
Jugendhaus Damm: 60 Jahre und kein bisschen leise........
30.10.2025 Damm (geg). Am Samstag, den 8.11. feiert das Jugendhaus Damm seinen 60. Geburtstag. Gefeiert wurde die Fertigstellung des Jugendhauses in Damm damals ebenfalls. Denn bis bis zu dem Zeitpunkt musste die Dammer Jugend ins sechs Kilometer entfernte Drevenack, wenn sie Gemeinschaft erleben wollten. Eingesegnet wurde das Jugendhaus seinerzeit von Pfarrer Gerd Nordmeyer.
Das Gebäude beinhaltet neben einer separaten Wohnung einen Gemeinschaftsraum, einen Leseraum mit Bibliothek, einen Gruppenraum, eine Küche und sanitäre Anlagen.
Von dem gemütlichen Ambiente hat das Haus im Laufe der Jahre nichts eingebüßt. Wurde es damals gebaut, um der Dammer Jugend einen Treffpunkt anzubieten, ist das Klientel heute altersübergreifend. „Eigentlich ist das ein Gemeindehaus“, sagt Annette Ulland, die das Haus seit 35 Jahren leitet.
Was die Hausherrin freut: „Die Kirchengemeinde investiert immer wieder dort wo es nötig ist.“ Und: „Es ist ein großartiges Haus mit einem großen Grundstück, um das uns viele beneiden. Es gibt einen Beachvolleyballfeld, eine Slickline, eine Feuerstelle, ein Klettergerüst, zwei Fußballtore und neuerdings auch ein in den Boden versenktes Trampolin.“
Jugendhaus Damm: 60 Jahre und kein bisschen leise Hausmeisterin Anne Borre, Mitarbeiterein Birgit Daunheimer, Jugendhausleitung Annette Ulland
sitzend Luis und Zoey
Annette Ulland erinnert sich noch gut an ihre Anfänge. Sie erzählt: „Die Kirchengemeinde suchte damals händeringend jemanden für die Betreuung der jungen Besucher, zweimal kam Pfarrer Juppien um mir die Stelle schmackhaft zu machen, so dass ich schließlich zusagte“. Nur kurze Zeit wollte sie bleiben, so der Plan. Jetzt sind es 33 Jahre. Worüber sie immernoch lachen muss: „Ich bin aus Heiden zugezogen und war damals nur die Frau von Bernd Ulland, nach Beginn meiner Tätigkeit war Bernd dann der Mann von Annette Ulland.“
Die Jugendarbeit im Haus ist heute offen. Derzeit sind etwa 15 Jugendliche dabei sich im Keller einen Fitnessraum zu schaffen. Die Jugendlichen sind es auch, die vor vier Jahren den Nikolausumzug wieder ins Leben gerufen haben. Dazu gehört, dass diese in den vier Wochen vor dem Umzug ein kleines Theaterstück einstudieren, welches sie am Schützenhaus, dem Ziel des Umzuges aufführen. Sichtlich stolz zeigt sich Ulland angesichts des Engagements der jungen Menschen für die Dorfgemeinschaft.
Kinder zwischen sechs bis neun Jahren treffen sich ebenfalls wöchentlich im Haus. Für diese Gruppe sucht Annette Ulland dringend eine Betreuung. „Wenn ich Projekte plane, wie jetzt die Jubiläumsfeier sind sofort viele Helferinnen und Helfer an Bord. Aber es ist leider sehr schwierig jemanden für eine regelmäßige Betreuung zu finden.“
Die Jugendlichen bauen sich einen Fitnessrau m
Was sich über die Jahre verändert habe? „ Es gibt viel mehr Bürokratie, was einen Großteil meiner Arbeit ausmacht.“ so Annette Ulland. Was sehr auffällig sei: Dreißig Jahre hatten die Mädchen im Haus die Oberhand, in der Kindergruppe sind derzeit fast nur Jungen.
Kurze Zeit habe sie gedacht, dass sie langsam arbeitslos werde, weil die kleinen Kinder im Ort fehlten. Doch jetzt sind sie wieder da. Wöchentlich treffen sich einige Mütter mit ihren Steppkes im Miniclub und verbringen eine gemeinsame Zeit Haus.
Neben diversen Netzwerkgruppen der Kirchengemeinde, trifft sich im Haus auch eine Strickgruppe - einmal im Monat kommen die Senioren zu Kaffee und Kuchen. Ein ganz besonderes Angebot ist das „Mehrgericht“. Hinter diesem Titel verbirgt sich ein monatlicher Mittagstisch für ältere Menschen. Ein Projekt welches ihr sehr am Herzen liege, denn leider sei die Vereinsamung auch auf dem Land ein Thema. Das Besondere: Die Teilnehmenden werden zu 12 Uhr mit einem Bus abgeholt und um halb drei wieder heimgefahren „Am Anfang waren wir fünf Betreuerinnen und vier Gäste, heute sind es zwischen 20 und 25 ältere Menschen aus Damm, Wachtenbrink, Drevenack und Bricht die das Angebot nutzten“, so Annette Ulland.
Die Feier zum 60. Geburtstag findet am 8.11. ab 15 Uhr statt. Ulland sagt: „Besonders Menschen die in den Anfängen hier ihre Freizeit verbrachten, sollen sich eingeladen fühlen.“ Offizielle Einladungen wurden nicht verschickt, aber es könne sich jeder angesprochen fühlen.





