
Und dann fiel der Vogel doch noch und machte Jan-Philipp Gawlina zum König der Fähnchenschützengilde
26.7.2026 Buschhausen (geg). Jan - Philipp Gawlina machte zu sehr später Stunde, also genau gesagt um 1.15 Uhr dem Vogel den Garaus und holte den Styroporrest von der Stange. Der Vorjahreskönig hatte hier für ein besonders fettes Exemplar gesorgt, welcher für die Aspiranten eine echte Herausforderung darstellte. Es war Mitternacht als endlich der letzte Flügel, allerdings mit Hilfe eines Wurfgeschosses welches plötzlich in Richtung Vogel segelte, hinabfiel. Sehr zur Freude des Vorstandes erwies sich in der Folge die Rumpftrophäe als sehr begehrt. Bernd Becker, Hansjörg Teske, Markus Fasselt, Stephan Fasselt, Marvin Heiming und Jan-Philipp Gawlina kämpften um die Königswürde in Buschhausen. Zwischendurch kam immer wieder die Säge zum Einsatz und dann- um 1.15 Uhr fiel er endlich.
Zur Königin wurde Nicole Schult, die völlig aus dem Häuschen war. Zum Throngeschlunze gehören Martin Große- Ruiken und Målin Baumeister sowie Marvin Heiming und Nina Große- Ruiken.
Aber von vorne:
Schon um 13 Uhr traf sich die Festgesellschaft an der Vogelstange bei Groß-Ruiken und machte sich um 14 Uhr auf den langen Weg zum Hof Cluse. Wegzehrung in bewährter Form gab es von Tatjana Janowitz, Hotel zur Linde, die sich nicht lumpen ließ und reichlich Flüssiges ausschenkte. Genauso in der Gaststätte Overkämping - auch Gastwirtin Alexandra Schult zeigte sich wie immer äußerst spendabel. Nach einer Dusche in der Waschanlage von Fasselt, gab es auch hier auf der Wiese eine Stärkung in Form von Flüssigem, bevor der fröhliche Tross um 17 Uhr auf dem Hof Cluse ankam.
„Das war wieder ein spitzen Umzug“, urteilte Präsident Lukas Dahlhaus, der hier seine Premiere als neuer Präsi absolvierte in seiner ellenlangen Ansprache. Dahlhaus löste Marius Sühling ab, der nach 11 Jahren sein Amt niederlegte. „Nach so langer Zeit ist das nötig“, sagte dieser. Viele Dankesworte galten ihm und seinen Verdiensten für die Tradition, das Volk jubelte und jubelte und jubelte. Sühling wurde von Lukas Dahlhaus zum Ehrenpräsidenten ernannt. Schützen wurden geehrt, unter ihnen auch das Silberkönigspaar Patrick Striewe und Steffi Eifert.

44 Eintragungen in die Schützenliste waren im Laufe der Jahre möglich. Martin Dahlhaus und Johannes Cluse waren 40 mal dabei – das wurde besodners gewürdigt.
Satirisch betrachtet hat Lukas Dahlhaus die Kilianstage der Lieblingsgilde in Altschermbeck und berichtete unter anderem, dass aus den Fähnchenschützen fast doch Schnittchenschützen geworden wären. Was war passiert: Aus Kostengründen habe die Lieblingsgilde die nächtlichen Schnittchenplatten für die Throngemeinschaft gestrichen. Dahlhaus erinnerte: „Ihr wisst, damals wurden aus Kostengründen die Fähnchen gestrichen und Button sollten als Ersatz dienen. In diesem Jahr waren es wieder Kostengründe mit der eine beliebte Tradition ausgelöscht wurde. Aber einfallsreich wie die Fähnchenschützen sind, sind sie montags los, haben Schnittchen und Belag eingekauft und am Abend für die Thronpaare ansehnliche Schnittchenplatten kreiert. Nur hat König Nico Höller diese für sich gebunkert, da er für die Nacht keine Eier zuhause hatte. „Das wird uns nicht passieren“, so der Präsi und versprach für die Zukunft: „Für den neuen König haben wir reichlich Eier da, die in seine Pfanne wollen.“

Eine weitere Geschichte war die offensichtliche Sorge der Lieblingsgilde um Königsanwärter. Im Vorfeld hat der Vorstand 6 DINA 4 Seiten mit allem Wissenswerten rund um eine Regentschaft aufgeschrieben und als Prospekt verteilt. So viel Papier wollten die Fähnchenschützen nicht verschwenden. Christoph Tempelmann spielte kurzerhand den Christoph aus den Sach- und Lachgeschichten der Maus und demonstrierte wie man in Buschhausen König wird- vom Umzug am Mittag bis zum Aufwachen am nächsten Morgen. Die Geschichte dazu sprach Målin Baumeister.

Und sonst: Ein bisschen Frotzeln über dieses und jenes und die ersten Schüsse auf den Vogel konnten beginnen.
Als es geschafft war und der folgenden Verabschiedung des alten Thrones und der Inthronisierung der neuen Majestäten hieß es dann: “ The same procedure as every year“. Die Tenne wurde gerockt bis zum Umfallen und später der neue König nach Hause gebracht.
Viele Fotos findet Ihr hier in den Galerien - einige Reels sind in den Socialmediakanälen veröffentlicht
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