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Familie Giel freut sich aufs Gastkind

16.2.2018 Schermbeck. Bei der Familie Giel herrscht derzeit eine freudige Anspannung. Denn sie erwarten ihr viertes Kind. Aber nicht im herkömmlichen Sinne.

Sie bieten einer 17jährigen Japanerin für ein Jahr die Möglichkeit die deutsche Kultur, Schermbeck und noch viel mehr, kennen zu lernen.
Aufmerksam geworden im Oktober durch einen Artikel hier bei „schermbeck-grenzenlos“ hat bei Manuela und Michael Giel parallel ein Denkprozess eingesetzt. Als sie es verbalisieren, stellten sie fest, dass das Ehepaar sich einig war in dem Wunsch, einen jungen Menschen der AFS für ein Jahr aufzunehmen. Die Kinder Ann Christin (20J), Dommenik (19J) und Maria Magdalena (17J) zeigten sich von der Idee ebenfalls angetan, so dass der Kontakt zu Andrea Große-Brinkhaus, der Koordinatorin des AFS aufgenommen wurde. Die Bedenken der Giels, kein eigenes Zimmer für den jungen Menschen zur Verfügung zu haben, war schnell vom Tisch. Ein eigenes Zimmer sei keine zwingende Voraussetzung für die Aufnahme eines/r Schüler/in erfuhren sie.


So erhielt die Familie Giel entsprechende Porträts und entschied sich für die 17jährige Momoe Abe aus Sakaiminato. Die Stadt liegt am nördlichen Ende der Halbinsel Yumigahama, einer Landzunge die das Japanische Meer und den See Nakaumi voneinander trennt und hat circa 33.000 EW.
Die Entscheidung für dieses Mädchen fiel schnell, denn: „Wir haben alle ein Faible für Japan und alle drei Kinder haben bei den Interessen eine Schnittstelle entdeckt“, so Manuela Giel. Die Familie freut sich unbändig auf das Gastkind, das schon gefragt habe, ob es auch Mama und Papa zu dem Ehepaar sagen darf.
Als die Entscheidung gefallen war, wurde auch flugs der erste Brief ins ferne Japan geschickt. Manuela Giel erinnert sich lachend. „Wir haben den von Deutsch ins Englische übersetzt und dann mit dem Google Übersetzer ins Japanische -wohl wissend wie der automatische Übersetzer funktioniert.“ Wahrscheinlich gab es da aufgrund der Googleformulierungen einiges zu lachen. Mittlerweile hat die Familie mit ihrem Zuwachs regen Kontakt über soziale Medien, hat ihr Fotos aus Schermbeck geschickt. Sie unterhalten sich in Englisch. Aber Momoe habe mittlerweile auch Deutschunterricht, so dass auch ein bisschen deutsche Unterhaltung läuft.


Die Familie Giel hat in der Zwischenzeit ihr Wissen über die japanische Kultur durch das Lesen unzähliger Artikel vertieft und sie sind neugierig und gespannt, wie sich das Zusammenleben und das voneinander lernen, gestalten wird. Denn das auch sie lernen (wollen) ist ihnen bewusst. „Wir denken wir sind gut vorbereitet“, sagen sie. Und doch macht sich Manuela Giel Gedanken über das Essen. “Die Japaner essen dreimal am Tag Warmes“, hat sie erfahren. Momoe habe auch angekündigt, für die Familie Giel den Kochlöffel schwingen zu wollen, darauf freuen sich alle. Besonders aber Ann-Christin, die derzeit im Restaurant Bahnhof Nord in Bottrop eine Ausbildung zur Köchin absolviert und den Einblick in die japanische Küche aus erster Hand, natürlich ganz spannend findet.
Übers www. hat Momoe von den Giels auch etwas vom Karneval mitbekommen. Leider wird sie das nicht live erleben, denn sie kommt nach Karneval und fliegt vor Karneval wieder heim. Was ganz lustig ist: “Momoe mag die Karnevalsmusik“, berichtet Michel Giel, der als Internet DJ ihr da wohl eine Menge zu bieten hat und ihr schon das eine oder andere über den „Äther“ schickte. „Bisher war sie immer begeistert“, so Giel.
Am Samstag, den 24.2. ist es dann so weit. Um 17 Uhr kommt Momoe in Duisburg an, Montag geht sie direkt schon in ihre Klasse in der Gesamtschule. Einen Deutschkurs besucht sie in Bottrop.
Wie es ihr hier in Schermbeck ergeht, darüber werden wir dann in einigen Wochen berichten

 

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