Es geht los: Erster Spatenstich für die neue Grundschule ist erfolgt
12.2.2026 Schermbeck (geg). Bürgermeister Mike Rexforth nennt es das größte kommunale Bauprojekt in der Geschichte des Ortes: Den Bau der fünfzügigen Grundschule und damit die Zusammenlegung beider Grundschulen direkt neben dem derzeitigen Hauptstandort.
Am Mittwoch erfolgte der erste Spatenstich. Die Erdarbeiten sollen am 18. Februar 2026 beginnen, der Rohbau ist ab Sommer 2026 geplant. Die Inbetriebnahme der neuen Grundschule wird mit Beginn des Schuljahres 2028/29 angestrebt. Kostenpunkt: 50 Millionen Euro
Der Weg der ersten Diskussionen um einen zentralen Grundschulstandort bis hin zum ersten Spatenstich war lang, steinig und dauerte sieben Jahre. Ein Bürgerbegehren, welches sich gegen den Bau aussprach und ein Ratsbürgerentscheid sorgten für die jahrelangen Verzögerungen. Entstehen wird nun an der Weseler Straße 16 ein moderner Schulcampus mit einer Zweifachturnhalle. Es entstehen vier miteinander verbundene, sogenannte und lichtdurchflutete „Lernhäuser“, die um eine zentrale Halle – der Aula- positioniert werden. Ein Verwaltungsbereich für das Kollegium, die Küche, Bibliothek, Mehrzweckräume und Differenzierungsräume für kleinere Gruppen oder Einzelarbeit sind neben den Klassenräumen (Lernlandschaften genannt) dort untergebracht. Zur Sporthalle gehören Umkleiden, Geräteräume und abtrennbare Hallenbereiche.
Zum Spatenstich des „Riesen Meilensteins in der Bildungsgeschichte der Gemeinde“ so Rexforth- geladen, waren Gäste aus Verwaltung, Politik, Schule und des Planungsbüros. „Am Ende ist der Neubau die beste Lösung für unseren Ort und weit mehr als ein Gebäude aus Stahl, Beton, Steinen und Holz“, so Rexforth, der in seiner Ansprache Nelson Mandela zitierte: „Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern.“ Kinder hätten in Schermbeck einen hohen Stellenwert, wohlwissend, dass das Projekt finanziell eine Herausforderung sei.
Erleichtert über den Baustart zeigte sich auch Schulleiter Tobias Basse mit seinem erst seit einigen Tagen im Amt befindlichen Konrektor Joscha Kles. An seiner Seite waren die Kindersprecher Hanna Rexforth und Thilo Fengels, die dem Bürgermeister ein selbst gestaltetes Holzschild überreichten. Damit übermittelten sie ihm symbolisch den Wunsch an der Namensfindung der neuen Schule beteiligt sein zu dürfen.
Basse betonte: „In der neuen Schule werden wir großartige Möglichkeiten haben pädagogisch zu arbeiten.“ Probleme, die es jetzt immer wieder in der Organisation gebe, sind dann erledigt. „Ich freue mich gemeinsam mit dem Kollegium darauf mich mit neuen pädagogischen Aufgaben auseinander zu setzen.“
Voll des Lobes zeigte sich Charlotte Quik (MdL). Als Sprecherin im Kinderschutz des Landes, engagiere sie sich auch stark in der Familienpolitik und sei deshalb froh, dass es gelungen sei, trotz der finanziell angespannten Situation dieses Projekt auf die Schiene zu bringen.
Sascha van Beek bezeichnete den Neubau als ein Vorzeigeprojekt: „Jeder Euro für Bildung ist der beste Euro, den wir in unserem Land investieren.“ Er versprach die Baumaßnahme mit in seine Arbeit zu nehmen und weiterzutragen.
Alle Beteiligten zeigten sich optimistisch, dass das Gebäude zum Schuljahr 2028/29 aufgeschlossen werden kann. Der Baufortschritt wird künftig nicht nur über eine Dokumentationskamera über die Gemeindeseite online nachvollziehbar sein – auch die Gemeinde Schermbeck wird regelmäßig über den Projektverlauf und die weiteren Baufortschritte informieren.