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“Ich blicke auf bewegte zwanzig Jahre und eine sehr erfüllte Zeit zurück"

11.2.2020 Schermbeck (geg). Einen nicht alltäglichen Gottesdienst erlebten die Besucher der St. Ludgerus Kirche am Sonntagvormittag.

Pastor Xavier Muppala lud zur 20. Wiederkehr seiner Priesterweihe zu einem Gottesdienst mit indischen Ritualen ein.
Bereits beim Eintreffen in der Kirche erhielt jeder Besucher als Symbol für Gottes Segen, einen Punkt aus einem Curry und Safrangemisch auf die Stirn. Ungewöhnliche Düfte erfüllten dazu den Kirchenraum. Der symbolträchtige Gottesdienst wurde gemeinsam von Pfarrer Klaus Honermann, von Pastor Xavier Muppala und Diakon Karl Haßlinghaus zelebriert und durch den Chor „Da capo“ musikalisch untermalt.


Diakon Ekkehard Liesmann erklärte den Gottesdienstbesuchern die Bedeutung der indischen Tänze mit der Anna Grover aus Hamburg den Segen Gottes erbat. Sie performte anmutig und ausdrucksstark den Bharata Natyam, der der älteste Tanzstil in Indien ist und von Tempeltänzerinnen zelebriert wird.

Er zeigt das Pulsieren der Schöpfung. Jede der Bewegungen der Tänzerin, jede Körperhaltung, das Drehen des Kopfes, die Mimik sowie die verschiedenen Kombinationen von Bewegungen der Füße,  Hände und Finger haben eine eigene Bedeutung. Als Verbindung zum Himmel trug die Tänzerin ein farbiges Gewand. Mit ihren drei Tänzen bat Anna Grover um ein Gelingen des Gottesdienstes und den Segen für alle Besucher.

Pastor Xavier Muppala stammt aus dem Distrikt Nalgonda im Bundesstaat Andhra Pradesch in Südindien. Christen sind dort eher in der MInderheit, der größte Teil der Bevölkerung gehört zu den Hindus. Hyderabad ist die Hauptstadt des indischen Bundesstaats, dort hat Pastor Xavier als Diözesanpriester gearbeitet.
Seit seinem 12. Lebensjahr wisse er, dass er Priester werden wolle. Seine Familie ist sehr gläubig, sein ältester Bruder ist ebenfalls Priester, eine Schwester Ordensschwester und alle Frauen in der Familie sind Lehrerinnen.

Von 1993 bis 1999 studierte er Theologie, Philosophie und Englisch. Im Jahr 1999 erfolgte die Weihe zum Diakon, im Dezember 1999 dann die Priesterweihe. Von 2001-2005 war er Pfarrer in der St. Josefs Gemeinde Dondapadu mit 1000 Christen. Die Möglichkeit in einem anderen Land zu arbeiten und damit seine Heimatgemeinde zu unterstützen, nahm er gern an. Eine neue Kultur kennen zu lernen, wollte sich der sehr an Weiterbildung interessierte Pastor nicht entgehen lassen. So kam er im Jahr 2013 nach Schermbeck und kümmert sich seit der Zeit hauptsächlich um die Jugendarbeit.



Was er in diesem Land als sehr angenehm empfindet, sei die starke Bindung an Traditionen und: „Alle Dinge des täglichen Lebens sind mehr geordnet, es gibt hier mehr Struktur als in meiner Heimat", davon zeigt sich Xavier Muppala recht angetan. Sich im deutschen Leben zurechtzufinden und einzugliedern sei ihm nicht schwer gefallen. „Ich arbeite sehr gern hier", sagt er und mindestens fünf Jahre möchte er bleiben, sagte er nach seiner Ankunft im Interview. Die Zeit ist längst um und er hat gern verlängert.
“In diesem Jahr blicke ich auf bewegte zwanzig Jahre und eine sehr erfüllte Zeit zurück“, sagte der sympathische Pastor. Pfarrer Klaus Honermann bedankte sich bei Xavier, wie ihn alle im Ort nennen, dafür, dass er da sei und das Leben der Gemeinde bereichere.

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