
Kreis Wesel: Ergebnisse der Kreistagssitzung vom 9. Juli
10.7.2026 Kreis Wesel (pd). In der Kreistagssitzung am Donnerstag, 9. Juli 2026, beschäftigten sich die Ausschussmitglieder vor der Sommerpause mit verschiedenen Themen.
Abrechnung der ÖPNV-Umlage: Rückzahlung an die Kommunen
Der Kreistag beschloss einstimmig, den Minderbedarf bei der ÖPNV-Umlage in Höhe von 968.002 Euro mit den kreisangehörigen Kommunen zu verrechnen. Bei der Mehrheit der Kommunen führt dies zu einer entsprechenden Rückzahlung. Die Summe wurde im Rahmen des Jahresabschlusses 2024 festgestellt. Die ÖPNV-Umlage ist eine differenzierte Umlage und berechnet sich unter anderem durch die Berücksichtigung der Ist-Kilometerleistung in den jeweiligen Kommunen.
Entwurf des Jahresabschlusses 2025
Die Mitglieder des Kreistags nahmen die Einbringung des Entwurfes des Jahresabschlusses 2025 zur Kenntnis. Für den Haushalt 2025 wurden rund 21,7 Millionen Euro aus der Ausgleichsrücklage entnommen und ein globaler Minderaufwand in Höhe von 10,3 Mio. € eingeplant. Der globale Minderaufwand konnte zwar nicht vollständig durch Aufwandsminderungen erwirtschaftet werden, wurde aber durch Verbesserungen auf der Ertragsseite erzielt. Die Haushaltswirtschaft 2025 schließt im Entwurf des Jahresabschlusses mit einem Fehlbedarf von rund 17,1 Millionen Euro ab. Zudem wird im Entwurf ein Überschuss von rund 1,0 Millionen Euro im Jugendhilfeetat ausgewiesen.
Masterplan Förderschulen
Die Mitglieder des Kreistags beschlossen den Masterplan Förderschulen einstimmig. Das Projekt "Masterplan Förderschulen" ist die strategische Antwort der Kreisverwaltung auf die tiefgreifenden strukturellen Herausforderungen in der Förderschullandschaft. Durch einen signifikanten Anstieg der Schülerzahlen, veränderte pädagogische Anforderungen und ein erheblicher baulicher Anpassungsbedarf an den Schulstandorten ist es nötig, ein koordiniertes und langfristig angelegtes Vorgehen zu planen. Der Masterplan sieht vor, die Förderschulen des Kreises Wesel dauerhaft leistungsfähig, bedarfsgerecht und wirtschaftlich aufzustellen. Dabei ist er bewusst nicht als statisches Konzept, sondern als handlungsorientiertes Steuerungsinstrument konzipiert. Die Umsetzung des Masterplans erfordert eine schrittweise Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen.
Ausbildungsplätze bei der Kreisverwaltung Wesel
Der Kreistag beschloss einstimmig, für das Jahr 2027 insgesamt mindestens 20 Ausbildungsplätze zu besetzen. Diese teilen sich auf 7 Inspektoranwärterinnen und -anwärter auf, auf 10 Verwaltungsfachangestellte, von denen ein Ausbildungsplatz zur Förderung des Berufseinstiegs für schwerbehinderte Jugendliche vorgesehen wird, 2 Vermessungstechnikerinnen und -techniker und 1 Straßenwärterin bzw. -wärter.
Fortsetzung der Hofkonzerte
Seit 2021 finden die Hofkonzerte im Kreis Wesel statt und haben sich als kulturelles Identifikationsmerkmal bewährt. Die Mitglieder des Kreisausschusses beschlossen mehrheitlich, dass die Kreisverwaltung auch in den kommenden Haushaltsjahren jeweils 35.000 Euro für die Mitfinanzierung der Hofkonzerte in die Haushaltsplanung aufnehmen soll.