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Kirchenstreik: Maria 2.0 ist in Schermbeck angekommen

18.4.2019 Schermbeck (geg). Die Aktion Maria 2.0 hat auch Schermbeck erreicht. Die KfD schließt sich der Aktion an, aber auf eigene Art und Weise.


In der Woche vom 11. bis zum 18. Mai rufen die Mitglieder der Münsteraner Frauengruppe zum Kirchenstreik auf. Die ehrenamtlichen Damen sollen keinen Fuß in Kirchen setzen und keinen Dienst tun.
Die Protestaktion "Maria 2.0"- wurde ins Leben gerufen von Frauen aus der Münsteraner Heilig-Kreuz-Gemeinde. Aus der Kirche auszutreten sei keine Option, die Kirche müsse sich erneuern, so das Anliegen. Lisa Kötter, ein Mitglied der Bewegung Maria 2.0 erklärt dazu: "Es geht in der Aktion darum sichtbar zu machen, wer alles ausgeschlossen ist von Amt und Würde ( Frauen), wessen Lebensentwurf von der Amtskirche als defizitär angeprangert wird( Geschiedene, Homosexuelle, ). Wir nennen diese Initiative auch nicht Streik, sondern Aktion( siehe unseren Brief ).
Das Wort Streik ist aber für Viele ein wichtiges Wort, denn Frauen arbeiten schon lange an einer Erneuerung, die Dringlichkeit, scheint es, war aber noch nie so erhöht, wie zur Zeit. Wir haben hier vor Ort eine wunderschöne Kirche und einen ganz besonders tollen Pfarrer. Der sehr solidarisch mit uns ist. Wir "streiken" nicht gegen ihn, das weiss er. Wir streiken auch nicht gegen Gott oder die Kirche.
Wir wollen unserer Sehnsucht Ausdruck verleihen, dass diese verkrusteten Strukturen, die Gewalt und Ausgrenzung ausgerechnet dort begünstigen, wo es um eine Nachfolge Christi geht, aufgebrochen werden und wir endlich in einer geschwisterlichen Kirche ankommen, die eine frohe Botschaft verkündet, nicht eine, der man vor lauter Grauen nicht mehr ins Gesicht schauen mag.
Darum ein Vorschlag von mir ganz persönlich: Feiern Sie Ihr Fest, gehen Sie in die Kirche, aber vielleicht tun Sie das in weißer Kleidung, um das Anliegen sichtbar zu machen und ins Gespräch zu kommen: Was muss sich verändern, damit wir und unsere Kinder und Enkel gerne dazugehören. Nicht nur zur Ortskirche, sondern zu diesem weltumspannenden Gedanken der Liebe Gottes, die im Mann aus Nazareth sein menschliche Gesicht zeigte."

In einem offenen Brief an den Papst fordern die Frauen unter anderem die restlose Aufklärung der Missbrauchsfälle auch durch weltliche Gerichte und die Anpassung der kirchlichen Sexualmoral an die Lebenswirklichkeit. Das Pflichtzölibat soll aufgehoben werden. Außerdem wünschen sich die Frauen den Zugang zu allen Ämtern der Kirche.
„Dieses Thema ist ein hochbrisantes Thema“, weiß auch Petra Becker, die Teamsprecherin der kfd. Sie sagt: “Wenn wir eine Veränderung wollen, dann muss jetzt etwas geschehen.“ Dabei denken die Damen der Schermbecker kfd auch an ihre Kinder, für die sie sich wünschen, dass sich die Kirche an die Lebenswirklichkeit anpasst. Denn: “Kirche ist Heimat, eine Leben ohne Kirche kann ich mir gar nicht vorstellen “, sagt Petra Becker, die überzeugt ist, dass dieses Thema nicht auf die Streikwoche beschränkt sein wird. Für die Schermbecker Damen liegt der Münsteraner Termin recht ungünstig, denn an diesem Wochenende feiert die Kirchengemeinde das ökumenische Pfarrfest. Deswegen bereitet das Team derzeit einen Themengottesdienst vor, der am 9. Mai stattfinden wird. Und: „Wir gehen in die Kirche, unsere Kirche ist so schön, wir gehören dort hinein,“ so die Auffassung des Vorstandteams.
Das Vorbereitungsteam der kfd Messe und das gesamte Vorstandsteam würde sich freuen, wenn in diesem Gottesdienst im Mai, durch eine rege Teilnahme gemeinsam ein Zeichen gesetzt werden kann. „Die Zeit heilt nicht alle Wunden – lasst uns gemeinsam aktiv sein und uns Gehör verschaffen“, lädt das Team der kfd ein.
Die Aktion „Maria 2.0“ ist nicht die erste Initiative innerhalb der katholischen Kirche, die eine grundsätzliche Erneuerung fordert. Unter dem Motto „#MachtLichtAn“ forderte die kfd mit der Aktion im letzten Jahr die deutschen Bischöfe auf, Licht in das Dunkel der Missbrauchsfälle zu bringen, verkrustete Machtstrukturen abzuschaffen, unabhängige Missbrauchsbeauftragte einzusetzen und die kirchliche Sexualmoral zu verändern. Auch hier zeigte die Schermbecker kfd gemeinsam mit der Dorstener kdf Flagge.

