
Jugendfeuerwehr verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Schermbecks Wehr
18.9.2026 Schermbeck (geg). Seit 40 Jahren besteht die Jugendfeuerwehr in Schermbeck bereits. Anlässlich der Jahreshauptversammlung richtete der Leiter der Jugendfeuerwehr Sebastian Püthe seinen Blick auf die wichtige Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr in Schermbeck und ehrte Mitglieder für ihre 40-jährige Zugehörigkeit zur Wehr, die in dieser Abteilung ihre Anfänge nahmen: Berthold Bienbeck, Thomas Bienbeck, Stefan Heuwing, Andreas Janßen, Markus Pohlhuis, Martin Schulze, Gregor Sebastian, Thomas Bartelt, Mike Sebastian, Holger Timmermann, Holger Hemmert und Klemens Hegemann.

Nicht alle Geehrten waren vor Ort
Christoph Loick bekräftigte, dass kein Weg an der Jugendfeuerwehr vorbeiführt, wenn im Ort über die Zukunft der Feuerwehr gesprochen wird. Denn: „Genau dort beginnt häufig der Weg, der Jahrzehnte später zu solchen Ehrungen führt, wie wir sie gerade erlebt haben.“ Loick zeigte sich erfreut darüber, dass einige Gründungsmitglieder - auch noch heute aktiv in den Löschzügen dabei sind.
„40 Jahre Jugendfeuerwehr Schermbeck – wenn man diese Zahl ausspricht, klingt das erst einmal nach einer langen Zeit“, so Püthe. In den 40 Jahren habe sich vieles verändert- Fahrzeuge sind die Technik hat sich weiterentwickelt, Einsatzkleidung und Jugendfeuerwehruniform sieht heute anders aus und auch die Feuerwehrarbeit ist in vielen Bereichen anspruchsvoller geworden.

Doch Püthe betonte: „Aber eines ist innerhalb der Aufgaben über all die Jahre gleichgeblieben: Junge Menschen für die Feuerwehr zu begeistern. Gemeinschaft zu erleben. Verantwortung zu übernehmen und füreinander einzustehen.“
Die Jugendfeuerwehr Schermbeck wurde im Jahr 1985 im Gerätehaus Schermbeck gegründet. Heute bedankt sich Püthe bei all denen die die Weitsicht und den Mut besessen haben, die Jugendfeuerwehr ins Leben zu rufen. Bei denen die Zeit investiert hätten und überzeugt davon waren, dass die Feuerwehr eine Zukunft braucht und diese bei der Jugend beginnt.
In den vergangenen 40 Jahren haben unzählige Jugendliche ihre ersten Schritte in der Feuerwehr gemacht und viele sind dabeigeblieben. „Jeder einzelne von ihnen hat ein Stück Jugendfeuerwehr mitgeprägt,“ betonte Püthe, der weiß, dass es die Menschen sind, die die 40jährige Geschichte der Abteilung ausmachen. „Es sind Jugendwarte, Betreuerinnen und Betreuer, die ihre Freizeit zur Verfügung gestellt haben. Die Abende und Wochenenden geopfert haben. Die mit Jugendlichen gelernt, geübt, gelacht und manchmal oder höchstwahrscheinlich auch ein bisschen diskutiert haben“, macht Püthe auf den ehrenamtlichen Einsatz aufmerksam. Denn dafür brauche man nicht nur feuerwehrtechnisches Wissen.

„Denn wer schon einmal mit Kindern oder Jugendlichen gearbeitet hat, der weiß: Man braucht Geduld, Humor und vor allem mitunter gute und starke Nerven.“ Und weiter: „Ich glaube, wir dürfen heute mit ein bisschen Stolz sagen - die Arbeit hat sich gelohnt! Denn wenn wir heute in die Reihen unserer Jugendfeuerwehr schauen, sehen wir genau das, was 1985 der Antrieb gewesen sein muss: Junge Menschen, die Interesse an der Feuerwehr haben. Junge Menschen, die gemeinsam etwas erleben wollen und junge Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“
Der Jugendfeuerwehrwart ließ nicht unerwähnt, dass es für ihn eine große Ehre sei, Teil dieser Geschichte sein zu dürfen. „Dabei steht man natürlich immer ein bisschen zwischen den Generationen. Auf der einen Seite stehen diejenigen, die vor 40 Jahren angefangen haben und uns heute erzählen können, wie es damals war und auf der anderen Seite stehen unsere Jugendlichen, die uns wahrscheinlich manchmal ganz nebenbei zeigen, wie die Feuerwehr in 20 oder 30 Jahren aussehen könnte.“

Und genau darin liege für ihn der besondere Wert der Jugendfeuerwehr: „Wir verbinden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Feuerwehr Schermbeck. Vielleicht stehen irgendwann Jugendliche aus unserer heutigen Jugendfeuerwehr hier vorne und erzählen von ihren eigenen Erlebnissen. Vielleicht erinnern sie sich dann daran, wie sie bei strömenden Regen im Kreiszeltlager standen, bei den Lagerspielen mitgefiebert haben, gemeinsam in Schermbeck bei der Fahrradrallye unterwegs waren oder einfach viele Stunden beim 12- oder 24-h Dienst auf den nächsten Einsatz gewartet haben.“
Zurzeit befinden sich 29 Mitglieder, um die sich fünf Betreuer/innen - Hanna Cluse, Monika Hüfing, Lea Schumann, Martin Schüßler und Sebastian Püthe – kümmern. Es gibt kein festes Aufnahmedatum jedoch sollten die Kinder 12 Jahre alt sein. Derzeit liegt die maximale Anzahl bei 30 Jungen und Mädchen, die hier erste Erfahrungen sammeln können.
Fotos vom Kreiszeltlager in Sonsbeck stellte die Feuerwehr für diesen Artikel zur Verfügung