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Richard Eissing spendete seiner Tochter eine Niere

14.11.2013 Raesfeld (geg) Richard Eissing ist Organspender. Seinen Ausweis trägt er bereits seit 30 Jahren bei sich. Kürzlich, genau gesagt am 24. September, hat er seiner Tochter, der 35jährigen Tanja Wesseler ein neues Leben ohne Dialyse ermöglicht. Die Entscheidung dazu war selbstverständlich, erklärt er.

 


Tanja Wesseler sitzt strahlend am Tisch im Esszimmer der Eltern. Richard Eissing strahlt nicht weniger. "Sehr gut geht es mir", antwortet Tanja Wesseler auf die Frage nach ihrem Befinden. Dieselbe Antwort gibt übrigens auch der Vater. Dabei ist es gerade erst ein paar Wochen her, dass beide gemeinsam das Zimmer in der Uni Klinik Essen bezogen haben
Drei Stunden dauerte die Operation bei Richard Eissing, bei der die linke Niere entnommen wurde, zwei Stunden um der Tochter das Organ einzupflanzen. Die Spenderniere wurde dabei in der rechten Leistenregion eingesetzt.


„Dort ist der operative Zugang verhältnismäßig leicht. Die Nierengefäße werden mit den Beckengefäßen des Empfängers und der Harnleiter der Spenderniere mit der Harnblase verbunden. In den meisten Fällen nimmt die neue Niere innerhalb der ersten zwei Wochen ihre Funktion auf. Unmittelbar nach der Operation beginnt eine medikamentöse Therapie, die das Immunsystem unterdrückt. Dies geschieht, um eine Abstoßung der Niere zu verhindern." (Quelle Internet).
Nach 13 Tagen verließen beide zusammen die Klinik und feierten den neuen Geburtstag mit der Familie und einem leckeren Essen, worauf sich Tanja Wesseler besonders freute „Endlich wieder alles essen und trinken zu können, und nicht mehr so schlapp zu sein, das ist schön".
Mehr als ein halbes Jahr dauerten die umfangreichen Untersuchungen und Gesundheitschecks, denen sich Richard Eissing unterziehen musste. Das erste Informationsgespräch fand bereits im Dezember 2010 statt. Auch der Psychologe hat beide - Patient und Spender- mehrfach „ins Gebet" genommen. Dabei wurde auch nicht außer Acht gelassen, wie die Ehefrau Eissings zur Transplantation stand.
Mit seiner Niere hat Richard Eissing seiner 35-jährigen Tochter die Rückkehr in das „alte Leben" ermöglicht, dem Leben ohne Dialyse.
Bereits im Alter von vier Jahren musste Tanja Wesseler operiert und ihr die linke Niere entnommen worden. Bis vor fünf Jahren lebte sie beschwerdefrei, nur in der ersten Schwangerschaft vor 19 Jahren gab es das Problem der Stauniere, welches aber mit der Geburt des Kindes beseitigt war. Die zweite Schwangerschaft verlief komplikationslos.
Vor fünf Jahren spürte sie zunächst Schmerzen in der rechten Nierengegend, eine Ultraschalluntersuchung zeigte, dass sich die Niere verkleinert hatte. Dann verschlechterten sich im Laufe der Zeit kontinuierlich die Blutwerte, an dessen Ende aufgrund der Funktionsstörungen die Dialyse stand. "Der Grund dafür wurde nicht gefunden", so Tanja Wesseler.
Die Dialyse, das bedeutete nicht nur dreimal in der Woche für vier Stunden nach Münster zu fahren, sondern auch die Umstellung des familiären Lebens, der Ernährungsgewohnheiten und eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität.
Der Familie blieben die Umstände die mit der Krankheit zusammen hängen, natürlich nicht verborgen. "Ich hab mir schon Gedanken darüber gemacht, ob sie irgendwann wohl mal eine neue Niere brauchen würde", so Richard Eissing.
Sein Entschluss, sich testen zu lassen, habe relativ schnell festgestanden. Aber auch der Ehemann und die Schwester von Tanja Wesseler standen als Organspender bereit. „Da ich nicht weiß, ob ich in 20 Jahren nochmal eine Niere benötige, haben wir uns für die Transplantation bei meinem Vater entschieden", so die Patientin, die ihren Vater liebevoll anstrahlt.
„Natürlich haben wir uns auch mit den Komplikationen beschäftigt, aber im Vordergrund habe immer die Hilfe des Familienmitglieds gestanden", so Eissing, der von Anfang an felsenfest davon überzeugt war, seiner Tochter eine Niere spenden zu wollen. So wie er auch davon überzeugt ist, nach seinem Tod seine funktionierenden Organe kranken Menschen zur Verfügung zu stellen. Sein Rat: "Den Ausweis in regelmäßigen Abständen erneuern lassen, da sich ja auch die Einstellung eines Menschen verändern kann".
Die nächste Operation für Tanja Wesseler die kurzfristig ansteht, allerdings eine ambulante, ist die Entfernung eines Blasenröhrchens, welches zur Stabilisierung des neuen Organs eingelegt wurde. Dann werden langsam aber sicher die Abstände zu den Kontrolluntersuchungen, denen sich auch Richard Eissing unterziehen muss, größer und die Krankheit gerät in den Hintergrund.

 

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