v.li Marvin Schregel, Kimberly Kister, jeremy Geßmann und Bea Heinemann
Jeremy Geßmann und Kimberly Kister gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge in die Festtage
8.7.2026 Schermbeck (geg). Die letzten Tage der Regentschaft von Jeremy Geßmann und Kimberly Kister sind angebrochen. Obwohl die Königswürde recht spontan eingetreten ist, blicken beide auf eine erfüllende und tolle Zeit zurück. Das berichten sie im Gespräch. Nicht wissend was sie erwartet, haben sie sich im vorigen Jahr in das Abenteuer Schützenkönigspaar der Kiliangilde Schermbeck gestürzt, getreu der Devise "Einfach mal machen"
König Jeremy schießt bereits seit knapp 10 Jahren mit dem Luftgewehr, ist auch Mitglied bei den Sportschützen. Als Schüppenschütze beteiligt er sich ebenfalls am Schüppenweitwurf, doch mit dem Gewehr scheint er erfolgreicher zu sein. Denn neben der Königswürde sicherte er sich in diesem Jahr beim Amtspokalschießen die Königsscheibe.
Spontan hatte sich der 25-jährige Landschaftsgärtner entschlossen, den Vogel von der Stange zu holen. Das war für seine Freundin, die er zur Königin machte, echt überraschend. „Eigentlich wollten wir ganz normal wie alle Kilian feiern und dann sagt mir jemand um 15 Uhr, du wirst Königin“, erinnert sich Königin Kimberly lachend. In der Achterbahn der Gefühle sei ihr aber klar gewesen: „Ok ich mach das, ich möchte an seiner Seite sein.“
Als es dann soweit, und der erste Gratulationsparcours vorbei war, saß sie zack auch schon beim Friseur und die Haare wurden gemacht. Ihr blieben knapp zwei Stunden Zeit bis zur Krönung. Die Mühlenteichmädels halfen ihr beim Kleid besorgen, denn: „Ich hatte nichts Festliches im Schrank, genauso ging es Bea Heinemann die Ehrendame wurde.“ Erst am Sonntagmorgen war Zeit sich etwas Eigenes für den festlichen Tag zu besorgen.
Den Treffer selbst habe Jerremy Geßmann gar nicht gesehen, denn „Ich schließe die Augen beim Schuß.“ Mit der Königswürde habe er sich einen Kindheitstraum erfüllt, erzählt er. Der gebürtige Bösenseller, der seit sieben Jahren in Schermbeck lebt, ist mit der Tradition des Schützenwesens aufgewachsen und möchte in Zukunft als Offizier helfen, die Tradition im Ort zu bewahren.
Gemeinsam blickt das Paar auf ein „Mega Jahr“ zurück. Viel Schönes hätten sie erlebt, und das Schützenfest aus einer ganz anderen Perspektive wahrgenommen. „Wir waren überrascht wieviel Arbeit der Vorstand in das Fest steckt,“ so die Erfahrung des Königspaares. Und: „Man geht Jahr für Jahr einfach drei Tage feiern und macht sich gar keine Gedanken darüber, das war wirklich sehr aufschlussreich das einmal erleben zu können“, resümiert Geßmann. Genauso sehe das auch seine Königin, die sich den Mühlenteichmädels anschließen wird.
Jetzt freuen sie sich auf die Kilianstage, geben Krone und Kette aber ungern weiter.





