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Schermbeck - Einfamilienhaus - Hier ist Geschichte verbaut.

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"Es ist Zeit Danke zu sagen"

Von Gaby Eggert
16.5.2019 Schermbeck. Aus einem „Wir schaffen das“ wurde, trotz des enormen fördertechnisch bedingten Zeitdrucks ein „Wir haben es geschafft“ und „Es ist Zeit Danke zu sagen“.


Das Abrahamhaus in der Volksbank Arena ist ein tolles Beispiel dafür, was möglich ist wenn alle Betroffenen „die Ärmel aufkrempeln“ und an einem Strang ziehen. Am Mittwochvormittag wurde das Leuchtturmprojekt offiziell seiner Bestimmung übergeben.


„Von der ersten Idee an haben viele Hände für ein flinkes Ende gesorgt“, freute sich Michael Steinrötter, der Vorsitzende der Fußballabteilung in seiner Begrüßung in der „Injoy Sportsbar“ des Hauses. Und: “Ohne Ehrenamt wäre das nicht gegangen, der SVS hat gezeigt was man möglich machen kann“. Natürlich vergaß er nicht, die Unterstützung der heimischen Unternehmen, Sponsoren und der Politiker dankbar zu erwähnen.
Auch Architekt, Planer und Vorsitzender des Gesamtvereins SV Schermbeck, Johannes Brilo verteilte ein dickes Lob ans Ehrenamt- 8000 Stunden an Muskelhypothek kamen hier zusammen.


Das neue Haus in Hanglage verbindet nicht nur die zwei Sportplätze miteinander- durch die Fensterfronten ist der Blick auf beide Sportplätze möglich- es soll auch ein verbindendes Quartier für die Schermbecker Bürger sein,“ so Brilo. Das Flachdach allerdings biete in Zukunft keine Terrassenplätze, scherzte er- es soll begrünt werden. Die Umkleidekabinen und Duschen, sowie ein Materialraum sind im Untergeschoss zu finden. Übrigens sind die Hinweisschilder auch in Blindenschrift angebracht.

Auch eine futuristisch anmutende Sporthalle mit Parkettboden ist im Untergeschoss gebaut worden. Die von Paul Underberg (Injoy Dorsten) sehr geschmackvoll eingerichtete „Injoy Sportsbar“ mit angeschlossener Terrasse bietet Platz für 180 Personen und ist von den Bürgern auch für Feiern zu nutzen. In diesem Geschoss sind auch zwei große Schulungsräume vorhanden. Im Obergeschoss befindet sich ein Büroraum, sowie ein Raum für Rehasport der Mitglieder, der mit entsprechenden Fitnessgeräten ausgestattet wird.
Johannes Brilo betonte, dass die Sportvereine in Sachen Integration eine tolle Arbeit leisteten. Ein großer Anteil der Mitglieder mit Migrationshintergrund engagieren sich hier im Verein und übernehmen Verantwortung: „Das ist für mich der Ursprung der Demokratie“, so der Vereinsvorsitzende. Nach und nach werde die Fertigstellung der Außenanlagen noch  in Angriff genommen. Jetzt gehe es darum, das Haus mit Leben zu füllen.

Der Name „Abrahamhaus“ sei gewählt worden, da sich das Judemtum und der Islam auf Abraham als Stammesvater beziehen.
Recht stolz zeigte sich natürlich auch Bürgermeister Mike Rexforth über das Gelingen des Projektes. Rexforth erinnerte an das Jahr 2016 als er sich der Herausforderung der Integration der 300 Flüchtlinge gegenübersah und auf keinen Fall die Fehler, die in den 90er Jahren gemacht worden seien, wiederholt werden sollten. „Damals hat es von Seiten der Gemeinde nur die Verwaltung der Menschen gegeben“ so Rexforth.

Ausschließlich ehrenamtlich engagierte Menschen hätten sich damals gekümmert. So habe er schnell reagiert, als er seinerzeit den Hinweis der Sozialamtsleiterin Irmgard Schwenk auf das Förderpogramm erhalten habe. Ein Gespräch mit Johannes Brilo hätte Optimismus verbreitet. “Das `Das schaffen wir` steht heute für dieses Projekt,“ so Bürgermeister Mike Rexforth. In einer Rekordzeit von acht Wochen lag das Konzept vor, der Antrag wurde gestellt und schließlich eine Förderzusage von 1,2 Millionen Euro erteilt. Das Land finanzierte 960,000 Euro, der Rest musste durch einen Eigenanteil und Muskelhypothek aufgebracht werden. Obwohl es bei den Bauanträgen mitunter ein bisschen klemmte, rollte der erste Bagger Mitte Januar an und am 31.12. 2018 hieß es „Wir haben es geschafft“.


„Das Haus ist ein Integrationszentrum und soll nicht nur Sportlern ein Zuhause bieten“, betonte Rexforth. Und: “Das ist eines der imposantesten Gebäude in Schermbeck welches für den Zusammenhalt der Gesellschaft steht“. Rexforth bedankte sich besonders beim Vorstand des SV Schermbeck, der bei diesem Projekt auch in die persönliche Haftung gegangen sei. Der Vorstand habe den Glauben an das Gelingen, trotz der Zweifler die es natürlich auch gab, nie verloren.
Jennifer Rockel, technische Dezernentin für Städteförderung bei der Bez. Reg. Düsseldorf hatte ebenfalls lobende Worte für das Projekt. Es habe wenige Förderanträge gegeben für ein Projekt in dem sich Bürger und Flüchtlinge gemeinsam engagieren, berichtete sie. Das sei unter anderem ein Grund für die Bewilligung der Gelder gewesen. „Sport verbindet Menschen, überwindet Grenzen und ist wichtig für den Zusammenhalt der Menschen in einer Gemeinde “, sagte sie in ihrer Ansprache. Ihre Frage wie sich Flüchtlinge in das Projekt eingebracht haben, beantwortete Rexforth mit Hinweisen, zum Beispiel auf die Fliesen: “Sie stehen drauf“,
Bürgermeister Mike Rexforth hoffe nun, dass die Ideen der „Macher“ Früchte tragen und nannte Brilo den Vater des Abrahamhauses.

 

 

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