zum neuen Rettungsdienstbedarfsplanes im Kreis Wesel nicht nur bei den Politkern. .

 

Dieser wurde in der Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Rettungswesen und Ordnungsangelegenheiten des Kreises Wesel vorgestellt.
Derzeit erstellt der Gutachter (die Firma ORGAKOM Analyse + Beratung GmbH aus Waldbronn) einen Entwurf des neuen Rettungsdienstbedarfsplanes. „Sobald dieser Entwurf der Kreisverwaltung vorliegt und intern erörtert worden ist, beginnt der politische Beratungs- und Entscheidungsprozess“, erklärte Vorstandsmitglied Dr. Lars Rentmeister. Er betonte: „Aktuell gibt es noch keine vom Kreis Wesel gebilligten, sondern lediglich die vom Gutachter eingebrachten Vorschläge.“
Kreistagsmitglied Rainer Gardemann sieht mit Sorge auf die Planung und auch für die Rettungswache Schermbeck. Der Entwurf sieht vor, die Wache in den westlichen Ausgang der Kernstadt zu verlegen. "Was immer das auch bedeutet", so Gardemann. Und: „Meiner Meinung nach haben wir als Entscheider bisher zu wenig Informationen von der Kreisverwaltung bekommen. Ich wünsche mir, dass zukünftig besser kommuniziert wird. Die Hauptsache ist aber, dass es keine Verschlechterung des Rettungsdienstes gibt.“ Übrigens fährt die Rettungswache Schermbeck auch Einsätze in den Kreis Borken und Einsätze in  Dorsten.
Die Kreisverwaltung plant einen Kreistagsbeschluss für den ersten Sitzungszug des kommenden Jahres. Dr. Rentmeister wies noch einmal darauf hin, „dass auch die Räte der großen kreisangehörigen Städte Dinslaken, Moers und Wesel als Träger eigener Rettungswachen dem Rettungsdienstbedarfsplan zustimmen müssen.“ Folge des neuen Rettungsdienstbedarfsplans wird auch eine neue, ebenfalls durch den Kreistag zu beschließende Rettungsgebührensatzung sein.
Thomas Cirener (SPD): „Die Verwaltung hat sich an den Zeitplan gehalten und die Kommunen informiert. Das Vorgehen der Kooperation hat zur Verunsicherung der Bevölkerung beigetragen.“
Jürgen Bartsch (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): „Die Kommunikation seitens der Verwaltung in Richtung Politik war unglücklich. Tatsache ist, dass die Menschen besorgt sind.“
Dr. Rentmeister erklärte: „Die Kommunikation kann sicher verbessert werden. Dazu planen wir einen Termin im Kreishaus für alle kreisangehörigen Kommunen und die Politik, sobald der Entwurf seinen verwaltungsinternen Weg gegangen ist. Dort wird es natürlich auch die Möglichkeit für Fragen geben. Selbstverständlich wird auch der Gutachter vor Ort sein.“
Ausschussvorsitzender Michael Nabbefeld fasste abschließend zusammen: „Es ist nicht alles rund gelaufen, die Menschen im Kreis sind besorgt, darum ist es nun umso wichtiger, dass wir gemeinsam an einem Strang ziehen, um die rettungsdienstliche Versorgung im Kreisgebiet zu verbessern!“
Zur Erinnerung: Im ersten Schritt hatte der Gutachter die Einsatzdaten der Kreisleitstelle ausgewertet. Die Analyse der Hilfsfristen zum „Status Quo“ ergab, dass die im Rettungsdienstbedarfsplan kreisweit festgelegte Hilfsfrist von 12 Minuten in 88,67 Prozent aller Fälle erreicht wird, nach allgemeiner Auffassung ist jedoch ein Wert von mindestens 90 Prozent zu erreichen. Daraufhin hat der Gutachter Vorschläge zur kreisweiten Verbesserung der rettungsdienstlichen Versorgung unterbreitet. Optimierungen in der Notfallrettung sieht er unter anderem in Standortverlegungen und Errichtungen neuer Standorte für Rettungswachen.

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