 

 

 (Quelle facebook) Der offene Brief an Papst Franziskus aus Anlass des Sondergipfels in Rom vom 21.-24. Februar 2019 zum Thema der sexualisierten Gewalt in der Kirche
Maria 2.0·Donnerstag, 31. Januar 2019

Heiliger Vater,
wir Frauen glauben, Jesus von Nazareth hat Männern UND Frauen seine befreiende Frohe Botschaft der Liebe verkündet und uns alle zur Nachfolge aufgerufen. Wir beklagen

die vielen bekannten und unbekannten Fälle von Missbrauch und Verletzungen jeglicher Art in der römisch-katholischen Kirche
deren Vertuschung und Verdunkelung durch Amtsträger
das Fehlen glaubhafter Entschuldigungen und echter Hilfe für alle, denen Gewalt angetan wurde
dass deshalb viele Menschen der Kirche die Botschaft nicht mehr glauben Wir stehen fassungslos, enttäuscht und wütend vor dem Scherbenhaufen unserer Zuneigung und unseres Vertrauens zu unserer Kirche.

Darum fordern wir, wie schon viele vor uns :

kein Amt mehr für diejenigen, die andere geschändet haben an Leib und Seele oder diese Taten ge­duldet oder vertuscht haben
die selbstverständliche Überstellung der Täter an weltliche Gerichte und uneingeschränkte Koopera­tion mit den Strafverfolgungsbehörden
Zugang von Frauen zu allen Ämtern der Kirche
Aufhebung des Pflichtzölibats
kirchliche Sexualmoral an der Lebenswirklichkeit der Menschen auszurichten

Frauenlob wird gerne von Kirchenmännern gesungen, die aber allein bestimmen, wo Frauen ihre Talente in der Kirche einbringen dürfen. In ihrer Mitte dulden sie nur eine Frau: Maria. Auf ihrem Sockel. Da steht sie. Und darf nur schweigen. Holen wir sie vom Sockel! In unsere Mitte. Als Schwester, die in die gleiche Richtung schaut, wie wir.
Wir handeln. Wir hängen diesen Brief an alle Kirchentüren und rufen alle Frauen auf zur Aktion MARIA 2.0 Von Samstag, 11. bis Samstag, 18. Mai 2019 betreten wir keine Kirche und tun keinen Dienst. Wir alle wissen, wie leer dann die Kirchen sein werden und wie viel Arbeit unerledigt bleiben wird. Wir bleiben draußen! Wir feiern die Gottesdienste auf den Kirchplätzen, vor den Kirchentüren. Wir tanzen, singen, beten, finden neue Worte und neue Ausdrucksformen! Wir sorgen für Leib und Seele und heißen auch die Männer willkommen! Wir bringen weiße Betttücher mit. Wir bedecken die Plätze mit dem Weiß der Unschuld, mit dem Weiß der Trauer und des Mitgefühls. Die weißen Tücher können beschrieben, bemalt, besudelt werden. Sie können verknotet werden zu langen Ketten und riesigen Buchstaben... Es gibt bestimmt noch viel mehr Ideen! Umgeben wir unsere Kirchen mit der Farbe des Neuanfangs !!
Hochachtungsvoll: Die unterschreibenden Frauen und Männer

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