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Vom "Hohen Ufer" auf zu neuen Ufern

Von Gaby Eggert
24.10.2015 Gahlen."Wir gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge", so bringen Caesi und Johannes Mühlenbrock ihren Abschied vom „Hohen Ufer" auf den Punkt. Und: "Wichtig ist uns, dass die Zukunft der Kinder gesichert ist, darüber freuen wir uns sehr".

Am 31.12.2015 wird das Haus geschlossen, weil der Erbpachtvertrag für das Grundstück, der bis zum 31.3.2016 läuft, nicht verlängert wurde (Wir berichteten).
So lassen sie auch das Haus zurück, dass sie in großen Teilen gebaut und mit viel Herzblut eingerichtet haben. „Der Fußboden mit den Stadtlohner Riemchen (ein Bodenbelag) im Keller zum Beispiel, der liegt da wahrscheinlich in 1000 Jahren noch", so Mühlenbrock. Was aus dem Haus wird, das wissen sie bisher nicht.
Vor 50 Jahren hat der Vater von Caesi Mühlenbrock das Grundstück gepachtet und einen Gastronomiebetrieb errichtet. Zehn Jahre später übernahm das Ehepaar Mühlenbrock das damalige Balkanrestaurant und machte es zum gutbürgerlichen Restaurant "Hohes Ufer"
Johannes Mühlenbrock ist in Gelsenkirchen groß geworden, seine Eltern besaßen eine Metzgerei und eine Gaststätte. Für ihn war es eigentlich selbstverständlich den Beruf des Kochs zu erlernen. Lukullische Genüsse zu zaubern und mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch zu kommen, sowie hier Gastfreundlichkeit zu zeigen, das sei etwas was ihm große Freude bereite.
Und es sei für ihn selbstverständlich hier und da einen gemeinsamen Wein mit Gästen zu trinken. „Mit jedem Glas Wein wurden die Gespräche dann immer ehrlicher", scherzt er lachend. 
Das Leben in einem Gastronomiebetrieb sei natürlich ständigen Entwicklungen unterworfen, der Anspruch der Gäste verändere sich. Zum Beispiel auch an die Küche: „Meine Oma hat die Kohlroulade noch ganz anders gemacht als wir heute, oder denken Sie mal an Reibekuchen mit Lachs den man heute gern isst." Früher habe es eben nur den traditionellen Reibekuchen mit Schwarzbrot, Rübenkraut und schwarzen Tee, oder mit Apfelmus gegeben.
Tony Marshal war bei ihm zu Gast, an Bernhard Brinks erinnert er sich und auch Peter Maffay zählt zu seinen Gästen. Das Ritteressen ist bis weit über die Grenzen Gahlens hinaus bekannt und auch das afrikanische Buffet der Schwiegertochter Carol, hat sich mittlerweile einen Namen gemacht. Ob es für ihn schwierig ist afrikanisch zu kochen? Diese Frage beantwortet er mit einem klaren „Nein". Als Koch könne man mit Lebensmitteln und Gewürzen umgehen, das sei kein Problem.
Während Johannes Mühlenbrock in seinem Haus immer präsent ist, ist seine Ehefrau Caesi eher weniger zu sehen. „Ich bleibe lieber im Hintergrund", sagt sie lächelnd. Und dennoch erledigt die ausgebildete Sportlehrerin eine wichtige Aufgabe im Haus, ihre Spuren sind überall zu finden. Sie sorgt für die Korrespondenz mit den Kunden, macht die Buchhaltung, kümmert sich um die Wäsche und alles andere was organisiert werden muss. Auch die Verwaltung des Campingplatzes gehört zu ihren Aufgaben.
Sie erinnert sich noch gut an die ersten Speisekarten, die sie mit der Maschine geschrieben hat. „Mit zehn Durchschlägen habe ich diese getippt und wehe ich hatte mich vertippt, dann konnte ich von vorne anfangen". Glücklicherweise entwickelten sich auch die Schreibmaschinen weiter - irgendwann gab es dann auch die Korrekturtasten, dann kamen die elektrischen Maschinen und irgendwann ein Kopierer. Mittlerweile sei der Bereich der Verwaltung wesentlich umfangreicher geworden. „Früher war ich zwei Stunden in der Woche im Haus, heute sind es mindestens zwei Tage", sagt sie.
In Schermbeck haben sich die beiden immer sehr wohl gefühlt. „Wir sind hier von netten Menschen umgeben", sagen beide. Recht schnell habe man sich als Gahlener gefühlt. Aber in ihrer Wohnung in Altschermbeck, in die sie vor ein paar Jahren gezogen sind als Sohn Stephan seine Familie gründete, fühlen sie sich auch recht wohl. „Wir haben es wirklich gut getroffen", sagt Johannes Mühlenbrock.

 

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