Im Rahmen der Eröffnung zum Traditionsfest wurden verdiente Schützen geehrt
10.7.2026 Schermbeck (pd/geg). Am Freitagabend wurde das Kiliansfest im Königreich am Mühlenteich feierlich eröffnet. Noch am Vormittag haben Vorstand und Offiziere, sowie weitere Beteiligte die Ärmel hochgekrempelt und das Dorf festfein geschmückt. Im Festzelt und auf der Seeterasse beginnt heute Abend der letzte Ball für das amtierende Königspaar Jeremy Geßmann und Kimberly Kistner. Doch vorher ehrte Präsident Markus Hindriclksen verdiente Schützen der Gilde.
Bernhard Berger: Engagierte Unterstützung als Schütze beim Amtspokal und Schießwart
Bernhard Berger war über viele Jahre hinweg ein treuer Wegbegleiter und engagierter Unterstützer der Schermbecker Gilde. Besonders beim traditionellen Amtspokalschießen – dem heutigen Traditionspokal – stellte er seine Treffsicherheit unter Beweis: Als bester Schütze der Gilde sicherte er sich den Sieg in einem packenden Stechen gegen einen talentierten Jungschützen aus Brünen. Zu seiner feierlichen Ehrung in Brünen wurde er damals vom Vizepräsidenten Franz Besten begleitet.
Auch abseits der Wettkämpfe brachte er seine Expertise als erfahrener Sportschütze ein. Jahrelang unterstützte er Schießmeister Johannes Hoppius an der Schermbecker Vogelrute am Waldweg und sorgte so für einen reibungslosen Ablauf des Königsschießens. Ebenso leitete er zwischenzeitlich mit den Sportschützen Gerd Graaf und Erich Rütter das Jungschützenschießen der Nachwuchs-Kilianer.
Ein besonderer persönlicher Erfolg markierte das Jahr 1965: Beim Kilian-Schützenfest sicherte sich Bernhard Berger als vorletzter Schütze die begehrte Schützenschnur und musste sich nur dem späteren König Rainer Schoel geschlagen geben. Auch im Jahr 1990 gehörte er neben dem späteren Schützenkönig Siegfried Mika zum „harten Kern“ um die Köngiswürde.
Günter Hater: Zuverlässige und gewissenhafte Aufsicht am Schießstand
Günter Hater hat sich seit 2009 als Schießwart der Kilian-Schützengilde Schermbeck verdient gemacht. In seiner ersten Verantwortung als Schießwart wurde Tasso Stiebels König der Schützengilde. In dieser Funktion beaufsichtigt er nun alljährlich das Königsschießen der Gilde sowie alle fünf Jahre das Kaiserschießen. Seine tiefe Verbundenheit zur Gilde zeigte sich unter anderem in der Spende eines zweiläufigen Gewehrs/Schrotflinte.
Günter Hater ist die zentrale Anlaufstelle für fast alle Belange rund um den Schießstand an der Schermbecker Seeterrasse und sorgt für einen reibungslosen Ablauf. An seiner Seite unterstützen ihn Michael Redeker und Wolfgang Lensing. Die Tradition und seine Leidenschaft für das Schützenfest hat Günter Hater zudem innerhalb seiner Familie weitergegeben.“
Kurt Weisner: Tradition und Präzision: Die Entwicklung des Jungschützenschießens
Kurt Weisner hat seit vielen Jahren das Jungschützenschießen der Gilde – meist als Aufsicht beim Schießen – mitgestaltet. Die Ermittlung des Jungschützenkönigs ist ein fester Bestandteil des Schermbecker Kilianfestes. „Am Kilian-Montag 2015 nutzte der Nachwuchs die Schießpause der „großen“ Kilianer, um seinen Regenten zu bestimmen.“ (Presse) Unter der fachkundigen Leitung von Gerd Graaf, Erich Rütter und Kurt Weisner von den Sportschützen Schermbeck wurde auf der Seeterrasse auf einen hölzernen Scheibenvogel geschossen. Am Ende konnte Kurt Weisner dem glücklichen Sieger Christopher Hans zur Königswürde gratulieren.
Drei Jahre später, im Jahr 2018, gab es eine Neuerung: Der Wettbewerb der Kilian-Schützengilde fand erstmals im Schießstand der Sportschützen Schermbeck statt. Geleitet wurde das Schießen von den Schießwarten Kurt Weisner und Siegfried Becker. In diesem Jahr setzte sich Silvan Lippach gegen seine Konkurrenten durch und wurde neuer Jungschützenkönig.
