kfd St. Ludgerus Schermbeck: Eine Jahreshauptversammlung und ein Mord
Text und Bilder von Julian Schäpertöns
19.3.2026 Schermbeck (js).Volles Haus bei der Jahreshauptversammlung im Restaurant Triptrap – Ehrungen, neue Mitglieder und ein Krimidinner sorgen für einen abwechslungsreichen Abend: Es war eine ungewöhnlicher Jahreshauptversammlung für die kfd St. Ludgerus Schermbeck am Mittwochabend (18. März) im Restaurant Triptrap. Denn es galt einen Mord aufzuklären Natürlich keinen echten. Nach dem offiziellen Teil hatte der Vorstand ein spannendes Krimidinner vorbereitet. Aber der Reihe nach…
Die 1. Vorsitzende Petra Becker begrüßte am Abend die zahlreichen Anwesenden und richtete dabei einen besonderen Blick auf den Zuwachs im Verein. Zehn neue Mitglieder wurden willkommen geheißen. Insgesamt zählt die kfd Schermbeck derzeit 397 Frauen.
Auch überregional war die kfd zuletzt aktiv. Petra Becker berichtete von Entwicklungen auf Bundesebene sowie von einem Treffen in Leipzig, bei dem Delegierte aus ganz Deutschland über aktuelle Themen diskutierten. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Künstliche Intelligenz die Arbeitswelt verändert – und welche Auswirkungen dies insbesondere auf die Geschlechtergerechtigkeit hat. Ein prägnanter Gedanke der Referentin Dr. Carola Burkert blieb dabei besonders hängen: „KI denkt nicht – sie muss gestaltet werden.“ Gerade Frauen seien hier gefragt, sich stärker einzubringen.
Doch auch vor Ort war das vergangene Jahr von zahlreichen Aktivitäten geprägt. Neben regelmäßigen Gottesdiensten und Klöncafés organisierte die kfd unter anderem ein Neujahrsfrühstück, Ausflüge, etwa zum Friedensdorf oder zur Brauerei Grolsch, eine Wanderung, eine Fahrradtour sowie die Teilnahme an der „Lachenden Kölnarena“. Auch soziale Projekte kamen nicht zu kurz: So wurden im Rahmen der Aktion „Weihnachtswunder“ 1000 Euro gespendet.
Ein besonderer Dank galt den vielen ehrenamtlichen Helferinnen, die Veranstaltungen planen und umsetzen. „Ohne euer Engagement würde es uns keinen Spaß machen“, betonte Becker. Die Gemeinschaft sei über die Jahre zu einer echten Herzensangelegenheit geworden.
Dieses Engagement soll künftig auch sichtbar im Ort verankert werden: Geplant ist eine Bank samt Baum auf dem Friedhof als Ort des Erinnerns und der Begegnung. Zudem besteht die Aussicht auf größere Räumlichkeiten im neuen Pfarrheim – nähere Informationen dazu sollen Anfang April folgen.
Traditionell nahm auch die Ehrung langjähriger Mitglieder einen wichtigen Platz ein. Für zehn Jahre Zugehörigkeit wurden Ulrike Dahlhaus, Maria Gollub und Claudia Schulze ausgezeichnet. Auf 20 Jahre Engagement blickt Anne Tempelmann zurück, während Hanne Weiligmann bereits seit 40 Jahren Teil der Gemeinschaft ist.
Zum Abschluss hatte sich der Vorstand etwas Besonderes einfallen lassen: Bei einem Krimidinner galt es, einen Mordfall auf einem Campingplatz aufzuklären. Die Frauen im Saal rätselten darüber, wer hinter der Tat stecken könnte.