Nachbarschaftsberatung: Neuauflage unter Trägerschaft

13.3.2019 Schermbeck (geg). Ein ständiges Thema, seit dem es sie gibt, ist die Nachbarschaftsberatung der Gemeinde Schermbeck.

Bürgermeister Mike Rexforth gab im Rahmen der Mitteilungen anlässlich der jüngsten Haupt- und Finanzausschusssitzung einen Sachstandsbericht. Die BfB hatte in einem Antrag um Aufklärung gebeten.
Bereits seit einigen Monaten ist die Stelle der Koordinatorin vakant. „Die Kündigung von Jasmin Kuhlmey hatte mehrere Gründe“, berichtete der Bürgermeister. Zum einen habe sie keine Möglichkeit des Austausches oder einen fachlich kompetenten Ansprechpartner gehabt, eine Urlaubs-oder Krankheitsvertretung habe es auch nicht gegeben. Die Folge: Die Ehrenamtlichen waren über weite Strecken führungslos, woraufhin sich mittlerweile viele aus ihrem Engagement zurückgezogen haben.
Angestellt sei die Koordinatorin zunächst beim Klausenhof Dingden, dann bei der evangelischen Stiftung Lühlerheim und als diese aus arbeitsrechtlichen Gründen den Vertrag nicht verlängern wollten wurde Jasmin Kuhlmey Angestellte der Verwaltung Schermbeck. „Mit dieser Einbindung in die Verwaltung, die ihr auch etwas von ihrer bisher dagewesenen Entscheidungsfreiheit nahm, war sie nicht glücklich“, so Rexforth. Schlussendlich habe sie sich nach einer Alternative umgesehen und auch gefunden. „Jasmin Kuhlmey wollte keine Verabschiedung, hat uns aber ihre Bedenken bezüglich der Organisationsführung mit auf den Weg gegeben.“
Als die Verwaltung dann im letzten Jahr über die Verwendung des alten Rathauses diskutiert habe, sei auch über die Leistung der Nachbarschaftsberatung gesprochen worden, die dort integriert werden und einem Träger angedient werden könnte.
"Die Trägerneutralität ist seinrzeit beim Installieren der Nachbarschaftsberatung bewusst gewählt worden", so Rexforth. Aber die Erfahrung in der Vergangenheit habe gezeigt, dass das nicht funktioniere. Mittlerweile habe er mit der Bezirksregierung und mit dem Leader Vorstand Gespräche geführt und diese überzeugt, dass hier eine Veränderung herbeigeführt werden müsse, wenn die Nachbarschaftsberatung weiterhin funktionieren solle. „Es wird jetzt eine Ausschreibung geben, ich kann aber nicht verhindern, dass die Caritas den Zuschlag erhält“, so Rexforth ein wenig augenzwinkernd.
Der Kostenaufwand für die Koordinatorin der NBB sei noch in den Haushalt 2019 eingestellt worden, da es bisher keine Lösung gebe, beantwortete Rexforth die Frage von Klaus Roth.