Des Weiteren hat er als Trainer und Schütze maßgeblich an unseren Erfolgen beim Traditionspokal mitgewirkt. Dass diese Leistung innerhalb solcher Wettbewerbe in den Händen von einem Experten liegt, beweist insbesondere die sportliche Vita von Kurt Weisner. Seine außergewöhnliche fachliche Kompetenz stellte er unter anderem am 19. Oktober 2013 in Dortmund unter Beweis. Er nahm dort bei den Deutschen Meisterschaften im Luftgewehrschießen (aufgelegt) teil und erreichte zuvor mit beachtlichen 295 Ringen exakt die Ringzahl, die er bei den Landesverbandsmeisterschaften (LVM) zur Qualifikation erreichen musste.
Gerd Graaf – Ein Leben für das Schützenwesen
In jedem Verein gibt es Ereignisse, nach denen vieles anders wird. Zu einem solchen Moment kam es bei der JHV der Sportschützen am 4. Februar 2026: Nach stolzen 32 Jahren an der Spitze des 1961 gegründeten Sportschützenvereins Schermbeck gab Gerd Graaf sein Amt als Vorsitzender ab. Damit endet im 65. Vereinsjahr eine beeindruckende Amtszeit, die von Kontinuität, Leidenschaft und tiefer Verbundenheit zum Schützenwesen geprägt war.
Rückblick auf Jahrzehnte des Engagements
Schon im April 2001 zeigte Gerd Graaf seine Wertschätzung für treue Weggefährten, als er Kurt Weisner für 25 Jahre und Bernhard Berger für über 30 Jahre Mitgliedschaft ehrte. Dass er nun, ein Vierteljahrhundert später, selbst das Zepter weiterreicht, schließt einen Kreis.
Gerd Graaf war jedoch weit mehr als „nur“ der Vorsitzende der Sportschützen. Für die Kilian-Schützengilde Schermbeck war er über Jahrzehnte eine unverzichtbare Stütze.
Als Schießwart und bei der Aufsicht des Jungschützenschießens – das 1989 seine Premiere feierte – leistete er wertvolle Basisarbeit. Ein Zeitungsartikel aus dem Jahr 2013 erinnert treffend an die erfolgreiche Zusammenarbeit: „Als Mitglieder der Sportschützen leiteten Gerd Graaf, Erich Rütter und Bernhard Berger das Schießen auf einen hölzernen Scheibenvogel.“
Wie prägend die Arbeit von Gerd Graaf war, zeigt ein Blick auf die Liste der ehemaligen Jungschützenkönige. Viele von ihnen fanden den Weg in feste Ämter unserer Gilde. Ein besonderes Beispiel dafür ist ein uns sehr vertrauter Weggefährte, der heute als Ehrenschütze und ehemaliger König von 2012 eng mit unserer Gilde verbunden und mit den Traditionen vertraut ist. Markus Redeker, Jungschützenkönig von 1991, der heute als Nachfolger von Gerd Graaf das Amt des 1. Vorsitzenden der Sportschützen mit Verantwortung übernimmt.
Wir danken Gerd Graaf von Herzen für seinen unermüdlichen Einsatz. (Foto mit Markus Redeker – Quelle: schermbeck-grenzenlos.de – v.l.)
Es ist erstaunlich und erfüllt uns mit Stolz, wie viele ehemalige Jungschützenkönige der Gilde bis heute als Offiziere treu geblieben sind und/oder bereits die Königswürde der Gilde getragen haben.
Jens Hinricksen: Ein Vierteljahrhundert im Dienst der Tradition, der Gilde und der „Schüppenkompanie“
Die Ehrung zum „verdienten Schützen“ innerhalb der Kilian-Schützengilde Schermbeck von 1602 e.V. markiert einen Höhepunkt einer bemerkenswerten Kilian-Laufbahn. Jens Hindricksen ist ein Schütze durch und durch. Bereits im Jahr 2003 sicherte er sich die Würde des Jungschützenkönigs.
Im Jahr 2007 regierte er die Gilde als Schützenkönig und teilte seine königliche Regentschaft mit Königin Yvonne Grewing. Sein Wirken ist aber auch untrennbar mit der Schüppenkompanie (oft kurz „Schüppen“ genannt) verbunden, in deren Vorstand er insgesamt 25 Jahre aktiv war.
