Letzte Konzertreihe in St. Georg von Pfarrer i.R. Wolfgang Bornebusch
16.1.2025 Schermbeck (geg). Als Pfarrer i.R. Wolfgang Bornebusch im Jahr 2000 die Benefizkonzerte für eine neue Orgel in der Georgskirche organisierte, sollte das eigentlich eine einmalige Geschichte" werden. Bornebusch, der bis 2007 Pfarrer der Georgsgemeinde war, sang damals nach eigenen Angaben in verschiedenen Chören. „Deshalb war ich am Niederrhein gut vernetzt“, berichtet er. So gelang es ihm in dem Jahr, sieben Konzerte in die Georgskirche zu holen. Die neue Orgel kam und die Konzertreihe blieb wegen des guten Zuspruchs. Fünf Konzerte unterschiedlicher Genres genießen die Musikfreunde im Laufe eines Jahres dank des Engagements von Wolfgang Bornebusch mittlerweile seit 25 Jahren. Was ihm dabei wichtig ist: „Ich muss jede Musikgruppe selbst gehört haben“.
Als er 2007 in den Ruhestand ging, führte er in Absprache mit dem Presbyterium die Organisation ehrenamtlich weiter. Seit 2008 findet immer ein Konzert der Reihe als Benefizkonzert für die Diakoniestiftung statt. Die Konzertreihe ist beliebt - bei Musikern und Konzertbesuchern. Bornebusch bekommt viele Anfragen von Musikern, erzählt er. Wenn er wollte, könnte er 20 Konzerte im Jahr organisieren. Einige Künstler seien über die Jahre auch zu Freunden geworden. Das „Calmus Ensemble“ zum Beispiel kommt in der kommenden Konzertreihe bereits zum siebten Mal nach Schermbeck. Bornebusch erinnert sich: "Beim ersten Mal kamen sie mit dem Bus aus Leipzig und fuhren abends wieder zurück. Heute sei die Truppe sehr beliebt und von ihm eigentlich nicht mehr zu bezahlen. Aus freundschaftlicher Verbundenheit bekäme er deshalb hier einen Freundschaftspreis, sehr zur Freude der Fans.
Zu manchen Konzerten kämen die Gäste auch z.B. aus Düsseldorf oder Köln angereist. „Die Fans der verschiedenen Gruppen schauen auf die Internetseite und buchen dort Konzertkarten, und wenn sie dann lesen, dass das Konzert in Schermbeck gegen eine Kollekte stattfindet, kommen sie natürlich gerne hierher“, erfährt er immer wieder.
In 25 Jahren hat er fast 130 Konzerte auf die Beine gestellt. Diese Konzertreihe ist für Pfarrer i.R. Wolfgang Bornebusch etwas ganz Besonderes, denn es wird nach vielen Jahren die letzte sein, die er organisiert. Aus diesem Grund hat er noch einmal einige der Musikerinnen und Musiker eingeladen, die ihm in all den Jahren zu Wegbegleitern und Freunden geworden sind. Ab dem kommenden Jahr will Bornebusch im Jüdischen Museum Dorsten tätig sein und dort Führungen anbieten.
Am Sonntag, 26. Januar, heißt es ab 17 Uhr „orient meets occident“ mit dem Cafe del mundo in der Saitenstraße.
Am 23.3. lädt Bornebusch ab 17 Uhr zu Vokal- und Ensembelmusik in die Georgskirche ein. Der Titel des Konzertes: „Erbarme dich mein, o Herre Gott.“ Die Interpreten sind: Die Sopranistin Gabriela Glaus aus Luzern, Jenny Heilig aus Haan, Fabien Moulaert aus Lüttich an der Barockposaune, sowie Jörg Stephan Vogel aus Essen an der Orgel.
Am Sonntag, den 11 Mai lädt um 17 Uhr das Ensemble Blautöne ein zu „Unterwegs ins Grüne, ins Blaue hinein.“
Am Sonntag, den 21.9. um 17 Uhr findet das Benefizkonzert für die Diakoniestiftung mit dem Calmus Ensemble Leipzig statt. Der Titel des Konzerts: „Durch die Nacht- Träumereien zwischen Dämmerung und Morgenröte“
Das letzte Konzert der Reihe findet am 9. November um 17 Uhr in der Georgskirche statt. In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Westfalen. Birgit Breidenbach (Kontra Alt) singt in Begleitung von Jan Weigelt auf dem Klavier, Lieder und Chansons der ersten 30 Jahre des 20. Jahrhunderts.