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Ehrungen bei den Schermbecker Sportschützen

Schermbecker Sportschützen feierten ihr Jubiläum und blickten auch auf turbulente Zeiten zurück

1.9.2026 Schermbeck (geg). Viele Gäste kamen am Samstag zum Vereinsheim der Sportschützen Schermbeck um gemeinsam das 65 jährige Jubiläum zu feiern. Der Vorsitzende Markus Redeker begrüßte die Gäste und blickte kurz auf die lange Vereinsgeschichte zurück, die auch Humorvolles, was in keiner Chronik steht, beinhaltete. Denn hätten sie gedacht, dass die heuteigen Senioren des Vereines bereits die niederländische Nationalmannschaft geschlagen haben? „Es war bei einem Training in Brünen, wo zur selben Zeit die Holländer ihre Fähigkeiten verbessern wollten. Kurz gesagt, beide Mannschaften traten aus Spaß gegeneinander an und die Niederländer mussten sich geschlagen geben,“ erzählte Redeker. Und der langjährige Vorsitzende Gerd Graaf erinnert sich gut daran, dass er von seiner Mutter ein Trainingsverbot erhielt, weil dieses zu dessen Jugendzeiten in einer Kneipe stattfand.

Markus


Wechselhafte Zeiten und immer wieder wechselnde Trainingsstätten bis er nach einigen Jahren endlich im jetzigen Zuhause ankam erlebte der Verein, der sich am 7. Februar 1961gründete und dessen Vorsitz Fritz Berger übernahm. Die erste Trainingsstätte befand sich im Keller der heutigen Maximilian-Kolbe-Grundschule. Nach der Kündigung seitens des Schulausschusses fanden die Sportschützen 1964 im Saal Köllmann, heute das chinesische Restaurant ein neues Zuhause.
Ab dem Jahr 1968 wurde durch den neuen ersten Vorsitzenden Ernst Niebuhr die Jugendarbeit in den Vordergrund gestellt, ab 1969 erfolgte das Training wieder in der damaligen „Maxi Schule“. Im Jahr1971 schlossen sich die Brichter Sportschützen dem Verein an. Hier trat auch Gerd Graaf, der spätere langjährige Vorsitzende, in den Verein bei.
1972 kündigte erneut der Schulverband die Übungsräume in der Schule. Zu diesem Zeitpunkt verlor der Verein viele Mitglieder, die sich anderen Vereinen mit besserer Trainingsmöglichkeit anschlossen. Die Folge: Die Jungendarbeit musste aufgegeben werden. Damit überhaupt ein Training stattfinden konnte, wurde es kurzfristig in die Gaststätte Nappenfeld verlegt.
Der ständige Wechsel der Trainingsstätten erfreute die Mitglieder nicht, so dass der Wunsch nach eigenen Räumen und der Wiederaufnahme der Jugendarbeit im Verein groß war. Schließlich erlaubte die Verwaltung den Sportschützen die Nutzung des alten Feuerwehrhauses, das den Schützen heute noch als Vereinsheim dient. Für den Umbau wurde das Training für ein Jahr ausgesetzt. Die Mitglieder krempelten die Ärmel auf und steckten ihre Freizeit in das neue „Zuhause“ gesteckt. Federführend waren hier die Handwerker und Mitglieder Rainer Schoel und Erich Rütter. Im Herbst 1975 war es dann so weit und der Verein zog in das neue Gebäude ein.

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Im Laufe der 2000er Jahre schrumpfte die Zahl der aktiven Mitglieder, so dass sogar eine Auflösung in Erwägung gezogen wurde. Das kam auch den Schützen der Kiliansgilde Schermbeck im Jahr 2019 zu Ohren, die sich ein Jahr später entschlossen, dem Verein auch personell unter die Arme zu greifen. Mit Erfolg, es ging wieder bergauf. Seit gut einem Jahr gibt es ausserdem die Kooperation mit den Zielsportfreunden Schermbeck. 
Das Haus wurde Abschnitt für Abschnitt renoviert, aber fertig ist es immer noch nicht. Redeker ließ nicht unerwähnt, dass die Arbeiten nur durch die starke Mithilfe der Vereinsmitglieder und auch die Unterstützung einiger Schermbecker Firmen und den örtlichen Bankinstituten möglich wurden.
Erfreut ist er über die sportlichen Erfolge, die sich wieder einstellten. Es wurden über die Jahre mehrere Kreismeister, Bezirksmeister und Landesmeister gestellt. Markus Redeker freut sich: „Und auch heute noch sind unsere Schützen bei den Wettkämpfen vorne mit dabei. Federführend sind hier unsere Senioren und die Damen zu nennen, die sich durch ihre guten Leistungen hervorheben. Auch konnte das regelmäße Training mit dem KK-Gewehr wiederbelebt werden.“ Das wird im Schützenhaus Damm durchgeführt. Zum Abschluss seiner Ansprache erhielten einige Mitglieder Ehrungen des Kreissportbundes.

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Gerd Graaf, Kurt Weisner und Gerd Nuyken erhielten eine Ehrennadel für ihre 50-jährige Mitgliedschaft.
Bernhard Berger erhielt eine Ehrung für 60- jährige Mitgliedschaft.
Erich Rütter und Hermann Friem sind seit der ersten Stunde dabei und erhielten eine Ehrung für die 65-jährige Mitgliedschaft.
Gerd Graaf erhielt die Verdienstspange in Gold für seine 30jährige Arbeit als Vorsitzender des Vereins.
Lobende Worte gab es vom stellvertretenden Bürgermeister Ullrich Stiemer, der dem Verein und den Jubilaren gratulierte und kurz die Bedeutung des Ehrenamtes in der Gemeinde unterstrich.