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Marode Haube von der Dammer Mühle zu Restaurationszwecken entfernt

22.7.2026 Damm (geg). Vorbeifahrende auf der B58 blieb der marode Zustand des Windmühlenturms in Damm nicht verborgen. Große Löcher im Dach verschafften einen Durchblick und ein Flügel fehlte. Jetzt wurde die Haube zu Restaurationszwecken abgenommen. Die Besitzerin Angelika Große Kock betont, dass es ihr eine Herzensangelegenheit ist, die Mühle, die 1984 in die Denkmalliste der Gemeinde Schermbeck eingetragen wurde, zumindest instand zu halten. Sie komplett zu restaurieren, würde Millionen verschlingen. Allein die Kosten der Restauration der Haube inklusive der Restaurierung der Böden innerhalb der Mühle um sie wieder begehbar zu machen, werden auf 500.000 Euro geschätzt. „Für mich ist das kein glücklicher Tag, weil ich nicht weiß, wie wir das wieder in den Urzustand versetzen können“, sagt die Mühlenbesitzerin Angelika Große Kock.

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Etwas optimistischer zeigt sich da Theresa König von der Denkmalschutzbehörde, die das Projekt begleitet und aus Erfahrung wisse, dass solche Projekte meist durch unterschiedliche Fördertöpfe finanziert werden können. Einen positiven Bescheid brachte Charlotte Quik (CDU MdL) schon mal zum Pressetermin mit. „Eine Förderung in Höhe von 40.000 Euro wurde aus der Denkmalförderung des Landes NRW bewilligt,“ so die Landtagsabgeordnete, die natürlich wisse, dass das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sei. Auch Sascha van Beek wolle sich für Bundesmittel einsetzen, hieß es.
Die Mühle in Damm ist die östlichste Mühle am Niederrhein und ein Wahrzeichen in Damm. Das zu erhalten ist der Eigentümerin Angelika Große Kock wichtig. Sie sagt: „Ich bin mit und an der Mühle aufgewachsen und fühle mich dem Erbe verpflichtet.“

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v.l. Angelika Große Kock Theresa König, Charlotte Quik und Moolenmester Gerben Vaagst

Der Zahn der Zeit hat der Haube im Laufe der Jahre schwer zugesetzt. Sturm Kyrill hatte vor Jahren einen Flügel halbiert, den zweiten ein Blitzeinschlag. Die Eigentümerin berichtet: „Das ganze Dach mit Flügelkreuz droht an stürmischen Tagen abzustürzen, durch die Löcher im Dach regnet es herein.“ Um die „alte Dame“ aus dem 19. Jahrhundert zumindest trocken zu legen und weitere Witterungsschäden vorzubeugen, wurde die Dachkonstruktion mit Flügelkreuz abgenommen und ein Notdach aufgelegt. Ausgeführt werden die Arbeiten von der Firma Vaags und Grot Wesseldijk aus Aalten. Theresa König ließ es sich nicht nehmen in die auf dem Boden stehende Haube zu klettern und sich einen groben Überblick zu verschaffen und festzustellen, welche Teile im Laufe der Jahrzehnte erneuert wurden. „In vielen Teilen ist sie historisch erhalten“, stellte sie erfreut fest.

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Die von 1863 – 1864 erbaute Windmühle wurde im Jahr 1888 von dem Dammer Wilhelm Holtmann erworben und betrieben. Seither befindet sie sich in Familienbesitz. Die in zwei Weltkriegen schwer getroffene Mühle ist Zeugnis des ständigen Wandels. Aus einem Wind-Mühlenbetrieb wurde 1894 mit Erweiterung um ein Kesselhaus ein Mahlbetrieb mit Dampfmaschine. Nach Ende des 1. Weltkriegs verlagerten sich mit der Elektrifizierung die Einkünfte in die Landwirtschaft. So entstand aus Mühle und Wohnhaus ein Hof mit Tenne und Scheune. „Dieses landschaftsprägende Ensemble in seiner Einheit zu erhalten, das ist mein Ziel“, sagt die Eigentümerin.

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