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Kindertagesbetreuung: "Nicht meckern- sondern machen"

9.3.2019 Schermbeck. Getreu dem Motto, nicht meckern sondern machen, hatte der Bürgermeister der Gemeinde Schermbeck für den 25.02.2019 in den Rathaussaal eingeladen. , Um als Fortsetzung der CDU-Bürgersprechstunde aus Dezember 2018 erneut die Herausforderungen rund um die Kindertagesbetreuung und die anstehende Überarbeitung des Kinderbildungsgesetzes intensiv zu diskutieren. An dieser Veranstaltung, so die Ankündigung unseres Bürgermeisters, sollte auch wieder Frau Charlotte Quik, stv. Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Kinder und Jugend des NRW-Landtags als kompetente Diskussionspartnerin teilnehmen. Wir, die BfB, fragen uns, warum der Bürgermeister aus dieser Veranstaltung eine Geheimsache macht, da es weder in der Presse noch in den digitalen Medien dazu eine öffentliche Einladung gegeben hatte? Oder soll die Landtagsabgeordnete Quik nur den geneigten CDU-Wählern Rede und Antwort stehen, aber nicht der interessierten und direkt betroffenen Öffentlichkeit?
Da der Themenkomplex "Kindertagesbetreuung" derzeit in NRW sehr intensiv diskutiert wird, wir verweisen auf die Informationsveranstaltung am 13.02.2019 in der Weseler Musikschule der Wählervereinigung "Wir für Wesel". Während die BfB-Wählervereinigung Schermbeck durch ihren Vorsitzenden vor Ort vertreten war, glänzte die Schermbecker Verwaltung durch Abwesenheit. Auch in der Sitzung des KSSSA am 06.03.2019 beschäftigte sich der Ausschuss unter TOP 9 mit der Tagesbetreuung für Kinder und den mehr oder weniger aus heiterem Himmel plötzlich festgestellten fehlenden 21 Kindergartenplätzen in Schermbeck. Wenn, wie unser Bürgermeister in dieser KSSSA-Sitzung ausführte, viele Zuzüge von Bürgern zu verzeichnen waren, stellt sich uns die Frage, warum wurde seitens der Verwaltung dieser Sachstand nicht frühzeitig zur Kenntnis genommen, um damit rechtzeitig und wirtschaftlich vertretbar gegenzusteuern. Ob die vom Bürgermeister favorisierte Einrichtung einer Kindergarten-Notgruppe in den Gebäuden des alten Rathauses unter der Trägerschaft der Caritas der richtige Weg sein könnte, wird das vom Ausschuss geforderte Konzept zeigen.
Auch die Ausführungen der Jungen Union Schermbeck innerhalb des Themas "Grundschulstandorte" (siehe auf schermbeck-grenzenlos) lässt eine gewisse Skepsis bezüglich der Kinderbetreuung in Schermbeck, insbesondere in einer Notgruppe interpretieren.
Von der Schermbecker Verwaltung wird das Vorhandensein der Kindertagesbetreuung durch die mit dem Kreisjugendamt sehr eng zusammen arbeitenden Tagesmüttern nahezu völlig ignoriert als wenn es diese Form der äußerst flexiblen Kinderbetreuung gar nicht geben würde. Erst durch den Antrag der BfB zu TOP 9 der KSSSA-Sitzung, an Stelle der Einrichtung einer kostenintensiven Notgruppe, die Betreuung dieser 21 Kinder durch die Schermbecker Tagesmütter zu bewerkstelligen, kam es zu einer Reaktion aus der Verwaltung, allerdings zu einer ablehnenden. Ohne belegbare und damit plausible Erläuterungen ist dies von uns in keinster Weise nachzuvollziehen, da das Kreisjugendamt nach wie vor auch im Schermbecker Gemeindegebiet händeringend nach zusätzlichen Kinderbetreuungsplätzen sucht. Aus bestehenden Kontakten zwischen betroffenen jungen Eltern und Schermbecker Tagesmüttern kamen bereits Anmerkungen in der Art, dass sich diese Eltern von der Verwaltung im Stich gelassen fühlen und sie ihre Kinder keinesfalls in eine solche Notgruppe geben wollen. Darüber hinaus will sich uns auch nicht erschließen, wie es die Verwaltung und die Caritas schaffen wollen, sämtliche erforderlichen Umbaumaßnahmen im alten Rathaus fristgerecht bis zum Beginn des nächsten Kindergartenjahres im August schaffen wollen, wo doch viele Handwerksbetriebe volle Auftragsbücher haben und damit nicht auf einen solchen öffentlichen Auftrag mit Termindruck angewiesen sind.
Fraktion „Bürger für Bürger“
Klaus Roth Gerhard Pszolla

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