Die Schüppenschützen sind heute ein fester und lebendiger Bestandteil des Schermbecker Kilian-Brauchtums. Bekannt für ihren Schlachtruf „Schüpp Schüpp Hurra“, pflegen sie eine humorvolle, aber tief verwurzelte Kameradschaft. Jens Hindricksen prägte die Kompanie über Jahre hinweg maßgeblich – zunächst als Vizepräsident und zuletzt drei Jahre als Präsident. Auch sportlich (oder eher zielgenau beim Schüppenwerfen) bewies er Geschick. Im Jahr 2012 errang er den Titel des Schüppenkönigs und damit die „goldenen Schüppe“.
Mit der Auszeichnung zum „verdienten Schützen“ würdigt die Gilde die Verdienste von Jens Hindricksen rund um die Kiliangilde und die Schüppenkompanie.
Ob als Repräsentant und König auf dem Thron oder als Organisator im Hintergrund der Schüppenkompanie – Jens Hindricksen steht für die Kontinuität und den Zusammenhalt, die den gesamten Verein seit über 400 Jahren ausmachen.
Erich Rütter: Eine Auszeichnung für ein Lebenswerk voller Ehrenamt: Erich Rütter zum „Verdienten Schützen“ ernannt
Unser Schützenwesen und die lokale Gemeinschaft leben vom unermüdlichen Einsatz einzelner Persönlichkeiten, die über Jahrzehnte hinweg das Fundament unserer Vereine prägen. Im Rahmen einer feierlichen Ehrung dürften wir nun einen Mann auszeichnen, dessen Name wie kaum ein anderer für Pflichtbewusstsein, Kameradschaft und Heimatliebe steht: Erich Rütter wird offiziell der Titel „Verdienter Schütze“ verliehen.
Erich Rütters Engagement reicht zurück bis zu den Wurzeln des Schießsports in unserer Gemeinde. Als Gründungsmitglied des im Jahr 1961 ins Leben gerufenen Sportschützen Schermbeck e.V. legte er den Grundstein für die heutige Vereinsstruktur. Er bewies nicht nur Sportsgeist, sondern übernahm auch früh planerische Verantwortung: Von 1980 bis 1994 leitete er die Geschicke des Vereins als 1. Vorsitzender mit Weitblick und ruhiger Hand.
Unvergessen bleibt auch sein Einsatz am Schießstand, der sogar in den Archiven der Ruhr-Nachrichten dokumentiert ist. Über lange Jahre hinweg begleitete Erich gemeinsam mit Johannes Hoppius als Schießaufsicht das traditionelle Vogelschießen an der historischen Vogelrute am Waldweg. Doch damit nicht genug: Zusammen mit Gerd Graaf und Bernhard Berger leitete er zudem die spannenden Schießen der Jungschützen auf den hölzernen Vogel und förderte so früh den Schützennachweis der nächsten Generation.
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Auch in der traditionsreichen Kilian-Schützengilde Schermbeck von 1602 e.V. ist Erich Rütter eine feste Institution. Seit über 50 Jahren ist er dort als treuer Schütze eingetragen. Über viele Jahre hinweg bereicherte er zudem das Offizierskorps der Gilde durch seine Zuverlässigkeit und Haltung. Ein ganz besonderer Moment seiner Schützenlaufbahn jährt sich in diesem Sommer fast auf den Tag genau: Im Juli 2000 nahm Erich als ehemaliger Fahnenoffizier stolz an der offiziellen Zeremonie und Übergabe der neuen Vereinsfahne teil – damals Seite an Seite mit Hermann Hülsmann und Ehrenschütze Bernd Holtmann.
Dass Erichs Herz nicht nur für das Schützenwesen, sondern für die gesamte Schermbecker Kultur schlägt, bewies er abseits des Schießstands im Heimat- und Geschichtsverein. Über mehrere Wahlperioden hinweg brachte er seine Erfahrung als Beisitzer in den Vorstand ein. Ob beim regelmäßigen Museumsdienst oder beim tatkräftigen Anpacken während der Planung und des Aufbaus neuer Ausstellungen – auf seine Unterstützung war und ist stets Verlass.
Mit der Auszeichnung zum „Verdienten Schützen“ bedankt sich der Vorstand bei Erich Rütter für ein beeindruckendes Lebenswerk im Zeichen der Tradition in der Gilde. Wir gratulieren von ganzem Herzen und wünschen ihm weiterhin beste Gesundheit, Lebensfreude und Gut Schuss!
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