
Mitmachen beim Klima-Triathlon und 223 Lippe-Kilometer zurücklegen
10.9.2026 Dorsten (pd). Aktion an der Zeche Fürst Leopold am 15./16. September. Radeln, laufen und rudern auf Fitnessgeräten
Dorsten. Was ist eine Schwammstadt? Wie kann jeder vorsorgen für Hitze und Starkregen? Antworten auf diese Fragen finden Bürger*innen beim Klima.Markt, der anlässlich des Klima.Werk-Forum am 15./16. September jeweils von 9 bis 17 Uhr auf dem Areal der Zeche Fürst Leopold aufgebaut wird. Und eine sportliche Herausforderung gibt es auch: Jeder kann auf einem von drei Fitnessgeräten (Rudern, Laufen, Radfahren) symbolisch einen Teil der 222,6 Kilometer langen Lippe zurücklegen. Das Motto: „Klimafolgenanpassung braucht Ausdauer. Gemeinsam für die Region“.
Die Stadt Dorsten als Mitglied der Zukunftsinitiative Klima.Werk ist in diesem Jahr Gastgeber für das 11. Klima.Werk-Forum, das am 15. und 16. September in der Zeche Fürst Leopold stattfindet (Fürst-Leopold-Platz 1). Das Forum ist eine jährliche Veranstaltung, bei der sich Mitarbeitende aus den Stadtverwaltungen (z.B. Tiefbau, Umwelt, Stadtentwässerung, Gesundheit) sowie aus Wasserwirtschaft, Wissenschaft und Politik treffen. Die Teilnehmenden kommen aus der ganzen Region und arbeiten gemeinsam daran, Städte klimarobust umzubauen und für die Folgen des Klimawandels zu wappnen.

Die multifunktionale Fläche im Schölzbachtal kann bei Bedarf große Mengen an (Regen-)Wasser zwischenspeichern - ein Schwammstadt-Baustein. Stellten das Klima.Werk-Forum vor (v.li.): Holger Lohse, Technischer Beigeordneter der Stadt Dorsten, Ulrike Raasch, Projektentwicklerin in der Serviceorganisation der Zukunftsinitiative Klima.Werk bei Emschergenossenschaft/Lippeverband, und Annette Ebener, Leitung Stadtentwässerung und Wasserbau im Dorstener Tiefbauamt. Foto Ludger Böhne
Weil es sich um ein Arbeitstreffen handelt, ist die Veranstaltung nicht öffentlich. Aber vor den Hallen der Zeche Fürst Leopold, zwischen den Gastronomie-Betrieben vor Ort, sind Infostände und Angebote aufgebaut, die sich auch an Bürgerinnen und Bürger richten. Hier erfahren sie zum Bespiel, welche Förderangebote es gibt, wenn sie Dächer auf dem eigenen Grundstück begrünen oder andere Schwammstadt-Bausteine umsetzen wollen. Dabei geht es immer darum, Regenwasser zu speichern, zurückzuhalten oder versickern zu lassen.
Das Klima.Werk ruft außerdem zu einer sportlichen Herausforderung auf: Der Fluss Lippe ist 222,6 Kilometer lang, der Lippeverband – ebenfalls Teil der Zukunftsinitiative Klima.Werk – feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Gemeinsam soll deshalb symbolisch die Länge des Flusslaufs bei einem Triathlon zurückgelegt werden: auf einem Rudergerät, einem Laufband oder Fitnessbike. Die Geräte sind beim Klima.Markt aufgebaut; jeder, der teilnimmt, erhält einen Eis-Gutschein als kleines Dankeschön.
Das Motto der Aktion lautet „Klimafolgenanpassung braucht Ausdauer. Gemeinsam für die Region", damit möchte das Klima.Werk ein Zeichen setzen: Der Umbau zur Schwammstadt und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels sind ein langer Weg – der sich nur gemeinsam und mit einem langen Atem bewältigen lässt.
Die Zukunftsinitiative Klima.Werk
In der Zukunftsinitiative Klima.Werk arbeiten Emschergenossenschaft und Lippeverband gemeinsam mit Städten der Emscher-Lippe-Region an einer wasserbewussten Stadt- und Raumentwicklung, um die Folgen des Klimawandels abzumildern und die Lebensqualität in den Quartieren zu steigern. Der blau-grüne Umbau startete 2005 mit der Zukunftsvereinbarung Regenwasser (ZVR) von Emschergenossenschaft, Emscher-Kommunen und dem Land NRW und entwickelte sich 2014 zur Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ weiter, jetzt Zukunftsinitiative Klima.Werk.